TEST

ANGEFIXT

Udi Racing Drohne von Ripmax


Viele Helipiloten stehen dem Drohnen-Thema eher skeptisch gegenüber – so auch ich. Immer wieder hört man von irgendwelchen „Drohnen-Kaspern“, die unseren Ruf als Modellbauer aus Unwissenheit oder Ignoranz gegenüber den gesetzlichen Vorgaben schädigen. Allerdings muss man differenzieren zwischen den Fotodrohnen, die man auch im Elektrofachmarkt erhält und den – dummerweise ebenso als Drohnen bezeichneten – FPV-Race-Coptern. Letztere sind eigentlich Sportgeräte wie unsere Helis auch und werden überwiegend von Modellbauern unter Einhaltung der Regeln betrieben.

MARKUS FIEHN

Die im Folgenden getestete, hierzulande von Ripmax vertriebene Udi Racing Drohne kommt im Komplettset für Interessenten letzterer Kategorie. Ich habe einige Freunde, die mir immer mal wieder vorschwärmen, wieviel Spaß es doch macht, mit diesen Renngeräten aus der Pilotenperspektive um einen Kurs zu heizen. Als die Anfrage der Redaktion kam, ob ich diesen kleinen Quadcopter unter die Lupe nehmen würde, sagte ich daher direkt zu – man ist ja neugierig.

Die Fernsteuerung des Navigator kommt ab Werk im Mode 2. Sie ist optisch an die Sender hochpreisiger Fotodrohnen angelehnt und liegt gut in der Hand.

Lieferumfang

Für 199 Euro (UVP) erhält man den mit einer Grundfläche von 183×199 mm und einem Gewicht von 88,5 g eher kleinen Copter, die zugehörige Fernsteuerung (Stickmode 2), einen 5,8-GHz-FPV-Bildschirm, eine Brille zum Einsetzen des Bildschirms, einen 2s-350-mAh-LiPo-Flugakku, den Akku für den Monitor, passende Ladekabel (USB), Ersatzpropeller, etwas Werkzeug und die deutschsprachige Anleitung. Zur Inbetriebnahme des Fluggeräts benötigt der angehende Rennflieger lediglich noch vier AA-Batterien für die Fernsteuerung und ein (besser zwei) USB-Netzteile zum Laden der Akkus.

Ein ausklappbarer Bügel oben an der Steuerung ermöglicht das Aufsetzen des Monitors.

Der Copter

Nach dem ersten Auspacken und dem „Cool – den will ich mal fliegen“ meines siebenjährigen Sprösslings wurde der Copter genauer betrachtet. Wer jetzt eine Aufzählung von Flightcontrol, Empfänger oder Reglern erwartet, wird allerdings enttäuscht. Der Copter ist nämlich genaugenommen eine „Black-Box“ wie andere Consumer-Drohnen auch: In einem schicken Spritzkunststoffgehäuse sitzt die komplette Technik; in den Armen sind kleine Bürstenmotoren untergebracht, die die 66 mm messenden Propeller direkt antreiben. Seitliche Sicherheitsbügel schützen Letztere vor Berührung. In den Motorauslegern sind nahe des Rumpfes LEDs versteckt, die die Fluglageerkennung erleichtern können und durch ihr Blinken die Richtung einer Hochachsendrehung signalisieren.

Optisch suggeriert der Sender Anten-nen-Diversity. Innen ist aber tatsächlich nur eine Antenne verbaut (links).

Die nach vorne gerichtete Kamera hat eine Auflösung von 1280×720 Bildpunkten mit einer Framerate von 20 Bildern pro Sekunde. Sie hat einen Öffnungswinkel von 120 Grad. Der in einem Kunststoffgehäuse untergebrachte Flugakku wird von hinten in den Copter eingeschoben und verriegelt dort auch zuverlässig. Unter dem Akku hat man den Einschub für die SD-Karte zum Aufzeichnen von Fotos und Videos vorgesehen. Direkt darunter liegt die 2,4-GHz-Antenne, die man somit bei jedem Ein- und Ausbau der SD-Karte zwangsweise etwas hin und her biegt. Ein oben auf dem Navigator angebrachter Taster dient dem Einund Ausschalten des Fluggeräts.

