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EDITORIAL

Editorial

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

James Irwin, der 1971 als achter Mensch seinen Fuss auf den Mond setzte, schrieb: «Der grösste Tag in der menschlichen Geschichte war nicht, als der erste Mensch den Mond betrat, sondern der grösste Tag in der Geschichte war, als Gottes Sohn auf die Erde kam.»

Einmal Erde und zurück hiess für Jesus nicht «Traumdestination Karibik». Der Sohn Gottes, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, verliess die Herrlichkeit des Himmels und wurde geboren in einem Stall. Seine schwere Reise führte weiter ans Kreuz, damit unsere Reise nicht in die ewige Verlorenheit geht.

«Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.»

(1. Johannes 4,9–10)

Weihnachten ist eine knallharte Mission: die Erinnerung an die härteste Expedition aller Zeiten! Das Kommen Jesu ist in erster Linie eine Problemansage. In dieser heiligen Nacht zeigt Gott uns, wo der wunde Punkt in unserem Leben ist. Wir leben auf der Erde, wissen aber nicht, wozu und wohin, weil der Faden zu unserem Schöpfer gerissen ist. Ohne Beziehung zu Ihm wird das Leben bedeutungslos. Gott nimmt den Unglauben ernst, Er nimmt es ernst, dass man Ihn für überflüssig hält und dass mancher sich einbildet, er sei aus sich heraus fähig, Ihm wohlgefällig zu leben. Die Bibel nennt das Sünde. Das deutsche Wort «Sünde» ist wahrscheinlich mit dem altdeutschen Wort «Sund» verwandt: Das bezeichnet den Meeresgraben zwischen zwei Landstücken. Sünde bezeichnet demnach eine Trennung, eine Entfernung. Zwischen Gott und Mensch liegt ein tiefer Graben.

Der Mensch ist im wahrsten Sinne des Wortes Gott-los geworden, ohne Hoffnung, ohne Ziel. Doch Gott ist ein Gott der Liebe. Er möchte seine verlorenen Kinder zurückholen. Deshalb baute Er uns durch Jesus eine Brücke zwischen Himmel und Erde und ruft uns zu: «Euch ist heute der Retter geboren!»

Die Kosten für die Tickets zum ewigen Leben sind für uns aber unerschwinglich. Es gab keine andere Lösung, als dass der einzig Gerechte für uns bezahlte, damit wir nach Hause kommen können. Am Kreuz beglich Jesus die Rechnung für unsere Schuld und schüttete den Graben zu. Jesus blieb aber nicht im Grab. Er ist auferstanden und bewies damit, dass Er stärker ist als Sünde und Tod. Das ist die gute Nachricht, das Evangelium: Du darfst das Ticket bei Ihm abholen und gleichzeitig den Rucksack deiner Schuld bei Ihm abladen.

Hast du den Mut, dich vor Ihm zu beugen und Ihm zu danken, dass Er für deine Schuld bezahlt hat? Oder hältst du an deiner trügerischen Selbstgerechtigkeit fest und willst damit einmal vor den heiligen Gott treten? Das ist brandgefährlich, denn Er fragt einzig nach einem gültigen Ticket. Hast du es schon abgeholt?

Einmal Erde und zurück. Welche Folgen hat diese Liebesexpedition für dich?

Frohe Weihnachten!

Daniela Wagner-Schwengeler

Geschenktipp: 
CD: «Einmal Erde und zurück», Wolfgang Nestvogel, zu bestellen bei www.leseplatz.de