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IMPULS

ÜBERWINDEN

«Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes.» (Offenbarung 3,12)

Wer bei Enttäuschungen und negativen Erfahrungen stehen bleibt, nimmt Schaden in seinem Glaubensleben. Denn Enttäuschungen sind wie Giftstoffe, und wer immer wieder an seinen Enttäuschungen herumkaut, der richtet damit sein geistliches Leben zugrunde.

Es gibt Jünger Jesu, die sind in ihrem Glauben merkwürdig müde. Ihr Christen-Dasein ist ohne Frische. Alles und jedes ist zu viel. Gott und Menschen können es ihnen nicht recht machen. Klagen und Anklagen, Stöhnen und Seufzen kommen aus ihrem Mund. Geht man im Gespräch der Ursache nach, so stösst man vielfach darauf, dass Enttäuschungen vorliegen. Unter Umständen rechtfertigt sich der Enttäuschte auch noch und spricht: «Dass es um mich so steht, ist ja kein Wunder, bei dem, was mir angetan worden ist. Da ist so vieles, womit ich nicht fertigwerden kann.»

Eines steht jedoch ausser Frage: Nicht die Enttäuschungen machen uns kaputt, sondern die Tatsache, dass wir sie nicht überwinden. Das bedeutet, dass wir letztendlich mehr auf die Enttäuschungen ausgerichtet sind als auf unseren Herrn. Das spielt dem Teufel in die Karten. Er will uns nur allzu gern auf solche negativen Erfahrungen festlegen. Gelingt ihm das, dann sind wir bald geistlich schachmatt gesetzt.

Unsere Enttäuschungen mögen gross sein, aber sie sind nie grösser als Jesus. Es kommt entscheidend darauf an, dass wir Jesus anschauen. Wenn wir erkennen, wie er uns liebt, können wir unsere Enttäuschungen überwinden. Im Anschauen seines Bildes entsteht in uns ein neues Bild. Der Schatten der Enttäuschungen weicht der Sonne Jesu. Und noch etwas geschieht: Wir bekommen neue Kraft für die Nachfolge, für die Gemeinschaft und den Dienst. Ja, wir werden zu festen Grössen, zu Pfeilern im Haus des Herrn. 

GEBET: Herr, dir gebe ich meine Enttäuschungen. Hilf mir, zu überwinden, und lass mich im Anschauen deines Bildes Veränderung erfahren.

Quelle: Aus der Quelle, Werner Schlittenhardt, CV Verlag