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LESERBRIEFE

Das Märchen von der Entstehung von leben zu: «Hawking und Gott», 2/2012

Wissenschaftler suchen im Kosmos nach Planeten und finden auch unzählige, von denen etliche erdähnlich sein könnten. Aber was soll das? In der habitablen Zone um ein Sonnenge­ stirn, wie es bei unserer Erde der Fall ist, kann man unter noch weiteren Naturkonstanten wohnen. Aber entsteht deshalb Le­ ben? Denken wir uns 1000, 1 000 000, ja Milliarden von erd­ identischen Planeten. Aber entsteht deshalb auf ihnen Leben? In einem Kinderlied heisst es: «Backe, backe Kuchen. Der Bä­ cker hat gerufen. Wer will guten Kuchen backen, der muss ha­ ben sieben Sachen: Zucker und Salz, Eier und Schmalz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl.» Alle diese Kompo­ nenten finden sich doch in jedem Supermarkt. Entsteht des­ halb im Supermarkt Kuchen? – Warum denn nicht? Es ent­ steht doch – so glauben nicht wenige Wissenschaftler – auch auf allen Planeten, die Lebensbedingungen erfüllen, Leben. Warum soll nicht im Supermarkt morgen ein Kuchen ent­ standen sein? Ich wette, du wirst morgen im Supermarkt dein Wunder erleben. Es ist doch ein Kuchen entstanden! Du meinst, ich habe die Bäckerei vergessen, die über Nacht den Kuchen für den Supermarkt gebacken hat – und du hast vergessen, dass Gott von allen Planeten im gesamten Kosmos den unseren so geliebt hat, dass er dir und mir eine Stelle auf der Erde angewiesen hat, auf der wir beide Licht und Salz für die übrige Menschheit sein sollen. Das erste Blatt der Bibel ist klüger als alle Universitäten der Welt zusammen. Die sogenannte Wissenschaft versucht dies seit langem zu widerlegen, aber es ist ihr nicht gelungen, Gott zu widerlegen. Hans Joachim Schultz, DE-Ahrensburg

Weiter so! zu: factum allgemein

Als gläubiger katholischer Christ und Abonnent des Magazins factum, das ja grösstenteils zum evangelikalen Lager gehört, möchte ich der Redaktion dieser Zeitschrift meine Hochach­ tung zukommen lassen. Im christlichen Bereich nimmt factum eine gehobene Stellung ein. Es gibt nicht viele christli­ che, wertkonservative Zeitschriften in diesem Stil und Niveau. Auch wenn ich nicht immer mit allen Autoren ganz einig gehe, will ich trotzdem sagen: Weiter so! Jürgen Eckmann, DE-Ingolstadt

Hinweise zu den leserbriefen

Leserbriefe entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. um mehrere Zuschriften veröffentlichen zu können, gelten für Leserbriefe als oberste Länge 40 Zeilen à 60 Anschläge (oder 2000 Anschläge inkl. Leerzeichen). Kürzungen behalten wir uns vor. Sämtliche Zuschriften werden von uns gelesen, auch wenn nicht alle veröffentlicht werden können. Die FACTUM-Redaktion

Mörderische Gesellschaft zu: «Mord ohne Skrupel, in Serie», 9/2011

In diesem Artikel wird unter Berufung auf die Amadeu­Anto­ nio­Stiftung angegeben, dass in 20 Jahren 182 Menschen Op­ fer rechtsextremer Gewalt wurden. Diese Zahl macht betrof­ fen. Der sächsische Ministerpräsident Stanislav Tillich sagte unlängst, die Döner­Morde hätten gezeigt, dass es nicht mög­ lich sei, in Deutschland sein Leben in Sicherheit und Gebor­ genheit zu verbringen. Dies sei nicht hinnehmbar. Hierin ist ihm recht zu geben. Wie aus factum Nr. 8/2011, Seite 9, unter dem Titel «Zahl der Suizide steigt» zu entnehmen ist, sterben in Deutschland jährlich über 2200 Menschen durch Mord und Totschlag. Sta­ tistisch gesehen sind 9,1 davon Opfer rechtsextremer Ge­ walt; das sind 0,42 %. In zwanzig Jahren dürften also mehr als 44 000 Menschen in der Bundesrepublik ermordet worden sein. Nimmt man diese abgerundete Zahl als Grundlage, blei­ ben 43 818, die aus anderen als rechtsextremen Motiven um­ gebracht wurden. Wenn es gelingt, rechtsradikale Gewalt kon­ sequent zu unterbinden, so ist dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein im Bemühen um die Sicherheit der Bürger.

