<
Leserbriefe

Was nicht sein darf

zu: «Die Grenze des Materialismus», 8/15

Werner Gitt ist einer der wenigen Rufer in der Wüste, der den Mut hat, gegen das Monopol von Materialismus/Evolution an den Hochschulen aufzustehen. Es wird langsam peinlich: Da forscht man mit grossem Aufwand in der Mikrobiologie, entschlüsselt den genetischen Code, was eine unerhörte, wichtige Entdeckung darstellt; aber dass der Erfinder dieser genialen Maschinen nur ein hochintelligenter Schöpfer sein kann, wird tunlichst unter den Tisch gewischt.

Fast jeder Mensch ist imstande, sich schöpferisch zu betätigen. Schöpfungstätigkeit ist daher weit verbreitet und als selbstverständlich anerkannt. Warum hat man trotzdem Hemmungen, die Entstehung des Lebens als Tätigkeit eines Schöpfers anzuerkennen? Kommt das vielleicht daher, dass die Vertreter der Evolutionsidee unter keinen Umständen von ihrem hohen Ross herabzusteigen gewillt sind? Man darf jedenfalls gespannt sein, wie diese Geschichte weitergeht.

Hansruedi Stutz, CH-Dietlikon

Wachen und Rufen

zu: factum allgemein

Wir sind sehr gesegnet und immer wieder ermutigt von Ihren Beiträgen.

In einer Zeit, in der sich viele Einzelne und auch ganze Gemeinden einschläfern lassen und den Blick auf Jesus und die Ewigkeit verlieren, sind Sie doch immer wieder am Aufrütteln, sagen auch unbequeme Wahrheiten, und vor allem unterstützen Sie uns und viele! Oftmals meint man sonst, dass hier niemand mehr klar denken kann und dass man mit seiner Meinung alleine dasteht. Da tut es gut zu wissen, dass andere auch noch am Wachen und Rufen sind!

Bettina und Volker Maile, DE-Fellbach

Ist ziviler Ungehorsam unbiblisch?

Antwort auf den Leserbrief von Lars Krüger, 2/16

Unter diesem Titel schreibt Lars Krüger im letzten factum, er sei zutiefst überzeugt, dass ziviler oder bürgerlicher Ungehorsam der staatlichen Obrigkeit gegenüber nie biblisch sei.

Diese Feststellung kann ich in ihrer Allgemeinheit nicht mit meinem Bibelverständnis vereinbaren. Es ist zwar völlig richtig, dass die Apostel Paulus und Petrus zum Gehorsam gegenüber der staatlichen Obrigkeit auffordern und dass dieser Gehorsam darum im Regelfall zu den Pflichten eines Christen gehört. Aus der Bibel geht aber ebenso klar hervor, dass die beiden Apostel unter der Obrigkeit eine rechtsstaatliche Obrigkeit verstehen, die sich für das wahrhaft Gute einsetzt und nach dem Willen Gottes handelt. So schreibt Paulus in der Fortsetzung seines Aufrufs zum Gehorsam (Römer 13,3 ff.), dass die Obrigkeit Gottes Dienerin sei und den belohnt, der Gutes tue und den bestraft, der Böses tue, und dass man die Obrigkeit nicht wegen guter Werke, sondern wegen böser Werke fürchten solle. Es ist also eine Obrigkeit gemeint, die sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzt und das Böse und den Bösen bestraft, und zwar an Gottes Massstab gemessen. Einer solchen Obrigkeit gegenüber gehorsam zu sein, ist schon eine Frage des Gewissens. Der römische Staat, dem Paulus gegenüberstand, war bekanntlich ein Rechtsstaat und für seine Rechtsvorschriften berühmt, auch wenn die staatlichen Organe sich nicht immer daran hielten. Eine ebensolche rechtsstaatliche Obrigkeit hat auch der Apostel Petrus in 1. Petrus 2,13 im Blickfeld. Er schreibt nämlich, dass wir jeder menschlichen Obrigkeit gegenüber untertan sein sollen, die von Gott zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun, gesandt oder eingesetzt sei. Wenn die Obrigkeit aber nicht mehr nach diesem Grundsatz handelt und gegen klare göttliche Weisungen verstösst, sind wir vom Gewissen her nicht mehr zum Gehorsam verpflichtet, ja, wir sind sogar aufgefordert, dem Widerstand entgegenzusetzen. So haben z. B. Petrus und die andern Apostel ihrer Obrigkeit gegenüber den Gehorsam verweigert und ganz klar gesagt: «Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen» (Apg. 5,29, vgl. auch Apg. 4,19). Das ist nichts anderes als ziviler Ungehorsam.

Wir leben zwar heute in einer Demokratie, die viele Grundsätze vom Christentum übernommen hat und deren Vorschriften in der Regel nicht zu echten Gewissenskonflikten führen. Sollte unsere Kultur aber antichristlich werden – eine Entwicklung, die nicht auszuschliessen ist –, könnte sehr wohl die Situation eintreten, dass wir fragen müssen, ob unser Gewissen dem Kaiser bzw. dem Staat oder eben Gott gehört und welchem Herrn wir dienen müssen. Ziviler Ungehorsam könnte dann in gewissen Punkten auch vom Glauben gefordert sein.

Ernst Gassmann, CH-Flaach

Eine Perle in vielerlei Hinsicht

zu: factum allgemein

Schon länger möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Arbeit sehr schätze und immer wieder so dankbar bin für die hervorragenden Beiträge. Für das sprachliche Niveau, für die saubere Grafik, für den Mut, Unbequemes zu nennen, zu hinterfragen, für die Treue zum Wort Gottes, für die immense Fleissarbeit, die in jeder Ausgabe steckt, und dass gut recherchiert wird.

Das sollte man alles erwarten dürfen, aber im Dschungel christlicher Presse und Infos ist factum eine Perle in vielerlei Hinsicht. factum stärkt den Glauben, hält den Leser in der Spur und ermutigt, klar zu denken, fordert heraus.

Ich wünsche Ihnen Gottes reichen Segen, Standhaftigkeit, Gesundheit und Vertrauen auf Gottes Leitung in der Wahl der Themen und ihrer Bearbeitung.

Regine Tholen, DE-Langgöns

Hinweise zu den Leserbriefen

Leserbriefe entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Um mehrere Zuschriften veröffentlichen zu können, gelten für Leserbriefe als oberste Länge 40 Zeilen à 60 Anschläge (oder 2000 Anschläge inkl. Leerzeichen). Kürzungen behalten wir uns vor. Sämtliche Zuschriften werden von uns gelesen, auch wenn nicht alle veröffentlicht werden können.

Die FACTUM-Redaktion