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LESERBRIEFE

Bei Christus war alles anders zum Leserbrief: «Der Tod Jesu aus medizinischer Sicht», 4/2012

Bei Tausenden von Gekreuzigten mögen die erwähnten medizinischen Fakten den Exitus erklären – beim Sohn Gottes war aber alles anders. Als einziger Mensch, der je auf dieser Erde war, hatte er Gewalt in sich selbst, sein Leben zu lassen, wann er wollte, und es wieder zu nehmen, wann er wollte! «Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst», sagte er in Joh. 10,18. Diesen «Sondererlass» hatte er von seinem Vater bekommen. Und der laute Siegesschrei, kurz bevor er «seinen Geist dem Vater übergab», nachdem er in jenen drei finsteren Stunden unsere Sündenschuld gesühnt hatte, war Bestätigung genug dafür, dass er weder an «Austrocknung» noch an Verblutung noch an «hypovolämischorthostatischem Kreislaufzusammenbruch» starb. Magdalene Szerbakowski, DE-Waldkirch i. Brsg.

In drei Tagen ans Rote Meer? zu: «Wo ist Midian, wo der Horeb?», 3/2012

Ich habe das Buch «Die Akte Exodus» (L. Möller) richtiggehend verschlungen und war fasziniert, allerdings nicht vom Ergebnis. Mich wundert in dieser Diskussion, dass niemand darauf eingeht, dass das Volk Israel schon am 3. Tag nach dem Auszug ans Rote Meer kam. Das berichtet Josephus (im Buch von Möller S. 289) und die Bibel (drei Übernachtungsplätze). Nach Möllers Route müssten die Israeliten 90 Kilometer pro Tag und Nacht gegangen sein. Das ist sehr zweifelhaft. Vorher auf Seite 206 ff. legt er lange aus, wie sie rund 10 Tage gebraucht haben, dann fällt ihm die Notiz von Josephus ein und schliesslich bringt er einen unstimmigen Vergleich mit Soldaten aus heutiger Zeit. Diese ca. 270 km durch den Sinai bis Nuweiba in 2,5 Tagen (am 3. Tag) zu schaffen, ist gänzlich unmöglich. Hier widerspricht sich der Autor deutlich. Die drei Tage zählen für mich zu den Hauptargumenten, weshalb Israel nicht bei Midian über das Rote Meer gegangen sein kann. Vielleicht hat der Autor diesen Punkt deshalb so kurz abgehandelt, weil sonst seine ganze Theorie, von der ich begeistert gewesen wäre, zusammenfallen würde. Cornelius Grauer, DE-Gomaringen

Hinweise zu den Leserbriefen Leserbriefe entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Um mehrere Zuschriften veröffentlichen zu können, gelten für Leserbriefe als oberste Länge 40 Zeilen à 60 Anschläge (oder 2000 Anschläge inkl. Leerzeichen). Kürzungen behalten wir uns vor. Sämtliche Zuschriften werden von uns gelesen, auch wenn nicht alle veröffentlicht werden können. Die FACTUM-Redaktion

Erst nach Monaten bedrängt? zu: «Wo ist Midian, wo der Horeb?», 3/2012

Mein einfältiger Glaube an die Bibel, dem inspirierten Wort Gottes, ist allergisch auf Alternativen und Hypothesen. Bei der Routendiskussion fällt mir auf, dass nur von der Überquerung die Rede ist, obschon der Grund dieses Wunders eher die Vernichtung des Feindes Israels bedeutet. Dies geht aus dem Loblied Moses, im folgenden Kapitel (2. Mose 15), hervor. Wenn die Reise ins Gelobte Land erst östlich des Golfs von Akaba begonnen hätte, müsste man annehmen, dass Israel erst nach monatelanger Reise vom Heer der Ägypter bedrängt worden wäre, eine Karawane von 600 000 Mann, Frauen und Kindern mit einer grossen Herde, ohne dass davon ein Wort in der Bibel steht. Kann man dies wirklich ins Auge fassen? Am 15. Tag des zweiten Monats kam Israel in die Wüste Sin. Wo ist die Wüste Sin oder Zin? Kann man nicht annehmen, dass diese Wüste der Halbinsel Sin-ai und dem Berg Sin-ai den Namen gegeben hat? Moses auf seiner Flucht müsste ebenfalls den Golf von Akaba überquert haben, wovon aber auch nichts in der Bibel steht. Haben wir wirklich «wissenschaftliche» Beweise nötig, um an die Bibel zu glauben? Wird mit solchen Hypothesen nicht die Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage gestellt? Übrigens: Im Süden von Gosen, westlich des Schilfmeeres, ist nach heutigen Karten immer noch eine Wüste. Friedrich Dubach, CH-Neuenburg

factum allgemein

Ich danke der Redaktion für all ihre Bemühungen rund um die Herausgabe von factum. Ich freue mich immer, wenn eine neue Nummer erscheint. Dieses Informationsheft ist für die Menschheit äusserst wichtig, und ich wünsche ihm weiteste Verbreitung. Dipl. Ing. HTL Paul Studer, CH-Gondiswil

