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Leserbriefe

Leserbriefe

Ergänzung
zu: «Gottesgespräch», 7/15

In factum 7/15, S. 31, zitiert die Autorin Rosemarie Dingeldey den Apostel Paulus aus seinem Brief an die Epheser und fügt in ihrer persönlichen Anmerkung hinzu: «Mir fällt auf, dass er nicht für Gesundheit betet, nicht für äusseres Wohlergehen, sondern für Kraft nach dem inneren Menschen.»

Um der Wahrheit willen muss aufgezeigt werden, dass Paulus für die Gesundung Kranker betete und Gott durch Paulus heilte und befreite. In Ephesus: «Und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hände des Paulus. So hielten sie auch die Schweisstücher und andere Tücher, die er auf seiner Haut getragen hatte, über die Kranken, und die Krankheiten wichen von ihnen und die bösen Geister fuhren aus» (Apg. 19,11–12).

«Es geschah aber, dass der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr darniederlag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hände auf ihn und machte ihn gesund. Als das geschehen war, kamen auch die anderen Kranken der Insel herbei und liessen sich gesund machen» (Apg. 28,8–9). Weitere Bibelstellen könnten angeführt werden.

Maria Lang, DE-Zweibrücken

Göttliche Kommunikation
zu: «Natur & Wissenschaft: Vom Winde verweht», 9/15

Als ich jenen Artikel las, insbesondere darin den Satz «Auf irgendeine Art verfügen die Vögel aber dennoch über das erforderliche Wissen, denn sie handeln ja danach», kam mir in den Sinn, dass der Umweg über gespeichertes Erbgut keine Voraussetzung sein muss. Denn Gott der Schöpfer kann auch situationsbedingt direkt mit seinen Geschöpfen kommunizieren, was aus den Bibelstellen 2. Chronik 7,13 «wenn ich … den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen» und Jesaja 7,18 «Denn zu jener Zeit wird der HERR herbeizischen die Fliege, die an der Mündung der Ströme Ägyptens ist, und die Biene im Lande Assur» hervorgeht. Wie Gott der Schöpfer das im Einzelnen macht, dies ist noch verborgen; aber anhand der genannten Bibelstellen haben wir Hinweise auf eine Art göttlicher Kommunikation auch mit den eingangs zitierten Vögeln als Empfängern.

Michael Schmidt, DE-Kastellaun

Klare Worte
zu: «In der Blase der Leugnung», 9/15

Danken möchte ich für die sehr klare und gut verständliche Berichterstattung zum Wesen des Islam und zur Naivität unserer Staatsvertreter/Politiker. Endlich einmal klare Worte. Hier wird ohne Wenn und Aber deutlich, was auf uns zukommt. Oft bin ich bei Gesprächen zu diesem Thema nicht weiter gekommen. Nun brauche ich nur diesen gut begründeten Bericht zugrunde zu legen. Denn darin steht kurz und deutlich in verständlicher Form, worauf es ankommt.

Ralf Schünemann, DE-Burgdorf

Erziehung ist Elternrecht
Antwort auf den Leserbrief von Lars Krüger, 8/15

Lars Krüger argumentiert gemäss Römer 13,1–2, wonach man sich den staatlichen Mächten unterordnen soll. Und verteidigt so die staatlichen Massnahmen gegen die Familie Wunderlich, die sich aus Gewissensgründen geweigert hat, ihre von Gott anvertrauten Kinder nicht in das öffentliche Schulsystem zu integrieren, sondern diese selbst zu unterrichten. Zu dieser Argumentation: Selbst Paulus, die Apostel und Jesus haben sich geweigert, sich dem Staat unterzuordnen, wo dieser missbräuchlich wurde. Paulus ermutigt die Christen, sich in Belangen des öffentlichen Rechtes unterzuordnen, aber nicht, wenn gegen Gottes Recht verstossen wird.

Kindererziehung und die Schulwahl muss Elternrecht bleiben! Der Staat hat lediglich die Aufgabe, zu sichern, dass Kinder genügend schulische Kompetenz erreichen. Die Form des schulischen Unterrichts muss im Angesicht des Wertezerfalls der Gesellschaft wieder in die Hände der Eltern gelegt werden können.

Wunderlichs sind keine Gesetzesübertreter, sondern sie nehmen ihr Recht auf zivilen Ungehorsam wahr. Sie sind ein Stolperstein gegen die stille Annahme, dass unser Bildungssystem richtig sei. Sie handeln, wie es für einen Bürger richtig und legitim ist. Selbst Paulus berief sich auf sein römisches Bürgerrecht. Jesus stellte den Hohepriester infrage sowie die gesamte staatliche Macht seiner Zeit. Seine Worte «Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist» sind kein Verbot, unsere Bürgerrechte wahrzunehmen.

Von wem haben die Eltern die Autorität erhalten, ihre Kinder zu erziehen, zu bilden und aufzuklären – wenn nicht von Gott selbst? Dieses Recht müssen wir Christen, die wir nicht nur Bürger des Himmels, sondern auch Bürger in einem demokratischen Staatsgefüge sind, verteidigen! Denn es geht nicht an, dass in einem missbräuchlichen Bildungssystem unsere Kinder mit falschen Ideologien indoktriniert werden, die ihrer Seele schaden! Es geht hier nicht um uns, es geht um unsere Schutzbefohlenen, deren Seelen wir vor Übergriffen schützen müssen. Es wird aber allerhöchste Zeit, dass Christen aufwachen und sehen, was hier eigentlich passiert, und ihre Rechte wahrnehmen. Wie sollte sonst Missbrauch aufgedeckt werden?

Ich wünsche mir, dass factum einen Artikel aus theologischer, philosophiegeschichtlicher, gesellschaftlicher und kirchengeschichtlicher Sicht darüber veröffentlicht, was es heisst, sich als Christ unterzuordnen, aber auch seine Bürgerrechte wahrzunehmen.

Mary-Anne Bufton, CH-Schönenbuch

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