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RETTERliebe

Etwa einmal pro Woche, so schätzten die Behörden, nahm jemand den Weg hoch auf «The Gap», die Klippe am Eingang von Sydneys Hafen, um oben über den niedrigen Zaun zu steigen und sich hinunterzustürzen ... es sei denn, er wurde vorher von Don Ritchie gerettet, der dort etwa 50 Jahre lebte. Schätzungsweise um die 400 hat der im Alter von 85 Jahren Verstorbene schon auf ihrem vermeintlich letzten Weg abgefangen. «Du kannst nicht einfach hier rumsitzen und ihnen dabei zusehen», sagte er, während er «The Gap» vom Wohnzimmer aus im Auge behielt. «Du musst versuchen, sie zu retten.» Sah er jemand, der allein und nah am Abgrund stand, eilte er hinaus. Er hielt Abstand, lächelte sie an und lud sie zu sich nach Hause ein. Manchmal kamen sie mit. Fest hielt er niemanden. «Ich biete ihnen eine Alternative», sagte er. «Diese Leute wollen oft nicht sterben, sie wollen eher, dass der Schmerz aufhört.» Don Ritchie’s Mitgefühl gab den Leuten die Möglichkeit, über den Moment hinauszudenken, in dem sie am Abgrund standen.

Endlich einfach nur den Schmerz, das Leid loswerden! Dafür werfen viele ihr Leben weg – ohne über den Moment hinauszudenken. Aber ist der selbst gewählte Tod wirklich die Lösung? Wird damit tatsächlich alles besser?

Ähnlich wie Don Ritchie – ohne jemand festzuhalten – lädt auch Jesus Christus zu sich ein. Er sagt: «Kommet alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch Ruhe geben. Nehmt mein Joch auf euch, und lernt von mir! Dann findet euer Leben Erfüllung, denn ich quäle euch nicht und habe ein demütiges Herz. Und mein Joch drückt nicht, meine Last ist leicht.» 

«Rette die, die zur Schlachtung hinwanken, o halte sie zurück!» Sprüche 24,11

Aus: Leben ist mehr, Markus Ditthardt, CLV