<
EDITORIAL

EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

Als «gesunder» Mann ist er gekommen, mit der Diagnose «unheilbar krank» verlässt er die Arztpraxis. Benommen fährt er nach Hause. Wie soll es weitergehen?

Ein Augenblick, der das ganze Leben und damit die Zukunft verändert. Das Gefühl, Spielball des Zufalls zu sein, bemächtigt sich seiner. Gibt es überhaupt irgendwo Sicherheit, oder ist dieser Wunsch nur ein Konstrukt des Gehirns?

Das alte Jahr ist zu Ende, das vor uns liegende mit einem einzigen grossen Fragezeichen behaftet. Was kommt auf uns zu? Wohin gehen wir? Diese Fragen treiben viele um. Nicht umsonst haben Wahrsager und Astrologen um die Jahreswende Hochkonjunktur.

Die Bibel macht viele Aussagen über die Zukunft. Wie verlässlich sind sie? Archäologen fanden bei Ausgrabungen grosse Teile des Alten Testaments, von den Fachleuten klar auf Hunderte von Jahren vor der Erfüllung der darin gemachten Prophetien datiert. Eine Trefferquote, die jeder Wahrsager sich wünschte.

«Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.»

Psalm 33,4

Roger Liebi erzählt, wie er als 14-Jähriger begann, das Alte Testament systematisch zu lesen, um all die in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen schriftlich festzuhalten. Er schreibt: «Jedes Mal, wenn ich wieder eine Prophezeiung im AT fand, die sich erfüllt hatte, führte ich sie in einer Liste auf. Ich begann bei eins, zwei, drei und erreichte schliesslich 299, 300, 301 usw.

Am Gymnasium gab es immer wieder Diskussionen und Auseinandersetzungen mit Schülern und Lehrern zum Thema «Glaubwürdigkeit der Bibel». Immer führte ich bei solchen Gelegenheiten das Argument der erfüllten Prophetie ins Feld, um den göttlichen Ursprung der Bibel zu belegen. Die Erfahrung, dass es in keinem Fall möglich war, dieses Argument zu widerlegen, prägte mich als junger Mensch. Ich hatte niemals Probleme, ob die Bibel wahr und Gottes Wort ist, oder nicht.» 1

Kein Mensch weiss, ob ihm morgen Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit oder finanzieller Ruin droht. Eines aber dürfen wir wissen: dass Gott immer zu seinem Wort steht. Die vielen in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen stärken das Vertrauen in Ihn. Sie sind nicht dazu gegeben, sektiererische Berechnungen anzustellen. Ob Stürme das Leben kreuzen und welche Windstärke sie haben werden, weiss auch ein Christ nicht. Den Weg jedoch brauchen wir nicht zu wissen, wenn wir das Ziel und den allmächtigen Gott kennen, der uns führt. Und da er seinen Kindern versprochen hat, sie sicher nach Hause zu bringen, reicht das. Dieses Versprechen gilt jedem, der sich Christus anvertraut und dessen Name durch den Glauben im Buch des Lebens steht.

Gott steht über Raum und Zeit. Er hält sowohl den Lauf der Geschichte wie auch unser persönliches Schicksal in seinen machtvollen Händen. Und er ändert seine Versprechen nicht je nach Wirtschaftslage oder Wahlprogramm. Diese Gewissheit lässt mich mit Freude ins Jahr 2013 blicken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein «gesegnetes neues Jahr» an Gottes guter Hand!

Herzlichst, 
Daniela Wagner-Schwengeler

1 Roger Liebi, Jg. 1958, studierte Musik, Sprachen (Hebräisch, Griechisch, Aramäisch, Akkadisch) und Theologie. Als Hochschuldozent (STH Basel) hält er Vorlesungen im Bereich der Archäologie und der Geschichte Israels. Zudem hat er viele Bücher veröffentlicht. 2012 erschien sein neues Buch über erfüllte Prophetien (siehe Buchbesprechungen).