<
EDITORIAL

EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser

In vielen Menschen weckt der Winter die Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit. Die langen Abende verbringt man mit Vorliebe in der heimeligen Stube. Kerzen laufen Sparbirnen den Rang ab, heisse Tees schlagen kalte Colas. Jetzt drinnen einigeln ... Doch die häusliche Idylle ist bedroht. Draussen ist es finster. Der Wirtschaftsmotor stottert. Staatsverschuldung, Geldentwertung, Arbeitslosigkeit, Unmoral, Angriffe auf die Familie, die Ehe. Politiker und Experten raufen sich die Haare und präsentieren Scheinlösungen. Das Blatt wenden? Das geht nicht so leicht. Die Krise des Westens wuchs schleichend heran. Konsum, Lust und Ansehen bestimmen das Handeln. Die Massenmedien schreiben uns vor, was politisch korrekt ist und was nicht. Die Neigung zu Gewalt wächst. Die Krise ist da und die Ratlosigkeit gross. Die Ideen sind aufgebraucht. Ohne Gott ist es finster geworden in unseren Landen.

«Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.»

Matthäus 5,14

Christen leben mittendrin. Es genügt nun nicht, uns händeringend über die Gottlosigkeit der Welt zu ereifern. Leben wir Jesu Auftrag wirklich? Nicht nur «draussen» ist es dunkel. Tief in uns drin verbreiten Unglaube, Stolz und Undankbarkeit gegenüber Gott, der uns bedingungslos liebt (vgl. 1. Johannes 4,10), oft lähmende Finsternis. Christus ist unser Herr und der Retter der Welt! Er rechtfertigt den Sünder und er baut ein neues Reich. Bis heute ruft Jesus Menschen, die der Guten Nachricht glauben, in seine Nachfolge. Jetzt, mitten in den Krisen der Weltgeschichte, mitten im finsteren Land, leben seine Nachfolgerinnen und Nachfolger im Licht Jesu. Durch ihr Reden und Tun strahlt das Licht in die sie umgebende Welt. So wird es über den Menschen, die in Ungewissheit und Angst sind, wieder hell.

Wie kommt Licht ins Dunkle? Kann es sein, dass wir uns zu stark aus der Welt zurückgezogen haben? Sind Politik, Wirtschaft und Schulen mitunter deshalb Gott losgeworden? Wie sollen wir uns gegenüber der Kultur, die uns umgibt, verhalten? Wie sind wir Salz und wie sind wir Licht für die Welt? Es muss ja finster sein, wo Christus nicht bekannt ist und die Lebensordnungen der Bibel verlacht werden! Dabei denke man beispielsweise mal an die Finanzstrategie des alttestamentlichen Josef. Er hielt sich an Wirtschaftszyklen. In sieben «fetten» Jahren sparte er für die sieben «mageren» Jahre. Die Finanzlage ganz Europas wäre besser, wenn die Menschen die Bibel kennen und ernst nehmen würden. Das Wort Gottes gehört unter die Menschen! Nehmen wir mit Gottes Hilfe einen neuen Anlauf. Unser Magazin steht im Dienste dieses Auftrags. Setzen wir es entsprechend ein.

Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, mit Ihnen unterwegs zu sein. Gott möge Sie im neuen Jahr reich segnen!

Herzliche Grüsse, Ihr Rolf Höneisen