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Editorial

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Bibel ist von solcher Besonderheit, dass man Bücher mit der Schilderung dieser Besonderheiten füllen könnte, ja Bibliotheken. Wer einmal das Glück und die Gnade erfahren hat, zu erkennen, dass die Bibel «kein normales Buch» ist, sondern im Grunde genommen ein einziges Wunder, der ist ein verwandelter Mensch.

Er wird wohl weiter in den Mühseligkeiten stehen, die auch zum Leben gehören. Er wird weiter mit seinen Unvollkommenheiten hadern und (jetzt erst recht) damit, dass es ihm nicht gelingen will, vor Gott und den Menschen recht zu handeln, und doch: Er kann sich sicher sein, dass diese Bibel wahr ist und damit zum Quell eines Segens wird, der weiter und höher reicht als alle Vorstellung. Mag auch Schweres im Leben geschehen, so trägt diese Freude dennoch. Sie ist eine feste Zuversicht.

Es kann dabei helfen, die Bibel als ein einziges Wunder zu erkennen, wenn man sich einmal bewusst macht, dass das Leben als solches ein einziges Wunder ist. «Nur Staunen und Wundern» (siehe Text S. 32) können Wissenschaftler, wenn sie sehen, wie das Leben in der Natur durch eine jeweils angepasste Hülle geschützt wird. Das geht vom mikroskopisch Kleinen bis zur Atmosphäre, der unfassbar komplexen Schutzhülle unseres Planeten. Überall sehen Forscher die genialen Naturgesetze und die unbedingte Wahrheit, die sich in ihnen manifestiert. «Eigentlich ist es kein grosser Gedankensprung», heisst es in diesem Text, «von der Erkenntnis der wundersamen Perfektion, Funktionstüchtigkeit, Effizienz, Sinnhaftigkeit und zugleich Schönheit in der Natur zu der logischen Folge, dass sich dies alles ganz offenbar einem Schöpfer verdankt, der von einer alles überragenden Intelligenz ist.» Dass er Leben schafft und schützt, zeigt, dass dies ein liebender Gott ist.

Die Ordnung des Kosmos, das Leben auf der Erde und die Geschichte der Menschheit gehören zusammen. Sie sind vor Gott offenbar und bekannt.

Weder sind das Leben auf der Erde und die Natur das Ergebnis von willkürlichen Ereignissen und Zufällen, noch ist die Geschichte der Menschheit eine Abfolge sinnlosen Geschehens, welches nirgends hinführt. Die Ordnung des Kosmos, das Leben auf der Erde und die Geschichte der Menschheit gehören zusammen. Sie sind vor Gott offenbar und bekannt. All das ist Teil seiner Geschichte mit den Menschen. Die Ordnung der Welt und die Geschichte der Menschheit hat eine Herkunft und sie hat ein Ziel.

Dass auch die Bibel ein zielgerichtetes Buch ist, darauf hat der Naturwissenschaftler Prof. Werner Gitt in seinem Buch «So steht’s geschrieben» hingewiesen, in dem er die Wahrhaftigkeit der Bibel und ihre Textgenauigkeit darlegt – und auch die Tatsache, dass der Faktor Zufall bei der Erfüllung der vielen Prophetien im Lichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung gänzlich ausgeschlossen ist. Da sie sich aber dennoch erfüllt haben, sind sie ein überwältigender Beleg für die Wahrhaftigkeit der Bibel. Prof. Gitt zitiert an dieser Stelle 4. Mose 23,19: «Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?»

Die Bibel überschaut diese Heilsgeschichte und sie nimmt auch das Kommende in den Blick. Das zentrale Geschehen, welches noch aussteht und alles verändern wird, ist das Kommen des Messias. Das Eintreffen aller noch ausstehenden Prophezeiungen der Bibel – und damit auch die von der Wiederkunft Jesu – sind verlässlich, weil sich viele Vorhersagen bereits nachprüfbar erfüllt haben. Wir wissen nicht, wann sich die starken Messiaserwartungen, die man in Israel beobachten kann (Text ab S. 12), erfüllen. Aber wir können wissen, dass sie sich erfüllen werden.

Da sage noch einer, wie es in Journalistenkreisen heisst, nur schlechte Nachrichten seien gute Nachrichten.

Ihr Thomas Lachenmaier, Redaktionsleiter