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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

«Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht!» Deshalb hat der Theologe Adolf Pohl (* 1927) recht, wenn er sagt: «Der Heilige Geist kommt mit dem Wort.» Wer die Hilfe des Beistandes braucht und möchte, der kann nichts Besseres tun, als das Wort Gottes zu lesen – und dieses Wort ernst nehmen. Das ist das Herz dieser Ausgabe von factum.

Die Bibel wird nicht dadurch zu einem Buch der Liebe, dass man sich das Gefällige heraussucht. Sie ist als Ganzes Gottes Wort. Dieser Aspekt spielt in der Titelgeschichte und in dem Beitrag «Barmherziger, strafender Gott» ebenso eine Rolle wie in Bernhard Rothens Text «Allen geht es gut!». Er zeigt, dass Kirchen, die Gott nach ihrem Gusto verstehen wollen, zerfallende Kirchen sind. Die Bibel erlöst und rettet durch das, was drinsteht, nicht durch das, was man herausliest. Auch Jörg Swoboda, der erlebt hat und gerne jedem bezeugt, dass das Evangelium als Ganzes errettet, spricht im Interview davon. Er zeigt, was die Zuwanderer jetzt brauchen: «Die Heimatlosen brauchen doch gerade jetzt die Botschaft, dass nicht Deutschland ihre Rettung ist, sondern nur Jesus, und wir nur durch ihn bei Gott eine Heimat für unser Herz finden.» So ist es!

Deshalb freut es mich, dass der Text «… mehr als ein Beweis» im Heft ist. Er zeigt die Bibel als Massstab, den Weg zu Gott als einen Glaubenssprung – in die Sicherheit. Wir dokumentieren extra eine Auswahl von Selbstzeugnissen der Bibel (komplette Liste auf Wunsch), um ganz auf das Eigentliche zu konzentrieren. Auch die Forschungen von Roger Liebi zur historischen Chronologie zeigen, dass tatsächliche Erkenntnis damit beginnt, der Bibel zu vertrauen. Wo sie das Mass ist, ergibt sich alles Weitere. factum ist also voll der guten Nachrichten, die allenthalben vermisst werden.

Es ist die Bibel, die uns hilft, die bedrückenden Weltnachrichten einzuordnen. «Die Klarheit des Bibelwortes» tröstet Herzen und vermag «der Hoffnung ihre weltüberwindende Kraft zu schenken», wie Bernhard Rothen ausführt. Eine Kirche, die den Glaubenssprung in die Sicherheit nur halb wagt, fällt ins Bodenlose. Sie wird bedeutungslos. Niemand wird nach ihr fragen. Nicht die Weltleute, nicht die Gläubigen.

Die Bibel erlöst durch das, was drinsteht, nicht dadurch, was man herausliest.

Sicher, die «News» sind erschreckend. Kriegsgeschrei, Gewalt, Gesetzlosigkeit im Kleinen, im Grossen. Einem Dokument der deutschen Bundespolizei («nur für den Dienstgebrauch») zufolge, das factum vorliegt, ist die Zuwanderung «unkontrollierbar» (sic!). Das ist der Offenbarungseid eines Rechtsstaates. Dass es dazu kam, ist nach Analyse des renommierten Verfassungsrechtlers Udo di Fabio schwerer Rechtsbruch, Verfassungsbruch. Die Grenzen ausser Kraft zu setzen, ist ein «historisch nie da gewesenes Experiment» (so ein ehemaliger Aussenminister verwundert). Die Rechtszersetzung der Elite ist nicht neu. Der Staat paktiert mit hochprofessionellen Kriminellen, kauft ihnen Steuer-CDs ab, bricht EU-Gesetze und das Völkerrecht (Dublin-Abkommen), um ein Leben auf Pump scheinzufinanzieren. Unrecht = Recht. Die Politik, viele Bürger, auch die Migranten, die sich an Silvester Exzesse leisteten, handeln, als ob es keinen Richter gäbe. Aber es gibt einen Richter. In seiner Gerechtigkeit erweist er sich als barmherzig (S. 10). In dem bestürzenden Geschehen dieser Tage gilt es, die Botschaft zu erkennen, dass die Bibel heilig ist, dass alles so kommt – im Schlechten wie dann auch im Guten –, wie die Bibel sagt. Das ist eine geistliche Herausforderung.

Wir müssen, nein, wir dürfen uns Gott darbieten zur Reifung, zur Läuterung, zur tatsächlichen Erlösung von allem, was uns an Falsches bindet. Diese Befreiung zu erleben ist völlig unvergleichlich, die reine Freude. Hören wir auf die, die dies bezeugen können. Lesen wir, wo sie diese Befreiung gefunden haben: in der Bibel. Dann können wir tatsächlich aufsehen, die Häupter erheben (Luk. 21,28). Weil sich unsere Erlösung naht.

Ihr Thomas Lachenmaier, Redaktionsleiter