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Editorial

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Am Ende siegt Gott. Das ist die überragende Wahrheit über allem Bösen in der Welt. Deshalb steht die Bibel, das Wort Gottes, ganz im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Der Bibelexperte Alexander Schick erinnert an Luthers «Newe Testament Deutzsch», das einschlug wie eine Bombe. Der Theologe Rolf Hille erklärt, weshalb die Bibel im Wortsinn glaubwürdig ist. Und Paul Dengler stellt den in den Mittelpunkt, der die Wahrheit buchstäblich verkörpert: Jesus Christus. Die Bibel ist Gottes Wort. Deshalb dürfen wir dieses göttliche Prinzip als Trost annehmen: «Ihr gedachtet, es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte, es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tag ist, nämlich am Leben zu erhalten ein grosses Volk» (1. Mose 50,20).

Die Feinde Israels haben die Nation Israel gezwungen, eine starke, eine flexible und intelligente Armee zu entwickeln. Die Feinde gedachten, es böse zu machen. Aber die Israel Defense Forces (IDF, Israelische Verteidigungskräfte) sind dem Land zum Segen geworden. Nicht nur, weil sie Angriffe abwehren und die Menschen schützen konnte. Die IDF ist eine riesige Integrationsmaschine. Zuwanderer aus vielen Ländern und Sprachen, aus extrem verschiedenen Kulturen finden sich hier und lernen sich kennen, durchlaufen eine intensive gemeinsame Zeit, finden hier zu Gemeinschaft.

Die Feinde Gottes gedenken, es böse zu machen. Wie gut ist es zu wissen, dass Gott gedenkt, es gut zu machen. Sein Wille ist es, der über aller Geschichte steht.

In Jerusalem und an den vielen Stätten biblischer Landesgeschichte, wie etwa auf Masada, sieht man häufig Gruppen von jungen Wehrdienstleistenden. Sie durchlaufen ein Bildungsprogramm in jüdischer Geschichte, in Geografie und Landeskunde. Die Erfahrungen der Militärzeit, die Exkursionen, die Gewaltmärsche, die gemeinsam durchgestandene Gefahr und Angst stiften eine gemeinsame Identität. Vielleicht wäre Israel stärker in der Gefahr des Zerfalls in multiple Ego-Interessen und voneinander getrennte Milieus – wie wir das in anderen westlichen Ländern sehen können –, wenn diese Armee nicht notwendig gewesen wäre. Die Feinde Gottes gedachten, es böse zu machen, aber Gott gedachte, es gut zu machen. Die IDF ist den Feinden zahlenmässig absolut unterlegen. Sie muss das kompensieren. Die notwendige Innovationskraft beflügelt Wirtschaft und Wissenschaft. Darüber hinaus weiss Israel, dass es auf Gottes Hilfe angewiesen ist und dass Gott geholfen hat – und hilft. Die Bedrohung führt Israel ins Gebet. Sie gedachten, es böse zu machen ...

Wie das Land Israel, so wird auch seine Armee mit Verleumdungen überzogen. Aber wo sonst gibt es eine Armee, die, wie im Gazakrieg, zivile Bewohner unmittelbar vor der Bombardierung eines Hamas-Waffenlagers mitten im Wohngebiet mit Handyanrufen und Flugblättern warnt? Wo sonst gibt es eine Armee, die für die Menschen im feindlich gesonnenen Nachbar- und Bürgerkriegsland medizinische Versorgung gewährt und Krankenwagen und medizinisches Gerät in dieses Land bringt? Prof. Benjamin Ish-Shalom berichtet im Interview (ab S. 14) von den besonderen Herausforderungen der israelischen Armee und von den Programmen, die eine moralische Haltung und verantwortliches Handeln in extremen Stress-Situationen fördern. Gibt es noch eine Armee auf dieser Welt, die ihre Soldaten in ethischem Verhalten trainiert?

Die Lage Israels ist heute vergleichbar mit der vor dem Sechstagekrieg 1967. Tausende Iraner kämpfen in Syrien, der Libanon ist Geschützstellung der Mullahs. Aber Gottes Wille steht über aller Geschichte. Er gedenkt, «es gut zu machen».

Ihr Thomas Lachenmaier, Redaktionsleiter