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EDITORIAL

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

Sind Sie auch davon überzeugt, nicht so schnell jemandem auf den Leim zu gehen?

Und wie steht es mit dem Meisterbetrüger par excellence? Nie auf ihn reingefallen, trotz seines endlos variierbaren Vorrats an Täuschungen? Gekonnt passt er sie den Neigungen seiner Opfer an. Wie ein erfahrener Fischer sucht er den Köder aus, von dem er weiss, dass er die grösste Anziehungskraft auf seine Beute ausübt:

«Was du getan hast, ist zu schlimm, als dass Gott dir das vergeben könnte.»

«Gott ist nicht wirklich gut, sonst hätte er das nicht zugelassen.»

«Gott ist genau wie dein machtmissbrauchender Vater.»

«Gottes Ordnungen schränken dich zu sehr ein.»

«Du bist nichts wert.»

«Man kann dir nicht zumuten, mit unerfüllten Wünschen zu leben.»

«So schlecht handelst du gar nicht.»

«Beruflich Karriere zu machen ist befriedigender, als für die Kinder da zu sein.»

«Ohne einen Ehepartner wirst du nie glücklich.»

«Was du fühlst, muss wahr sein.»

Kaum zu glauben, auf welche Lügen wir in den unterschiedlichsten Lebensbereichen hereinfallen.

Lebenslügen, die uns Satan, der Vater der Lüge, auftischt, versklaven uns. Dabei spielt es ihm überhaupt keine Rolle, was wir glauben, solange es nicht Gottes Wahrheit entspricht. Sie ist das Einzige, dem er nicht gewachsen ist, lässt sie seine Herrschaft doch im Nu zerfallen. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht er deshalb, den Opfern Sand in die Augen zu streuen, damit sie die in ihrem Leben eingenisteten Lügen nicht als solche erkennen. So hält er den Teufelskreis aus Bemühung – Versagen – Anklage – Sünde – Schuldgefühl aufrecht und verhindert, dass Menschen wirkliche Freiheit in der Beziehung zu Gott erleben.

«So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!»
Galater 5,1

Lebenslügen sind der Hauptgrund für unser Unglücklichsein!

Irrtümern aufzusitzen, um die Wahrheit betrogen worden zu sein, ist eine bittere Angelegenheit. Das Heimtückische solcher Lebenslügen besteht eben darin, dass sie uns so lange schaden, wie sie uns als die reine Wahrheit erscheinen. Unser natürliches Denken ist in Bahnen gefangen, die dem Willen Gottes entgegengesetzt sind. Als Christen sollten wir das Bestreben haben, uns von diesen zerstörerischen Denkmustern zu lösen und einen Weg zu betreten, der durch biblische Wertvorstellungen gekennzeichnet ist. Der Heilige Geist deckt auf, wo wir Gottes Wort nicht beachten. Sein Wort ist Wahrheit! Wir können die Lügen des Teufels, die sich in uns verfestigt haben, nur zerstören, wenn es unser Leben ganz bestimmt, prägt und unser Denken korrigiert. Das heisst, sich der Lüge entgegenzustellen und sie mit Gottes Wort zu widerlegen: «... und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi» (2. Kor. 10,5 b). Es hat übernatürliche Macht und wir dürfen darauf vertrauen, dass es uns frei macht.

Wir brauchen keine Angst zu haben vor den Taktiken Satans. Dennoch ist es unmöglich, jede seiner Fälschungen zu erkennen. Aber wir schenken dem Meisterfälscher nicht so leicht Glauben, wenn wir mit dem «Original» vertraut sind! Je besser wir es kennen, desto schneller nehmen wir auch kleinste Abweichungen wahr. Suchen wir deshalb täglich die Gemeinschaft mit Jesus, lesen betend die Bibel, forschen in seinem Wort und bitten, dass Er uns zeigen möge, wo sündhafte Denkmuster unser Leben blockieren.

Halten wir doch diese frohmachenden Zusagen aus Gottes Wort jeden Tag fest: «Ich bin angenommen in Christus durch seinen stellvertretenden Tod für mich» 1 ; «Gott liebt mich und will das Beste für mich» 2 ; «Gott ist immer noch gut, auch wenn die Umstände schlimm sind» 3 ; «Gott genügt immer» 4 ; «Gott ist ganz und gar vertrauenswürdig» 5 ; «Gott macht keine Fehler» 6 ; «Gott steht zu seinem Wort» 7 .

In dieser Ausgabe finden Sie wieder viele Zeugnisse, wie Gott Menschen aus Lebenslügen und Verstrickungen befreit hat.

1 Kol. 1,13 + 14 
2 1. Joh. 3,1a; Röm 8,28 
3 Psalm 23,4 
4 2. Kor. 9,8 
5 Jer. 17,7 
6 Psalm 119,137 
7 Psalm 33,4

Herzlich, Ihre

Daniela Wagner-Schwengeler