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Leserbriefe

Wertvolle orientierungshilfe Zum Leserbrief von Anna maria Santschi, 5/2012

Ich muss der Leserin in vollem Umfang beipflichten, dass Ihr Magazin wirklich seinesgleichen sucht. Es ist mir eine wertvolle Orientierungshilfe in den sich von Tag zu Tag immer mehr zuspitzenden Problemen, Kriegen, Wirtschaftskrisen etc. geworden. Doris Pöschl, DE-Friedrichshafen

Gut und verständlich zu: «Wer war gottes Adam?», 6/12

Wertvoll, informativ, interessant und spannend zu lesen war der Artikel von Rolf Höneisen: «Wer war Gottes Adam?». Selbst für den Leser ohne «Bachelor» wurde gut und verständlich dargestellt, dass die Evolutionstheorie nicht im Geringsten vereinbar ist mit dem Wort Gottes und dem christlichen Glauben. Für jemanden, der Gottes Wort ernst nimmt, auch wenn er nicht alles versteht, fragt man sich, was für geistig akrobatische Klimmzüge der Gründer der Organisation BioLogos, Francis S. Collins, bewältigen muss, um auf solche Theorien zu kommen, und so leider auch eine Anzahl Christen verunsichert. Es bleibt zu wünschen, dass dieser Artikel vielen Christen den Glauben an einen wunderbaren, allmächtigen und heiligen Schöpfergott zu stärken und zu bewahren vermag. Rolf Höneisen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt für all die Jahre als Chefredakteur des factum-Magazins. Gute Arbeit! Ich wünsche ihm Gottes Segen und viel Weisheit an dem «anderen Ort». Edeltraud Frei, CH-Berneck

Tradition zum Editorial, 6/12

Der Autor schreibt u. a.: «Gott hat die Sonntagsheiligung doch nicht mit der Evolution begründet, sondern mit der 6-TageSchöpfung», gemäss 2. Mose 20,11. In der Tat sind Evolution und Schöpfung zentrale Gegensätze des Glaubens. Die Sonntagsheiligung dagegen basiert auf Tradition und nicht auf dem Schöpfungsbericht der Bibel. Der 7. Tag der Woche (Sabbat) ist entgegen dem derzeitigen und nach arbeitsrechtlichen Kriterien gestalteten Kalender nach der ISO-Norm 8601 (1973) mit Wirkung ab 1.1.1976 nach wie vor nicht der Sonntag, sondern noch immer der Samstag oder Sonnabend. Die Reihenfolge der Tage hat sich entgegen der Optik des Kalenders nach historischen Grundlagen nie verändert. Das bezeugt nicht nur die jüdische Tradition, sondern auch der christliche Glaube, denn am Sabbat nach dem Rüsttag ruhte Christus nach der Kreuzigung im Grab und ist am 1. Tag der Woche, demzufolge am Sonntag, auferstanden. Es war die sich formende katholische Kirche, die den Sonntag zum bevorzugten Tag der gottesdienstlichen Versammlungen mit Eucharistiefeier und in Verbindung mit Kaiser Konstantin im Jahre 321 zum staatlichen Feiertag mit Arbeitsruhe machte. Und in allen Publikationen der kath. Kirche betont sie selbst, dass allein die röm. kath. Kirche dieses «aufgrund der ihr verliehenen Vollmacht» tun konnte. Jesus selbst hatte noch hinsichtlich der Zerstörung des Tempels in Jerusalem (70 n. Chr.) gesagt: «Betet, dass eure Flucht nicht geschehe am Sabbat.» Der siebente Tag der Woche ist somit nach wie vor der Samstag, der nach den Zehn Geboten als von Gott gesegneter und geheiligter Ruhetag in 2. Mose 20,8–11 an die Schöpfung erinnert und nach 5. Mose 5,12–15 an die Befreiung aus Ägypten oder im übertragenen Sinne auch an die Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde. Günter Rehme, DE-Bremen

Hinweise zu den Leserbriefen

Leserbriefe entsprechen nicht unbedingt der meinung der Redaktion. Um mehrere Zuschriften veröffentlichen zu können, gelten für Leserbriefe als oberste Länge 40 Zeilen à 60 Anschläge (oder 2000 Anschläge inkl. Leerzeichen). Kürzungen behalten wir uns vor. Sämtliche Zuschriften werden von uns gelesen, auch wenn nicht alle veröffentlicht werden können. Die FACTUM-Redaktion

einäugig?

So sehr ich in factum die wohltuende Distanz zum linksliberalen Zeitgeist, zur einseitigen Berichterstattung im Bereich Ökologie und Klimawandel, zur Politik der US-Demokraten etc. schätze, so schmerzlich vermisse ich diese Distanz zur konservativen Gegenströmung. Unser unkontrollierter Ressourcenverbrauch schafft grosse Probleme, und selbst wenn der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel völlig übertrieben dargestellt werden sollte, so beeinflusst unser unökologisches Verhalten die Qualität der Luft, die in den Grossstädten aktuell geatmet wird, die Verfügbarkeit von sauberem Wasser und die Geschwindigkeit, mit der nicht erneuerbare Energiequellen verbraucht werden. Ob das konservative Wohlwollen (speziell in den USA) gegenüber den Superreichen und die soziale Kälte, die durch die Verachtung für einen vernünftigen Sozialstaat entsteht, dem Vorbild Christi entspricht, wage ich auch zu bezweifeln. Nicht alles, was nicht linksliberal ist, muss deshalb gleich gut und richtig sein. Manfred Riesser, AT- Kappel/Kr.

«reisebericht» zum selben Thema zum Leserbrief von C. grauer, 6/12

Das Buch «Die Akte Exodus» habe ich mit grosser Begeisterung gelesen und freue mich über die sorgfältigen Recherchen von L. Möller. Ich verstehe nicht die Kritik im Leserbrief factum 6/12 an den Zeitangaben zur Überquerung der Sinai-Halbinsel. Pharao hat doch erst gemerkt, dass das Volk nicht zurückkehrte, nachdem es sich mehr als drei Tagesmärsche entfernt hatte (2. Mose 5,3 + 2. Mose 14,5). Da sie im Gegensatz zu Pharao vom Tageslicht unabhängig waren, hatten sie einen guten Vorsprung und ausreichend Zeit. Wer einen «Reisebericht» zum selben Thema lesen möchte, dem kann ich das Buch «Der Schatz der Bibel: Moses und das Geheimnis des heiligen Berges» von Howard Blum, 1998, Droemer Verlag, empfehlen. Es vermittelt auch interessante Details darüber, wie und wann Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, den Kult um den Berg Sinai initiierte. Gunhild Kröger, DE-Lengede