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Leserbriefe

Verbot für Schöpfungslehre zu: «Politik & Gesellschaft», 1/15

In factum 1/15, auf S. 9, habe ich gelesen, dass in Grossbritannien das britische Bildungsministerium die Schöpfungslehre verbieten will. Ja, es will Kreationismus und Intelligent Design an den Schulen verbieten und die naturalistische Evolutionstheorie als alleinige Erklärung für die Entstehung des Lebens vorschreiben. Diese Nachricht entsetzte mich. Wie weit sind wir heute schon mit dem atheistischen Gedankengut gekommen! Sogar Regierungen wollen dem Volk nun vorschreiben, wie sie zu denken haben! Das kann und darf doch nicht sein!

Was unternimmt eigentlich die Kirche in GB? Wie denken Sie über diese Entwicklung? Was kann dagegen unternommen werden? Es werden Befürchtungen laut, dass dies auch auf den Kontinent Europa überschwappen könnte.

Vielen Dank, dass Sie sicher auch dagegen ankämpfen werden. Gott segne Sie.

Werner Morf, CH-Hadlikon

Schade, dass es dieses Interview so unkommentiert in diese doch sonst sehr bibeltreue Zeitschrift geschafft hat.

Andreas Fritz, AT-Nüziders

Fragwürdige Erziehungsmethode zu: «Wie die Herzensbeziehung von Jesus», 1/15

Als Vater von drei Kindern und bibellesender Christ bin ich immer wieder sehr interessiert an christlich orientierten Erziehungstipps. So war dann auch das Interview mit Herrn Etter einer der ersten Artikel, den ich gelesen habe.

Zuerst muss ich sagen, dass ich durchaus gute Anregungen aus diesem Interview gezogen habe. Ich wurde wieder neu ermutigt, meinen Kindern meine Liebe zu zeigen und sie auch in Liebe zu ermahnen. In eine gute Beziehung mit den Kindern zu investieren, ist eine wichtige Komponente in der Erziehung, die zwar nicht neu ist, aber dennoch immer wieder in der Hektik des Alltags vergessen wird.

Insgesamt klingt allerdings die Erziehungsmethode, die Herr Etter vorschlägt, vielfach wie ein christlicher Aufguss der antiautoritären Erziehung, von der inzwischen selbst säkulare Pädagogen weit Abstand nehmen. Jeder, der Kinder hat, weiss, dass es einen bedeutenden Unterschied macht, ob die Eltern oder die Grosseltern erziehen, da letztere nicht rund um die Uhr mit den Kindern zusammen sein müssen und sie, wenn etwas nicht passt, einfach wieder abgeben können.

Die Bibel spricht oft und grundsätzlich positiv von Gehorsam, Zurechtweisung, Ermahnung, Zucht und Strafe – alles in und aus Liebe natürlich. Herr Etter jedoch biegt sich bestimmte Bibelstellen so zurecht, dass sie zu seiner Theorie passen, und ignoriert offensichtlich andere Bibelstellen, die seiner Auffassung widersprechen (z. B. Spr. 13,24 u. v. m.). Dies gipfelt dann in seiner Behauptung, dass die eigentliche Sünde die fehlende Beziehung zu Gott sei. Dabei ist die fehlende Beziehung zu Gott nicht der Grund, sondern die Auswirkung von Sünde. Sünde ist Rebellion gegen Gott, die aus einem Herzen entspringt, das so sein will wie Gott.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten zu: «Ideen sind eine starke Kraft», 1/15

Es ist nicht richtig, dass die Komödie bzw. Satire «The Interview» in die Kinos muss und die Karikaturen (Spottbilder), die den Islam aufs Korn nehmen, gedruckt werden müssen. Denn dadurch werden Regierungen und Religionen verspottet, der Hass nur noch mehr angefacht und das Leid für die Betroffenen weiter erhöht. Und wir sollen das mit Meinungsfreiheit rechtfertigen?

Wenn im Namen der Meinungsfreiheit erwartet wird, dass die Verspottung des Islam toleriert wird, müssten die Christen im Umkehrschluss auch tolerieren, dass der christliche Glaube verspottet wird. Ich jedenfalls kann das nicht. Und muss es auch nicht und darf es auch nicht. Denn was sagt Gott hierzu: «Der anmassend Übermütige, Spötter ist sein Name, handelt mit masslosem Übermut» (Spr. 21,24). Und weiter in Spr. 29,8: «Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr.» Und genau das haben wir erlebt, mit vielen unschuldigen Toten. Denn: «Wer Wind sät, wird Sturm ernten» (Hosea 8,7).

Als Christen sind wir dazu aufgerufen, unseren Nächsten selbstlos zu lieben. Das gilt auch für Andersdenkende und sogar Feinde. Und das bedeutet eben nicht, seinen Nächsten zum Zorn zu reizen und sich dadurch an dessen Taten mitschuldig zu machen, die er im Zorn begeht. Deshalb: «Glücklich der Mann, der den Weg der Spötter nicht betritt» (Psalm 1,1). Wenn die Gebote der Meinungsfreiheit die beiden himmlischen Gebote der Gottesliebe und Nächstenliebe beinträchtigen, so sind wir an die himmlischen Gebote gebunden. Deren Zielsetzung im Sinne Gottes ist immer nur edel, hilfreich und gut für den Menschen. Diese Gebote berechtigen nicht zu Spott, Schmähungen und Verächtlichmachung anderer Religionen und Mitmenschen. Aber auch nicht zur Annahme einer Lehre oder einer Meinung, die Gottes Wort widerspricht.

Stephan Petry, DE-München

Hymne auf den Esel zu: «Dienst und Demut», 3/15

Der Esel ist das einzige Wesen, von dem in der Bibel geschrieben steht (Luk. 19,34): «Der Herr bedarf seiner» oder: «Der Herr braucht es», das Esels-Füllen. Keinem Menschen, Tier oder sonst jemandem kam solch eine prominente Bedarfs-Rangstufe zu, als Jesus auf der Erde lebte. Welch ein edles Tier! Kann es eine höhere Ehrung für einen gläubigen Menschen geben, wenn es über ihn heisst: Der Herr bedarf seiner? Wo kann mich mein Herr gebrauchen?

Siegfried Gnoth, DE-Korb

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Die FACTUM-Redaktion