Islamistische Propaganda zum Leserbrief von Heiner Stamm in factum 5/2012

Die Behauptungen von Herrn Stamm resultieren aus der islamistischen Propagandamaschinerie. Dass Israel «seit der Staatsgründung sein Mandatsgebiet auf das Doppelte ausgeweitet» habe, ist eine Lüge. Die Völkergemeinschaft hatte das ganze Westjordanland zusammen mit den weiteren Landesteilen an Israel vergeben. Dann kam der Jordanier und besetzte die «besetzten Gebiete» völkerrechtswidrig, bis dass Israel sie sich zurückholte. Von «und kontrolliert heute als Besatzungsmacht ... die Palästinensergebiete» kann daher nicht gesprochen werden, ohne die islamistische Lügenkaskade zu unterstützen. Welchen «Frieden» stellt sich Herr Stamm denn überhaupt vor? Olaf Severin, DE-Siegen

Schwindendes Christentum im Vorderen Orient zu: «Wohin wenden?», 4/2012

Die bedrängte Lage der Christenheit im Vorderen Orient existiert nicht nur in den arabischen Ländern, sondern auch in der Türkei. Die Verfolgung der Christen hat schon in der Endphase des Osmanischen Reichs dramatisch zugenommen, denn es kam im 1. Weltkrieg (1914/15) zum Genozid an den zahlreichen christlichen Armeniern in Kleinasien. Dann folgte 1923 die Vertreibung der christlichen Griechen (ca. 1,5 Mio.) aus ihren uralten Siedlungsgebieten an der türkischen Westküste nach Griechenland.

Im türkischen Nationalstaat seit Kemal Atatürk besteht zwar formal Religionsfreiheit, aber nur für Privatpersonen. Christliche Religionsgemeinschaften als solche geniessen keine Anerkennung. Christliche Kirchen-Neubauten werden dort bis heute nicht zugelassen. De facto ist der Islam nicht nur in der Türkei, sondern im ganzen Vorderen Orient privilegierte Staatsreligion. Da wundert es nicht, dass von dort immer mehr Christen wegen der islamischen Bevorrechtigung nach den USA oder Westeuropa emigrieren. Eine ganz andersartige Entwicklung nahm aber Südosteuropa, also der Balkan, obwohl auch er viele Jahrhunderte unter osmanisch-islamischer Fremdherrschaft stand. Im Gegensatz zu den frühchristlichen Ländern, nämlich Kleinasien (heutige Türkei), Syrien und Nordirak, blieben die meisten Balkanvölker trotz ihrer langen Unterdrückung durch den Islam christlich, insbesondere die Griechen, die Bulgaren, die Serben, die Montenegriner, die Rumänen, sowie die Hälfte der Bosnier und auch ein Drittel der Albaner.

Alle diese Balkanvölker haben der Versuchung widerstanden, durch Annahme des Islam der islamischen Kopfsteuer für Christen und auch sonstigen Benachteiligungen der Christen zu entgehen. Es ist jedenfalls Tatsache, dass die meisten Balkanvölker trotz der langen und drückenden Herrschaft der islamischen Osmanen dem Christentum treu blieben, während die kleinasiatischen Völker (das waren zumeist gar keine Türken) sich schliesslich dem Islam ergeben haben, ausser den Armeniern und den kleinasiatischen Griechen. Vermutlich war in Kleinasien das Christentum innerlich doch nicht so fest in der Bevölkerung verankert oder es müssen kulturelle Gründe für diese unterschiedliche Entwicklung gegenüber dem Balkan ausschlaggebend gewesen sein. Noch heute zählt der Balkan begrifflich zum historisch christlich geprägten Europa, während die heutige Türkei schon im Altertum als Teil Asiens empfunden wurde, wie schon der antike Name Kleinasien das deutlich macht. Die andersartige kulturelle Prägung dieser beiden Kontinente hat sicherlich zu dieser unterschiedlichen Entwicklung auch in religiöser Hinsicht mit beigetragen. Gerhard Schwarz, DE-Tübingen

Danke für diesen Weckruf zu: «Zwischenruf: Wie im Krieg», 5/2012

Vielen Dank für den Weckruf durch das Zitat aus John Piper’s Texten. Da werden Dinge genannt, die wir manchmal brauchen, um zu erkennen, wo wir uns befinden und was wir vielleicht anders und besser machen könnten. Wenn wir im Glauben leben, dann stehen wir geistlich gesehen nicht nackt und bloss da, sondern sind gerüstet. Wir dürfen Jesu Angebot annehmen, uns auszurüsten, dann erstarken wir in Ihm und in der Macht Seiner Stärke (Epheser 6,10). Wie gut tut es, in dem Zusammenhang auch Epheser 6,13–19 zu lesen. Michael Schmidt, DE-Kastellaun