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LESERBRIEFE

Ausgewogen, ohne Polemik

zu: factum allgemein

Ich bin sehr dankbar für factum! Ich kenne nichts dergleichen im deutsch- oder englischsprachigen Raum! Die Ausgewogenheit zwischen Kritischem und Positivem tut gut und ebenso die polemik-freie Darlegung von wissenschaftlichen Entdeckungen zu Gunsten der Schöpfungslehre! Die «Macher» von factum sind ein Segen für den Leser und den, der vom Weitergeben des Gelesenen profitiert. Albrecht Schmidt, DE-Fürstenwalde

Prinzip des Verzichts im AT und NT

zu: «Das einfache Leben mit Gott», 2/2013

Über diesen Artikel habe ich mich sehr gefreut. Das hier vorgelebte Prinzip des bewussten Verzichts auf bestimmte angenehme Errungenschaften der Menschheit finden wir auch schon im AT bei den Rechabitern in Jeremia 35. Ihr frommer Vorvater Jonadab, der zusammen mit Jehu war, als dieser in Gottes Auftrag das Haus Ahabs und die Baalspriester ausrottete (2. Kön. 10,15–23 ff.), hatte seinen Nachkommen «bis (in) Äon(enzeit)» (so wörtlich, d. h. ohne zeitliche Begrenzung) geboten, keinen Wein zu trinken, keinen Ackerbau zu betreiben und in Zelten zu wohnen (Jer. 35, 6–7). Dies hatten sie bereits 250 Jahre lang befolgt, als Gott ihren Gehorsam gegenüber dem Gebot ihres Vorvaters ausdrücklich lobte und als Vorbild für den Gehorsam Ihm gegenüber vorstellte (Jer. 35,14 u. 16). Gott gab ihnen daraufhin die Verheissung: «Es soll Jonadab, dem Sohn des Rechab, nicht an einem Mann fehlen, der vor mir steht, alle Tage» (Jer. 35,18–19). 150 Jahre später wird in Nehemia 3,14 der Rechabiter Malkija unter den Wiederherstellern der Mauern Jerusalems genannt. Das Prinzip des Verzichts auf von Gott nicht verbotene Dinge finden wir im NT z. B. in 1. Kor. 7,31: «die Welt nicht in (jeder) Beziehung gebrauchen». Es ist auch indirekt in den Auge/Hand/Fuss-Ausreissgeboten des Herrn (Matth. 5,29– 30) enthalten und im freiwilligen Verzicht auf Dinge, die dem Nächsten ein Anstoss oder eine Verleitung zur Sünde sind (Röm. 14,21; 1. Kor. 8,13). Die der Gemeinde in Matth. 18,18 gegebene Vollmacht zum Binden und Lösen bedeutet auch, dass das Verbot bestimmter biblisch unverbotener Dinge (Alkohol, Fernsehen, Internet ...) durch eine Gemeindegruppe für ihre Mitglieder göttlich bestätigte Gültigkeit hat. Ebenso dürfen auch Eltern ihren Kindern wie Jonadab Ge- und Verbote geben, sogar auf Lebenszeit. Diese gelten bei Gott, auch wenn sie über das biblische Gebot hinausgehen (Kol. 3,20), sofern sie keinem Gebot Gottes widersprechen (Apg. 5,29). Bernd Fischer, DE-Ludwigsstadt

Noch mehr Wirrwarr

zu: «Wo sind die Jahre?», 2/2013

Ich lese gern Ihre Artikel über die neuen Erkenntnisse in der Schöpfung, die mich immer wieder ins Staunen bringen, was Gott alles geschaffen hat. Ich habe in der Zeit, die mir Gott bisher gegeben hat (1933 geboren), viel über die Entstehung und den Streit über die Entstehungszeit gelesen, gehört und nachgedacht. Doch dieser Artikel und ähnliche bringen meiner Meinung nach nur mehr Wirrwarr in diese Diskussion. Vielleicht auch deswegen, weil im ersten Vers der Bibel unter anderen steht: Und die Erde war wirr. Dieses Gewirr scheint sich bis heute in unseren Köpfen noch nicht gelöst zu haben. Deswegen komme ich auf die Erkenntnis meines Jugendleiters zurück: 1. Mose 1,1: «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.» Und da sollte man einen ganz dicken Punkt machen, tief Luft holen und von neuen anfangen und erschrecken. Warum war die Erde plötzlich ein wüstes Durcheinander? Hat hier nicht einer gewütet gegen eine gute Schöpfung Gottes? Und sein Geist brütete und heilte eine wüste Erde, dass sie gut wurde? An dem ersten Vers könnten sich dann all die klugen Köpfe auslassen und die Zeit hineinpacken, die ihnen fehlt, und vieles andere. Wichtiger für unsere Zeit ist doch, dass wir den Schöpferglauben bekennen und die Schöpfung zeigen, mit seinen Folgen nach Römer 1! Adolf Münch, DE-Bindlach

Dankbar für Hinweise

zu: «Was die Bibel schon wusste», 4/2013

Seit vielen Jahren beziehe ich Ihr Magazin. In der letzten Ausgabe 4/13 fand ich einen interessanten Artikel von Roger Liebi. Dort kommt er auf Hiob 38,24 zu sprechen, wo es heisst: «Welches ist der Weg, auf dem das Licht sich verteilt ...?» Hiob 38,24 wird häufig in anderen Übersetzungen, wie ich inzwischen feststellen konnte, m. E. missverständlich ausgedrückt. So z. B in der Guten Nachricht, wo es heisst: «Wo ist der Weg zum Aufgang der Sonne ...?» Diese Aussage ist meiner Meinung nach missverständlich. Die Übersetzung dürfte nicht das von Gott wirklich Gemeinte ausdrücken. Einschränkend muss ich allerdings sagen, dass ich nicht als Physiker schreibe. Ich bin als Ingenieur und Betriebswirt ausgebildet worden. So gesehen habe ich mein Wissen nur auf autodidaktischem Wege erworben und mir so eine Meinung gebildet. Dies tue ich seit mehr als zwanzig Jahren. Als überzeugter Christ wertete ich dabei intensiv, hochmotiviert und systematisch diverses Schriftgut aus und habe quasi als Beobachter in meinem Buch dazu Stellung bezogen. Dies hat inzwischen Niederschlag gefunden in meinem Buch-Manuskript, das jetzt fast fertig ist und den Titel trägt: «Weltgeschichte zwischen Wissenschaft und Glaube». Im Übrigen haben darin viele Aussagen aus Artikeln Ihres Magazins ihren Platz gefunden, wofür ich sehr dankbar bin. Horst Jentsch, DE-Troisdorf

Hinweise zu den Leserbriefen

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