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MENSCH Iran Das Evangelium: «Staatsfeindliche Aktivität»

Der Iran geht mit zunehmender Härte gegen Christen vor. Nach Meinung des christlichen Hilfswerks Open Doors reagieren die Mullahs damit auf die vielen Bekehrungen im Land. – (fa.) Der Geheimdienst hat jetzt auch den letzten beiden Kirchen, in denen noch in der Landessprache Farsi gepredigt wurde, dies verboten. Die Kirchen wurden gezwungen, die Namen ihrer Mitglieder preiszugeben. Mehrere Christen verloren daraufhin ihren Arbeitsplatz. Im Iran sind Hunderte, möglicherweise aber Tausende, in Haft. Allein im Foltergefängnis Evin (Teheran) leiden um die 45 Christen, so die Aktion für Verfolgte Christen (AVC) – meist wegen «staatsfeindlicher politischer Aktivitäten», womit die Verkündigung des Evangeliums gemeint ist. «Suchende Muslime und Christen sollen sehen, dass es zu viele Probleme verursacht, wenn man Christ wird», so der Nachrichtendienst Middle East Concern (MEC). Zahlreiche Verhaftungen, wie die des Leiters der Teheraner Assembly of God Gemeinde, Masis Moussian, waren laut Mohabat News von Misshandlungen begleitet. Folter, Mangelernährung und fehlende medizinische Versorgung sind in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Auch die 36-jährige herzkranke Nassim Nagash Zargraran und der zu sechs Jahren Haft verurteilte Pastor Farsid Fathi leiden unter solchen Bedingungen. Er wird immer wieder in Einzelhaft genommen, der Besuch von Angehörigen wird dem 35-jährigen Vater von zwei kleinen Kindern verweigert. Harte Verhöre kennzeichnen seine Haft bis heute. Der Iran zählt zu den Ländern, in denen Christen im weltweiten Vergleich am brutalsten verfolgt werden, berichtet Open Doors und ruft die Christen dazu auf, das Schicksal der Geschwister im Iran nicht zu vergessen und ihrer im Gebet zu gedenken.