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LESEBRIEFE

Glaube an die Evolution ist eine Religion zu: «Wer der Erkenntnis folgt» und «Unfreiheit der Forschung, 9/2013

Hut ab vor Richard Sternberg und Guillermo Gonzalez, zwei Wissenschaftern, die ehrlich forschen und ihre Ergebnisse sachlich begründen können und dies auch tun trotz der Anfeindungen vonseiten der Evolutionisten, die sich im Grunde nur wegen ihrer Überzahl stark fühlen und diese Forscher mit unwissenschaftlichen Methoden bekämpfen. Wie soll man das anders nennen, wenn nach dem Motto gehandelt wird: «Das darf nicht wahr sein»? Darwins Thesen sind rund 150 Jahre alt. Ist es nicht merkwürdig, dass sie bis heute als wissenschaftliche Basis für die Entstehung des Universums hochgehalten werden? Wissenschaft ist die Erkenntnis von Dingen aufgrund von objektiver Forschung bzw. Untersuchung. Kann man da noch von Wissenschaft reden, wenn eine 150 Jahre alte Hypothese als unumstössliches Fundament betrachtet wird und man fortwährend versucht, alle Forschungsergebnisse so zu interpretieren, dass sie in dieses Denkmodell passen? Neu gewonnene Erkenntnisse ersetzen alte Ansichten nicht, sondern sie werden den ursprünglichen Ansichten entweder angepasst, oder man ignoriert sie völlig. Somit ist der Evolutionsglaube eine Art Religion. Religion könnte man folgendermassen definieren: Sie ist ein von Menschen verfasstes Gedankengebilde, dem sich seine Anhänger verschrieben haben. Der Mensch, ganz gleich, welcher Religion er anhängt, sieht die Welt, in der er lebt, durch seine religiöse Brille und interpretiert sie entsprechend. Er selbst mag von Wahrnehmung sprechen, aber tatsächlich handelt es sich um Interpretation. Hinzu kommt, dass Religion moralisch vertreten wird, d. h., die religiöse Überzeugung wird militant verteidigt. Der Andersdenkende ist nicht nur im Irrtum, nein, er hat unrecht, und dieses Unrecht muss bekämpft, ja ausgemerzt werden. Das ist der Grund, weshalb religiöse Überzeugungen meist hartnäckige Auseinandersetzungen zur Folge haben. Dieses Phänomen ist nichts Neues unter der Sonne. Der Mensch glaubt, wem oder was er glauben will. Der erbittertste Feind der Wahrheit ist die Religion. In seiner Auseinandersetzung mit den Juden, die auf ihre Religiosität pochten, sagte kein Geringerer als der Sohn Gottes selbst zu ihnen: «Weil ich euch die Wahrheit sage, glaubt ihr nicht» (Joh. 8,45). Er sagte nicht: Obwohl ... , sondern: weil ... Das ist ungeheuerlich, aber es wiederholt sich seit diesen Worten Jesu immer wieder bis heute. Religion ist nicht – wie meistens behauptet wird – nur dann Religion, wenn ein Glaube an eine höhere Instanz vorliegt. Atheisten meinen zwar, dass sie keiner Religion angehören, weil sie die Existenz eines Gottes leugnen. Aber genau hier liegt ihr Irrtum: Ihr Glaube an die ewige Materie oder an den Menschen als das Mass aller Dinge ist ein religiöser Glaube, den sie nicht nur für sich vertreten, sondern den sie militant verteidigen. Gerade dadurch haben sie den Evolutionsglauben zu einer Religion gemacht. Wer dem anderen das Wort verbietet, also Gewalt anwendet, um sein Gegenüber zum Schweigen zu bringen, der missbraucht die Macht, die er hat, und er steht dem wissenschaftlichen Fortschritt im Wege. Diese Vorgehensweise der Evolutionisten erinnert an die Art, wie der Islam in den Gegenden herrscht, wo er die Mehrheit hat. Andersdenkende werden benachteiligt oder unterdrückt. Warum bekämpfen die Evolutionisten den Gedanken an Intelligent Design (ID) so entschieden? Wer das ID vertritt, ist noch nicht automatisch bibelgläubiger Christ, aber die Evolutionisten setzen ID-Vertreter den Kreationisten gleich. Der Grund dafür ist wohl darin zu suchen, dass die Anhänger der Evolutionstheorie genau wissen, dass eine Anerkennung des ID zur logischen Folge hat, dass der Mensch dem Designer verantwortlich ist, und das darf nicht sein. Dieselbe Sturheit begegnet uns bei den Pharisäern zur Zeit Jesu auf dieser Erde: Sie bekämpften die Wahrheit. Sie wollten nicht wahrhaben, was der Herr Jesus ihnen sagte. Da die Evolutionstheoretiker in der Mehrzahl sind und politisch auch am längeren Hebel sitzen, sind die andersdenkenden Wissenschaftler die Verfolgten. Das haben Richard Sternberg und Guillermo Gonzalez am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Nun ist es schade, dass die fünf Wissenschaftler auf dem Gruppenfoto auf dem Campus der Seattle Pacific University sich nur anonymisiert fotografieren liessen aus Furcht vor schweren Nachteilen bis hin zum Verlust der Arbeitsstelle. Sie wären bestimmt nicht die Ersten, die Gott durch solch eine Prüfungszeit hindurchgetragen und versorgt hätte. Schade, dass sie gewillt sind, mit dem Strom zu schwimmen. Eigentlich sollte uns die Anfeindung vonseiten der Evolutionisten stark machen, weil wir wissen, dass niemand ein Luftschloss bekämpft, wohl aber etwas Reales. Und wer dem Schöpfer des Universums glaubt, steht auf realem Boden. Friedhard Lipsius, Nan, Thailand