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Andreas Baumann

Teresa von Avila

Wachsen in der Freundschaft mit Gott
160 Seiten, Francke Verlag
ISBN 978-3-86827-492-9

Teresa von Avila stand trotz ihrer antievangelischen Äusserungen schon länger auf meiner Liste der Personen, mit denen ich mich beschäftigen wollte. Hier war es aber besonders der Untertitel dieses Buches, der mich gepackt hat. Und ich wurde nicht enttäuscht: Andreas Baumann gelingt es, den Leser mitzunehmen auf eine Reise in Teresas Gedanken- und Lebenswelt, ihr Verständnis von Glaube und Nachfolge nachvollziehbar darzustellen und ihre wirklich lesenswerten, wertvollen Impulse zugänglich zu machen. Der promovierte Theologe schreibt das Buch aus evangelischer Perspektive und arbeitet den Kern dessen, was Teresas Freundschaft mit Gott ausmacht, in einzelnen Kapiteln heraus: ihre Art zu beten, ihre Liebe zu Gott und wie sie ihre alltäglichen Arbeiten für Gott und bewusst in seiner Gegenwart verrichtete. Ihr Fokus auf Christus, ihre Demut, ihre Weisheit haben mich sehr beeindruckt und mir wertvolle Impulse für meine eigene Freundschaft mit Gott gegeben. Kritische Punkte, die es in Teresas Schriften eben auch gibt, hat Andreas Baumann in einem «evangelischen Brief» im Schlusskapitel aufgegriffen und kommentiert, auch das auf seine feine, wertschätzende Art. Ein inspirierendes Buch, das den Glauben und das Denken ehrlich bereichert.

Judith Baumann (weder verwandt noch verschwägert)

William MacDonald
Im Zweifelsfall ein Einzelfall

Als Mann bewusst als Single leben 48 Seiten,
CLV Verlag, ISBN / EAN 978-3-89397-713-0

«Warum sagen wir unseren Kindern nicht einfach, dass Ehe zwar gut ist, aber dass das Leben als Lediger bestimmte Vorzüge im Dienst für den Herrn hat? Oder dass sie im Herrn tiefe Zufriedenheit finden können und nicht einen Partner brauchen, um glücklich zu werden? Wenn wir die Vorzüge des Ledigseins mehr herausstellen würden, könnten wir die Anzahl der Ausfälle aus dem christlichen Dienst beträchtlich verringern, und wir würden erleben, wie für den Herrn mehr erreicht wird.» (S. 44) Der Autor beschreibt in dieser Neuauflage von «Der bessere Weg» (CLV, 1993) das Leben als Lediger aus der Sicht eines Mannes – ein «heisses», oft verdrängtes oder totgeschwiegenes Thema – in der Hoffnung, dass der eine oder andere sich motivieren lässt, Jüngerschaft zu leben, indem er «das Bessere» wählt. Wie in allen Schriften MacDonalds fällt die feine, ausgewogene und auf Christus ausgerichtete Behandlung des Themas auf. Der Autor schreibt als Lediger und damit aus eigener Erfahrung. Er versteht es, den nach der Bibel «besseren Weg» ohne gesetzlichen Krampf mit dem Ziel vorzustellen, beim Leser – ob verheiratet oder ledig – Hingabe zum «ungeteilten Anhangen an den Herrn» zu wecken.

Wolfgang Bühne