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LESERBRIEFE

Hinweise zu den Leserbriefen

Leserbriefe entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Um mehrere Zuschriften veröffentlichen zu können, gelten für Leserbriefe als oberste Länge 40 Zeilen à 60 Anschläge (oder 2000 Anschläge inkl. Leerzeichen). Kürzungen behalten wir uns vor. Sämtliche Zuschriften werden von uns gelesen, auch wenn nicht alle veröffentlicht werden können.

Die FACTUM-Redaktion

Verrückte «Genderei» zu: «Wahnsinn mit Methode», 5/2014

Danke dem Schriftleiter für seinen ausgezeichneten Beitrag zur Gender-Ideologie. Diese ist ein Verbrechen am Schöpfungswerk Gottes. «Denn sie wissen nicht, was sie tun!» Sieg der Dummheit. Falsch ist es zu sagen, es ist ja ohnehin nur eine kleine Minderheit, die diese Verrücktheiten bewerben. Doch darf man die Gefahren nicht unterschätzen. In einer bequem gewordenen Wohlstandsgesellschaft genügt eine kleine radikale Minderheit, die Gesellschaftsstrukturen zu ändern. Auch der Bolschewismus hat so seinen Aufstieg erkämpft. Die «Genderei» ist eine undemokratische, diktatorische Massnahme, denn befragt, würden 90 % diese ablehnen. Bürger wehrt euch, bleibt am Ball. Fordert von Politikern klare Stellungnahmen und Ablehnung dieses Wahnsinns.

Wilfried Dessovic, AT-Wien

Orientierung und Glaubensstärkung zu: Heft 7/2014 und factum allgemein

Mich begleitet factum bereits ca. 20 Jahre. Ich schätze die Hintergrundinformationen sowie die Betrachtungen zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Für Zweifelnde oder noch Suchende gibt die Zeitschrift Orientierung und glaubensstärkende Argumente. Mein Exemplar lesen nacheinander alle – von der alten Grossmutter bis zu meinen Kindern und ein Nachbar. Ich gebe auch gern weitere Hefte weiter. Im aktuellen Heft fand ich alle die ausführlichen Artikel besonders aufschlussreich. «Um Gottes willen!» und «... weil wir es nötig haben» sprachen mir voll und ganz aus dem Herzen. Heute ist factum die einzige mir bekannte Zeitung, die abseits des Mainstream frei ihre Meinung zu veröffentlichen wagt. Gewiss spüren Sie den rauen Wind, der wahren Gläubigen mehr und mehr entgegenweht. Hoffen wir, dass es factum noch ein Weilchen gibt. Hauptsache aber, Gottes Wort bleibt frei verfügbar und wird reichlich und unverfälscht verkündigt. Gottes Siege werden «nicht durch Macht und Kraft, sondern durch Seinen Geist» errungen. Unsere einzige Rettung und Sicherheit ist Christus als der ewige Fels. Wenn sie Christus verfolgt haben, werden sie auch seine Jünger verfolgen. Uns wird geschehen, wie wir glauben. «Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: Wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Wer ist, der verdamme? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja, noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blösse oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden. Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn» (Röm. 8,31–39). Unser Gott und Heiland, Jesus Christus, stärke Sie und Ihren Mitarbeiterstamm und segne Ihr Werk. Er leite Sie mit seinem Geist in der Wahrheit und setze Sie vielen zum Segen!

S. Z., DE-Chemnitz

USA-Politik im Irak gescheitert zu: «Höllenqual und Glaubenshoffnung», 7/2014

Zur bedrängten und derzeit fast aussichtslosen Lage des orientalischen Christentums im Irak hat die militärische Besetzung des Irak durch die USA leider erheblich mit beigetragen. Der 2003 durch die USA gestürzte irakische Diktator Saddam Hussein war zwar ein grosser Verbrecher, aber gegen die orientalischen Christen in seinem Staat relativ tolerant, da er kein fanatischer Moslem war, sondern religiös eher indifferent. Er war kein Anhänger oder Förderer der islamischen Terrororganisation Al-Qaida und besass auch keine Massenvernichtungswaffen. Der militärische Einmarsch der USA im Jahr 2003 im Irak war daher unnötig und hat nach dem Sturz von Saddam Hussein leider zu keiner Verbesserung der politischen Lage geführt, da die US-Regierung kein tragfähiges Konzept zur Neuordnung des Irak hatte oder entwickeln konnte. Der feindselige religiöse Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten im Land wurde unterschätzt und anfangs wohl gar nicht erkannt. Lediglich im irakischen Kurdengebiet wurde eine gewisse Stabilität erreicht. Die 10-jährige USA-Besetzung des Landes hat insgesamt zur Radikalisierung der irakischen Sunniten, aber auch der irakischen Schiiten erheblich mit beigetragen. Die Leidtragenden wurden ganz besonders die orientalischen Christen im Irak, die seit der US-Intervention im Irak von allen islamischen Richtungen verfolgt und drangsaliert werden. Bei der Analyse der politischen und religiösen Situation im Irak darf die Mitursächlichkeit der Christenverfolgung durch den USA-Einmarsch im Jahr 2003 im Irak und die jahrelange US-Besetzung daher nicht übersehen oder unterschlagen werden. Es ist traurig, aber wahr, dass die christlich geprägte Grossmacht USA leider auch im Irak kein Konzept gefunden hat, ein geordnetes Staatswesen nach westlichem Vorbild einzurichten. Den Preis dafür bezahlen jetzt die irakischen Christen, die auf die Aufnahmebereitschaft der europäischen Länder angewiesen sind, denen aber vielfach die Einsicht in die schreckliche Tragödie des orientalischen Christentums, dem historisch ältesten Teil der Christenheit, fehlt.

Gerhard Schwarz, DE-Tübingen