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DRAUSSEN AUF DEM Feld

Ein Spitalseelsorger besucht die Patienten. Um sie mit Namen ansprechen zu können, schaut er vor der Tür oder am Bett nach dem Namensschild. Eines Tages kommt er zu einem Mann, auf dessen Karte nur der Name «Feld» steht. Er begrüsst ihn und fragt dann etwas unsicher: «Da steht kein Vorname ...»

Der Patient antwortet: «Ich heisse einfach nur Feld. Ich habe keinen Namen, keine Eltern und keinen Geburtstag. Man hat mich als Säugling auf einem Feld ausgesetzt und dort gefunden. Darum heisse ich einfach nur Feld. Ich bin nicht gewollt und nicht geliebt, habe kein Zuhause und keine Angehörigen. Da passt doch der Name ‹Feld›.»

Ungeliebt, ausgesetzt und heimatlos, so fühlt sich so mancher Zeitgenosse.

Aber es ist Weihnachten geworden für alle, die sich nach Annahme, nach Liebe und einer Heimat sehnen! In dunkler Nacht auf einem Feld bekamen die Hirten die frohe Nachricht: «Euch ist heute der Heiland geboren.»

Und wiederum draussen vor der Stadt auf einem Hügel, ausgesetzt und preisgegeben wie ein Verbrecher, starb Gottes Sohn. Als wollte Gott sagen: Draussen auf dem Feld, wo ihr wohnt, ungeborgen und heimatlos, da komme ich hin und mache euch Feldkinder zu Gotteskindern. Bei mir bekommt ihr einen Namen, Identität, eine Heimat. Bei mir seid ihr geliebt und gewollt, angenommen und sicher.

Auf welchen Feldern wir auch wohnen – durch den Glauben an Jesus bleiben unsere Namen für immer im Lebensbuch geschrieben. Wir werden Teil der göttlichen Familie, bekommen Würde und eine herrliche Zukunft. n

überliefert