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Leserbriefe

Ich muss nicht hundert Jahre alt werden
zu: «Kosten sparen durch Euthanasie», 2/17

Ich bin seit etwa 40 Jahren überzeugte Nachfolgerin Christi. Ich glaube, das Leben soll in Gottes Hand sein. Aber ich habe auch eine Verantwortung für die nächste Generation!

Gerade weil ich Christ bin, will ich dem Nächsten – der nächsten Generation – keine Lasten auferlegen durch eine intensive Pflegebetätigung an meinem Lebensende, die volkswirtschaftlich verheerende Folgen hat. Deshalb will ich keine lebensverlängernden Massnahmen am Ende meines Lebens! Ich entscheide mich heute, wie ich sterben will. Gerade weil ich Christ bin, will ich keine Medikamente, die die Krankenkassenprämien so hochschnellen lassen, dass für junge Familien diese Prämie zur Armutsfalle wird, nur damit ich zwei Monate länger leben kann. Weil ich Christ bin, entscheide ich jetzt, welche lebensrettenden Massnahmen getroffen werden sollen und welche eben nicht, und deshalb gibt es Patientenverfügungen. Die meisten Menschen wollen sich mit dem Tod nicht auseinandersetzen, sie wollen ihren Frieden mit Gott nicht machen, deshalb wollen sie Unsterblichkeit. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die selbstbestimmt aus dem Leben scheiden und in Würde sterben wollen. Viele Menschen werden nur so alt, weil die Medizin so fortgeschritten ist. Und die demografische Verschiebung kam wegen der Millionen Abtreibungen seit Einführung der Fristenlösung.

Wir müssen auch darüber diskutieren, welche Altenpflege noch zumutbar ist. Warum gibt man den Alten im Altersheim noch Antibiotika, wenn sie an einer Influenza oder Lungenentzündung sterben könnten? Ich habe meine Meinung gebildet: Gewisse Krankheiten werde ich bei mir nicht mehr behandeln lassen.

Ich werde in 13 Jahren 70 sein und mental beginne ich mich heute auf meinen Tod vorzubereiten. Denn ich weiss, der Tod ist besiegt, ich muss nicht hundert Jahre alt werden. Ich freue mich, meinen Erlöser zu sehen und diesen sterblichen Leib ablegen zu dürfen!

Wir müssen auch als gläubige Christen selbstverantwortlich handeln und auch Entscheidungen zum Wohle des Nächsten treffen. Für mich ist klar, ab einem bestimmten Alter wünsche ich keine Therapie mehr! Ich lege meine Gesundheit in Gottes Hand.

Mary-Anne Bufton, CH-Schönenbuch

Die Bibel redet davon zum Leserbrief von Eberhard Weber, 3/17

Meine Frage nach den auftretenden Individuen in 2. Mose 3 war nur eine rhetorische Frage. Deren Beantwortung wurde leider falsch begründet, denn den Buchstaben nach redet in 2. Mose 3 zwar «Der HERR», aber der Persönlichkeit nach redet dort «Der Engel des HERRN». Widerspricht sich das? Nein. Wieso? Vor dem Hintergrund, dass für das im Deutschen stehende Wort «Engel» aus dessen hebräischem Wortstamm im Grundtext nicht nur herkömmliche Engel, sondern weitere Bedeutungen hervorgehen, gilt im AT: «Der Engel des HERRN» und «Der HERR» sind ein und derselbe. Ungewohnt? Unglaublich? Wie kann das sein? Nicht ich behaupte das, sondern die Bibel zeigt es. Dazu gibt es mehrere Querverweise, folgender mag hier genügen:

Ein direktes Beispiel ist 1. Chronik 21,18–19: «Und der Engel des HERRN befahl Gad, David zu sagen, dass er hinaufgehen solle, dem HERRN einen Altar aufzurichten in der Tenne Ornans, des Jebusiters. Also ging David hinauf nach dem Worte Gads, das dieser im Namen des HERRN geredet hatte.» Zurück zu 2. Mose 3, das Argument der HERR (JHWH) wäre dort nicht anwesend gewesen, sondern Mose hätte nur Seine Stimme gehört, ist also hinfällig.

Die restliche Argumentation von Herrn Weber weist noch weitere Fehler auf. Zum einen, es geht bei dem Begriff «Der Engel des HERRN» nur um dessen Auftreten im AT, was ich mit der Überschrift meines anfänglichen Leserbriefes «Jesus zur Zeit des AT» (factum 8/16) schon deutlich gemacht hatte. Wer nun mit dem Begriff «Engel des Herrn» im NT als Gegenargument kommt, wendet leider eine unsorgfältige Arbeitsweise an, denn «Der Engel des HERRN» ist im Grundtext des AT mit «Der Engel des JHWH» geschrieben, im Grundtext des NT ist diese Schreibweise aber nicht zu sehen. Zum anderen, in Herrn Webers Argument mit Matthäus 1,24 ist der Engel eindeutig derselbe Engel wie vier Verse vorher, in Vers 20 wird dieser aber nicht als «der», sondern als «ein Engel des Herrn» bezeichnet. Somit ist auch dieses Argument hinfällig.

Michael Schmidt, DE-Kastellaun

Das war auch bei uns in Deutschland so zum Thema Syrien

Wer sich an Israel vergreift, den werde «Ich» zur Rechenschaft ziehen, nachzulesen in der Bibel. Wir Deutschen haben das erlebt, ich sehe noch heute die Bilder unserer zerstörten Städte und den Verlust Ostdeutschlands. Gott straft jeden ab, der Israel Schaden zufügt.

Von 1956 bis 1967 haben Syrer von den Golan-Höhen die Nordisraelis mit Artillerie beschossen. Sie haben in Nordisrael in den elf Jahren Schlimmes erlebt. Am Ende des Sechs-tage-Krieges eroberten die Israelis die befestigten Golan-Höhen. Ein amerikanischer Journalist fragte einen israelischen Soldaten: «Wie habt ihr das nur geschafft, diese gewaltigen Befestigungen zu erobern?» Der Soldat lachte und sagte: «Als wir kamen, sind sie weggelaufen. In einigen Panzern steckten noch die Schlüssel.»

Nun könnte man zweifeln, weil so viele unschuldige Syrer mitleiden müssen. Aber das war auch bei uns in Deutschland so. Ich will nicht sagen, dass die Syrer selbst schuld sind und sehen sollen, wie sie mit ihren Problemen fertig werden. Nein, wir sollen und wollen ihnen helfen.

Ernst W. Schreiber, DE-Hilchenbach-Müsen

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