

Schleimige Jagdwaffe: Stummelfüsser fangen ihre Beutetiere mit einem Sekret, aus dem sich feste Polymerfasern bilden, wenn sich die Opfer bewegen.
BIiochemie
Schiessen, Kleben, Fesseln, Knebeln
Und Stereo-Schiessen: Wissenschaftler staunen über Stummelfüsser und wollen von ihnen lernen.
factum-Redaktion
Die Natur ist immer wieder ein guter Lehrmeister – auch für Materialwissenschaftler. Die Stummelfüsser, die wie eine Mischung aus Würmern und Raupen aussehen, verschiessen zum Beutefang klebrige Sekretfäden mit wundersamen Eigenschaften. Diese versteifen sich unter Krafteinwirkung. Wenn die Opfer versuchen, sich zu befreien – das können Asseln, Spinnen oder Grillen sein –, dann verfestigen sich die Schleimfäden, sodass es erst recht kein Entrinnen gibt. «Die bei der Bewegung auf den Schleim wirkenden Scherkräfte sorgen dafür, dass dieser zu steifen Fäden aushärtet», erklärt Alexander Bär, Promotionsstudent beim Stummel-füsser-Experten Georg Mayer an der Universität Kassel, das Phänomen.
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