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EDITORIAL

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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

Seit Januar hat die USA eine neue UN-Botschafterin, Nikki Haley. Nach ihrer ersten Sitzung im Sicherheitsrat zum Thema Nahost meinte sie: «Ich war das erste Mal dabei und muss sagen, dass es irgendwie merkwürdig war. Der Sicherheitsrat ist dazu da, um zu beratschlagen, wie Frieden und Sicherheit international aufrechterhalten werden können. In unserem Meeting über den Nahen Osten ging es in der Diskussion jedoch nicht um die illegale Raketen-Aufstockung der Hisbollah im Libanon, es ging nicht um das Geld und die Waffen, mit denen der Iran Terroristen versorgt, es ging nicht darum, wie wir ISIS besiegen können, es ging nicht darum, wie wir Bashar al-Assad für die hunderttausend getöteten Zivilisten zur Rechenschaft ziehen können. Nein, stattdessen ging es in dem Meeting darum, Israel zu kritisieren, die einzig wahre Demokratie im Nahen Osten ... Israel existiert in einer Region, in der andere zur totalen Zerstörung dieses Landes aufrufen, und in einer Welt, in der Antisemitismus immer stärker wird. Dies sind die Bedrohungen, die wir bei der UN besprechen sollten ...»

«Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.»

Joh. 18,37 b

Der Mensch ist «aufgeklärter» denn je. Gross ist das Medienangebot, um sich zu informieren und Wissen zu generieren. Der Bürger ist überzeugt, er bilde sich seine eigene kritische Meinung zum Weltgeschehen autonom und objektiv. Ist das so? Es ist schwierig, ja zuweilen gar unmöglich, an die wirklichen Sachverhalte zu gelangen. Journalisten schreiben sich Neutralität auf die Fahne, unbewusst oder bewusst lassen sie sich jedoch immer wieder vor den Karren von Ideologien spannen. Oft muss man Fakten nicht mal verfälschen, das übernehmen auch Weglassungen. Worüber nicht berichtet wird, scheint inexistent und verzerrt so die Wirklichkeit massiv. Hinzu kommen mangelnde Geschichtskenntnisse oder bewusstes Ignorieren und Leugnen der Geschichte, wie neustens im Fall Israel. Obwohl unzählige Ausgrabungen und die biblischen Berichte die Existenz der Juden auf dem Gebiet dokumentieren, werden diese Fakten totgeschwiegen.

Manchmal ist es auch ganz einfach Bequemlichkeit, die uns hindert, einer Sache auf den Grund zu gehen. So kommt es, dass der Mainstream unsere Meinung zuerst mitspült, dann weichspült und schliesslich stromlinienförmig macht.

Ulrich Sahm, Journalist in Jerusalem, beleuchtet in seinem Artikel die besetzten Gebiete Europas (ab Seite 30). Europa misst mit zweierlei Mass in Bezug auf die eigenen territorialen Besitzansprüche und beweist einmal mehr: Fake-News sind weit mehr als erfundene oder «geschönte» Geschichten.

«Wer, sagen die Leute, dass ich sei?», fragte Jesus seine Jünger. Er war ganz bestimmt nicht auf eine Marktforschungsumfrage aus. Nein, damit forderte er sie heraus, seine Worte ernst zu nehmen, sie zu überprüfen und darauf zu reagieren. Ostern steht vor der Tür. Skeptiker pokern hoch, wenn sie sich hinter abgedroschenen Phrasen wie, die Bibel sei fehlerhaft, da sie von Menschen geschrieben worden sei, verstecken. Jesu Geburt, seine Kreuzigung und Auferstehung sind drei der bestbelegten historischen Ereignisse. Problemlos hält die Bibel einer kritischen Untersuchung stand. Was nicht heisst, dass wir Menschen alles verstehen. Das wäre wohl auch vermessen, wenn die Geschöpfe den Schöpfer in seiner Grösse zu ergründen vermöchten.

Die zentrale Botschaft der Bibel – das Kreuz – ist unsere Rettung. Es gibt kein Kreuz «light», das man schleifen könnte, bis es in die eigenen Vorstellungen passt. Das Kreuz konfrontiert uns schonungslos mit unserer Schuld vor Gott. Aber es ist auch der einzige Ort, wo wir Gnade finden, weil der sündlose Gottessohn die Strafe, die uns treffen sollte, auf sich nahm. Am Kreuz sehen wir Gottes grosse Liebe, die nicht will, dass jemand verloren gehe. Weil Jesus auferstanden ist und lebt, leben auch wir. (Lesen Sie dazu «Er ist da!», ab Seite 18.)

Jemand hat einmal gesagt: «Wenn ich ein grosses Bild von diesem Gott habe, werde ich ihm mein ‹kleines Leben› bedenkenlos hingeben. Wenn ich ein grosses Bild von mir habe und ein kleines vom Herrn, wird Hingabe schwerfallen.» Einen Retter braucht nur, wer erkennt, dass er verloren ist. Wer ist Jesus für Sie?

Herzlich, Ihre

Daniela Wagner-Schwengeler