Das Chassis des Copters besteht aus Spritzkunststoff. Die seitlichen Bügel schützen die Propeller vor „Feindberührung“.

Die Fernsteuerung

Das Design der mitgelieferte Fernsteuerung im 2,4-GHz-Band nimmt die Formensprache der am Markt üblichen Varianten für Kamera-Drohnen auf. Sie kommt ab Werk im Steuermodus 2, kann aber von einem findigen Modellbauer auch auf die anderen Modi umgebaut werden – allerdings unter Verlust der Garantie. Oben an der Steuerung erkennt man zwei Antennen, von denen aber eine rein dekorativer Natur ist und wohl ein Profi-Gerät suggerieren soll – wie der Blick ins Innere verrät. Auf der Oberseite hat der Sender Taster für das Starten und Stoppen einer Video-Aufzeichnung, den Foto-Auslöser, den Heading-Hold- und Höhen-Halte-Modus. Auf der Unterseite findet man die Taster für die Trimmung und die Umschaltung der Wendigkeit sowie das Batteriefach. Als besonderes Gimmick lässt sich vorn aus der Fernsteuerung noch ein Halter für den FPV-Monitor ausklappen. Dieser zeigte sich allerdings in der Praxis als eher wenig standfest und klappte von allein aus der Sichtposition durch das Eigengewicht des Monitors runter.

Die FPV-Brille mit eingesetztem Monitor. Der Akku wird seitlich in den Monitor eingeschoben.

Monitor und Brille

Der beiliegende FPV-Monitor hat eine Diagonale von 5 Zoll. Er kann Video-Signale im 5,8-GHz-Band empfangen. Über seitliche Taster kann der Kanal ausgewählt werden, so dass er auch mit anderen Renncoptern funktionieren sollte. Die Antenne ist ausklappbar, was in der Praxis auch Sinn macht – die Ausrichtung beeinflusst die Reichweite spürbar. Der in einem Kunststoff-Gehäuse untergebrachte einzellige LiPo-Akku hat eine Kapazität von 500 mAh, was nach meinem Empfinden gern mehr sein dürfte. Der Monitor kann seitlich in die ebenfalls beiliegende Brille eingeschoben werden, so dass man eine FPV-Brille erhält, die sich mit ihren drei Gurten auch gut an den Träger anpassen lässt.

Durch die Polsterung bietet die Brille ein angenehmes Tragegefühl.

Auf zum Fliegen

Der erste Eindruck ist insgesamt schon mal gut. Der aufgerufene Preis passt zur Anmutung und dem Lieferumfang. Jetzt muss das Ganze nur noch gut fliegen. Also wurden die Akkus geladen – das geht übrigens am besten an einem bzw. zwei USB-Netzteil(en), wie man sie für Handys, Tablets usw. daheim hat. Die Ladezeit der Akkus beträgt etwa eine Stunde – demgegenüber stehen dann etwa acht Minuten Flugzeit. Vielflieger sollten sich also zusätzliche Akkus (14,90 € pro Stück) besorgen. Ist der Akku geladen, wird er in den Copter eingesetzt und es kann losgehen.

Der Flugakku wird von hinten in den Navigator eingeschoben und rastet dort sicher ein.

Dazu wird die Fernsteuerung eingeschaltet und der Gasknüppel einmal auf Vollgas und anschließend Motor aus gebracht, um den vor jedem Flug erforderlichen Bindevorgang zu initiieren. Jetzt kann man den Navigator durch einen längeren Druck auf den Taster einschalten. Nach einem kurzen Blinken der LEDs und einem Bestätigungston aus der Steuerung ist das Fluggerät einsatzbereit. Gibt man nun langsam Gas, hebt es gutmütig ab und hängt weich, aber präzise am Knüppel – und lässt sich wirklich gut kontrollieren.

Das mitgelieferte Zubehör umfasst neben Akkus und Ladekabeln auch einen Satz Ersatzpropeller.