Zu jedem Ermordeten gehört ein Mörder. Heisst das, dass 44 000 Mörder unter uns sind? Wie viele davon sind noch auf freiem Fuss? Oder handelt es sich um 2200 Mörder, die jedes Jahr einen Menschen töten? Oder sind es 42 Berufsmörder mit je einem Opfer pro Woche? Sind es alles Deutsche, oder gibt es auch Mörder mit «Migrationshintergrund»? Aus welchen Mo­ tiven wird gemordet, wenn sie nicht rechtsextrem sind? Links­ extremismus, Gier, Raub, Zweckmässigkeit, perverser Trieb, Befriedigung, Genuss der Macht? Wer sind die Opfer – Expart­ ner, Geschäftskonkurrenten? Gibt es bessere und schlechtere Motive zum Töten? Sind die Mörder mit den «edlen» Motiven besser als die anderen? Kann man «für eine gute Sache» tö­ ten? Ich denke, für jemand, der die Dinge vor dem Menschen­ bild der Bibel betrachtet und den Nächsten mit den Augen Jesu sieht, dürfte die Antwort nicht schwer fallen. Im gesell­ schaftlichen Diskurs ist dies offensichtlich nicht so eindeutig, wenngleich das niemand offiziell zugeben würde. Micha Letterer, DE-Zwota

Jesus ist Gottes Sohn zu: «Streit um Weihnachten», 9/2011

Herzlichen Dank für den hervorragenden Artikel von Alexan­ der Schick. Es ist ihm sehr gut gelungen, auf verschiedenen Ebenen (historisch, exegetisch, ...) klar aufzuzeigen: Jesus ist wirklich Gottes Sohn. Er ist von einer Jungfrau geboren. Er­ wähnen möchte ich, dass es in der Übersetzung «Gute Nach­ richt Bibel» (Ausgabe 2000 Deutsche Bibelgesellschaft) in Jesaja 7,4 schon «junge Frau» heisst. Magdalene Zimmermann, DE-Senden-Aufheim

Matthäus hat sich nicht geirrt zu: «Streit um Weihnachten», 9/2011

Nachdrücklich verteidigt Alexander Schick die Jungfrauenge­ burt, wie sie das Neue Testament und das Credo der alten Kir­ che bezeugen. Die Geburt aus einer jüdischen Mutter zeigt, dass Jesus voll Mensch ist, blutsverwandt mit der Mensch­ heitsfamilie als deren Haupt und «neuer Adam» (1. Kor. 15,45) und als Jude mit seinem jüdischen Volk. So wurde er unser Bruder, «uns in allem gleich ausser der Sünde» (Hebr. 2,11; 4,15). Dass er nicht von einem menschlichen Vater gezeugt ist, zeigt überdies, dass Gott in einzigartigem Sinn sein Vater ist, als sein ewiger Sohn (Luk. 1,35), und dass durch sein Kom­ men die Kette der sich im Menschengeschlecht fortzeugen­ den Sünde durchbrochen wird und die Heilszeit beginnt. Wir sind «von unten», er kommt «von oben», als Mittler zwischen Himmel und Erde (Joh. 3,31; 8,23). Damit gehört die Jungfrau­ engeburt zum Fundament unseres Glaubens. Matth. 1,23 sieht die Jungfrauengeburt als Erfüllung von Jes. 7,14: «Dies alles ist geschehen, damit in Erfüllung gehe, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe, die Jung­ frau wird empfangen ...» Bei Jesaja steht für Jungfrau «’alma», was «junge Frau» (nicht unbedingt Jungfrau) bedeutet. Ale­ xander Schick wie der Leserbrief in factum 2/12 verteidigen die Lutherübersetzung «Jungfrau» von Jes. 7,14, die in der auf 2017 erwarteten Revision durch «junge Frau» ersetzt werden soll. Dieser Konflikt löst sich leicht, wenn man beachtet, dass Matthäus nicht nach der hebräischen Bibel, sondern nach der griechischen Bibelübersetzung, der Septuaginta (LXX), zitiert, wo eindeutig «Jungfrau» steht. Ein Grossteil der alttestament­ lichen Bibelzitate im griechischen Neuen Testament stammt aus der LXX, welche an manchen Stellen von der hebräischen Vorlage abweicht, was aber von den neutestamentlichen Au­ toren und Kirchenvätern nicht als Verfälschung, sondern als inspirierte Weiterentwicklung angesehen wurde. Also hat sich Matthäus nicht geirrt, wenn er im Wunder der Jungfrauengeburt die alte Verheissung erfüllt sah. Auch ist die Übersetzung «junge Frau» in Jes. 7,14 durchaus korrekt, wenn man in der Fussnote erwähnt, dass die griechische Bibel, aus der das Zitat von Matth. 1,23 entnommen ist, dies legitim als «Jungfrau» interpretiert. Tilbert Moser, CH-Olten