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Editorial

EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser

Viele Menschen wollen von dem wahren Gott nichts wissen, obwohl doch sicher mancher ahnt und spürt, dass dieser Gott der Bibel der wahre Gott ist. Sie wissen, dass alles Wahre und alles Gute einen Preis hat, und den hat es ja auch. Also gibt sich mancher lieber Tand und Trivia hin, wiegt sich in der Illusion, hier und da gäbe es Rettung und Hilfe – oder es brauche gar keine. Sie wechseln diese Götter nach Belieben, die doch keine sind und nicht helfen können; «so viele Städte, so viele Götter hast du». Wie verkehrt ist es, die Herrlichkeit Gottes einzutauschen gegen Gefühlskitsch und Talismänner, die ja nicht helfen können (vgl. Jer. 2, 11.28).

Etwas anderes als das Beste fällt uns nicht mehr ein. Und das ist, weil jetzt wirklich nichts anderes mehr helfen kann.

Das Volk, welches Gott verlässt, der den rechten Weg leiten will, muss am Ende in einem Lande wohnen, in dem es nicht leben will. Es wird dunkel. Wo Recht war: Unrecht. «Wir können die Tiefe des Untergangs noch nicht begreifen», las ich. «Was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen Gott zu verlassen und ihn nicht zu fürchten, spricht Gott, der HERR Zebaoth» (V. 19). Ein solches Land wird «zuschanden werden samt seinen Königen, Fürsten, Priestern und Propheten» (V. 26). «Das stolze Unkraut steht hoch», las ich weiter, «seine Zeit ist endlich gekommen.» Aber auch: «Sein (Gottes) Weizen ist gebeugt und reif.» Aber, was hat das zu bedeuten? Es bedeutet: Sein Reich kommt, im Himmel wie auf Erden. Deshalb muss das Weltsystem sterben. Es reckt sich noch einmal zur vollen Grösse.

Immer schon, und jetzt, braucht es den wahren Gott, und zwar deshalb, weil es ihn gibt. Weil er die Wahrheit ist. Sich ihm zu öffnen, nach ihm zu fragen, mit Dank zu ihm kommen: Das ist das Beste – für jeden einzelnen Menschen, für jede Familie, für jedes Land. Etwas besseres als das Beste fällt uns nicht mehr ein, weil jetzt wirklich nichts mehr helfen kann. Warum dann nicht auf dem Absatz kehrt machen und sein Wort lesen, ihn bitten, er möge sich einem offenbaren? «Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein.» Es gibt grosse Widerstände, das offenkundig die Not wendende zu tun. Leider muss der Prophet noch anfügen: «Aber ihr wollt nicht» (vgl. Jes. 30,15).

In ungleich ärgerem Masse als jemals zuvor in der Geschichte sind die Menschen dieser Zeit in einer Unruhe, die keine Rast kennt. Aber: Dem Overkill an Beunruhigung kann entkommen, wer sich dem göttlichen «Aber» der Heiligen Schrift zuwendet und sich ernstlich diesem Bibelwort aussetzt und kraft seines Geistes der Seele die Richtung angibt: «Aber sei nur stille zu Gott meine Seele: denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.» Was ist es für ein Segen, wenn ein Mensch das Psalmwort sagen kann: «Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.» Hat jemand etwas zu verlieren?

Der Rabbiner Dr. Max Wertheimer sagte, nachdem er zum Glauben an Jesus gefunden hatte: «Wie wirklich tröstend und herrlich sind aber die Worte unseres Heilandes für alle, die ein gebrochenes Herz haben: ‹Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.›» Der Rabbiner fasste die Botschaft, die doch Frieden in jedes Herz geben kann, in diese Worte, und er benannte den Auftrag, der daraus resultiert: «Es gibt nur ein ewiges Leben und auch nur eine Quelle des ewigen Lebens, und diese ist in dem Sohne Gottes. Welch eine grosse und herrliche Botschaft ist uns, Seinen Erlösten, anvertraut; lasst uns sie heute weitergeben.»

Ihr Thomas Lachenmaier, Redaktionsleiter