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EDITORIAL

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

Die kleine Geschichte des Physikprofessors und des Pfadfinders nebenan entlockt uns ein Schmunzeln, soll aber die Wichtigkeit von Forschung und Wissenschaft keineswegs schmälern. Sie verdeutlicht lediglich, dass das Vermessen, Beschreiben und Erforschen eines Phänomens niemals die ursächlichen Fragen nach dem «Woher», «Warum» und «Wozu» erklären kann. Staunen löst Dankbarkeit aus und ist oft der erste Schritt zur Gotteserkenntnis. Wozu gibt es die Sterne und das riesige Universum? Wer ist ihr Urheber? Zufall und Zeit oder ein genialer Planer? Kann man diesen unvergleichlichen Schöpfer persönlich kennenlernen?

Diese Fragen kann weder die Astronomie noch ein anderer Wissenschaftszweig beantworten. Einzig der Urheber allen Seins, Gott. Das Wunderbare ist: Er lässt uns darüber nicht im Unklaren. In der Bibel, seinem Wort, offenbart er sich den Menschen. Bereits diese Tatsache zeigt, wie wichtig wir ihm sind! Ohne uns käme er gut aus, aber wir Menschen brauchen die Anbindung an ihn. Fehlt ein echter Sinn im Leben – der sich mit dem leiblichen Tod nicht auflöst –, ist unsere Existenz von Tragik geprägt.

Viele Menschen fühlen sich klein und unbedeutend angesichts der Grösse, Herrlichkeit und Kraft Gottes. Ihnen fehlt der Glaube, dass er sich um ihre Nöte kümmert. So versagt beispielsweise bei der Energiemenge des Alls jeder anschauliche Vergleich, weil diese Zahl unermesslich ist. Da liegt der Gedanke nahe: «Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?» (Ps. 8,5).

«Der Schöpfer bediente sich der unübersehbaren Werbefläche am Himmel, um auf seine Liebesbezeugung hinzuweisen.»

Doch Gottes Sohn verliess die Herrlichkeit beim Vater, um uns vor dem Gericht und der Verlorenheit zu retten. Der Schöpfer bediente sich der unübersehbaren Werbefläche am Himmel, um auf seine Liebesbezeugung hinzuweisen. Als der Stern über Bethlehem auftauchte, setzte er Wissenschaftler von weit her in Bewegung. Ihre Neugierde war geweckt. Sie folgten diesem Signal und fanden Jesus, den Sohn Gottes, den prophetisch verheissenen «aufgehenden Stern» (4. Mose 24,17). Oder wie der Engel Josef voraussagte: «Sie (Maria) wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden» (Matth. 1,21).

So sehr liebt uns Gott! Wir sind ihm alles andere als gleichgültig. Er starb für uns. Ein Gedanke, der unsere Vorstellung genauso sprengt wie die Dimensionen des Universums. Unfassbar und doch wahr! Das Weltall in seiner Ordnung und Majestät, jeder Stern wie auch jeder einzelne Mensch, ist nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift durch ihn, Jesus Christus, gemacht (Hebr. 1,2).

Ja, Gottes Herabneigung macht uns gross (Ps. 18,36). Durch den Glauben an Jesus bekommt unser Dasein einen unermesslichen Wert. Wer ein Kind Gottes ist, darf in Beziehung mit Ihm leben. Das hat auch der Jurist und Astronom, Thomas Castelberg erlebt. Im Interview ab Seite 24 finden Sie mehr zu seinem spannenden Weg.

Die Zeit, in der wir leben, ist notvoll: Unsicherheit, Krankheit, Arbeitslosigkeit, immer umfassendere Überwachung und vieles mehr, was uns Sorgen macht. Dank der gewissen Hoffnung in Jesus können wir trotz allem gelassen leben. Bei Ihm kommt unser Herz zur Ruhe. Unsere Zukunft liegt in Seinen Händen. Diese frohe Botschaft gilt bis heute. Gott hat nicht aufgehört, zu den Menschen zu reden, wenn auch ohne Spezialstern am Himmel. Wir haben sein Wort, die Bibel, in der er sich uns Menschen offenbart. Und er spricht zu uns durch die Schöpfung und durch unser Gewissen.

Es gilt, auf seine Liebe zu reagieren, indem wir seinem Wort glauben und erfahren: Er ist das Brot des Lebens; das lebendige Wasser; das Licht der Welt; der Friedefürst; der gute Hirte; der Weg, die Wahrheit – das Leben selbst!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen frohe Weihnachten.

Ihre

Daniela Wagner-Schwengeler