Im Lagemodus

Als „altem“ Modellflieger fällt einem direkt auf, dass die Flugsteuerung im Lagemodus arbeitet. Das bedeutet, dass die Elektronik beim Starten die Lage des Geräts speichert und immer bei Neutralstellung der Steuerknüppel in diese zurückkehrt. Der Copter fliegt also so lange in eine Richtung, wie man den Knüppel dorthin hält und bleibt mehr oder weniger stehen, wenn man ihn loslässt. Hat er eine falsche Neutrallage eingelernt, kann man dies durch Halten der Trimmtaste unten am Sender und Steuern in die Korrekturrichtung anpassen, bis er genau horizontal liegt und ruhig auf seinem Platz bleibt. Das funktioniert so natürlich nur ohne Wind. Sobald man versucht, über eine leichte Neigung gegen den Wind zu trimmen, so dass die Racing Drohne auf der Stelle bleibt, bewirkt diese Trimmung bei einer Hochachsendrehung um 180 Grad das genaue Gegenteil. Sie wird also noch stärker vom Wind abgetrieben werden.

Über den zweiten Taster unten an der Steuerung lassen sich drei verschiedene Geschwindigkeiten bzw. maximale Neigungen einstellen. Die jeweilige Stufe wird durch Piepsen der Steuerung signalisiert. Beim Einschalten ist immer die höchste Stufe (drei Piepser) aktiv. Diese ist angenehm, aber nicht übertrieben flott. Weniger braucht man meines Erachtens nach gar nicht. Mit Stufe 1 bewegt sich der Copter fast im Zeitlupentempo bzw. bei etwas Wind reicht der Ausschlag nicht mal zur Korrektur. Insgesamt finde ich diesen Steuerungsmodus ausgesprochen gewöhnungsbedürftig – er erinnert stark an einen der Koax-Helis, die so vielen Menschen ins Heli-Hobby geholfen haben. Durch die Limitierung der Neigung sind zudem nur moderate Geschwindigkeiten drin.

Die beiliegenden Ladekabel benötigen USB-Netzteile oder zum Beispiel einen PC/Laptop zur Stromversorgung.

Heading-Hold-Modus

Über den Kompass-Taster auf der Steuerung lässt sich der Heading-Hold-Modus aktivieren. Hiermit kann man das Fluggerät unabhängig von seiner Hochachsenposition immer in die gleiche Richtung steuern. Man kann es also beispielsweise drehen lassen, dabei Nick nach vorne steuern – und es wird mehr oder weniger geradeaus vorwärts fliegen. Für einen Einsteiger ist dieser Modus möglicherweise geeignet, für einen Modellbauer aber verwirrend; zumal der Copter kein GPS hat, also nicht immer pilotenbezogen agiert, sondern nur die Drehposition im Raum beachtet. Lässt man ihn also rückwärts über sich hinweg fliegen, funktioniert die gesamte Steuerung spiegelverkehrt gegenüber vorher. Bei mir hat das testweise Fliegen in diesem Modus jedenfalls dazu geführt, dass ich die Crashfestigkeit des 88,5 g leichten Fluggeräts überprüfen durfte…

Höhen-Halte-Modus

Dieser Flugmodus sorgt dafür, dass der Copter bei Mittelstellung des Drosselknüppels nahezu die Höhe hält. Und wenn man den Knüppel nach oben oder unten bewegt, entsprechend steigt oder sinkt. Auch dieser Modus ist eher etwas für Nicht-Modellflieger, funktioniert aber ziemlich gut und sorgt für zusätzliche Stabilisierung.

Ein „Selfie“ des Autor offenbart die Fotoqualität – und auch die eher apathische Haltung des Piloten beim FPV-Fliegen.

FPV-Erfahrungen

Insgesamt fliegt der neue Copter von Udi gut – wenn auch anders, als man es als „normaler“ Modellflieger gewohnt ist. Nach ein paar Übungssflügen wurde es also Ernst: Fliegen mit Brille. Natürlich hatte ich vorher schon den Monitor an der Steuerung montiert, um mir ein Bild von der Übertragungs- und Darstellungsqualität zu machen. Das Ganze sah ordentlich aus – selbst in der Werkhalle meines Arbeitgebers mit mehreren großen CNC-Maschinen und entsprechend störendem Elektrosmog war die Übertragung wirklich gut. Interessant für mich war jetzt, wie das Fliegen aus der Pilotenperspektive sein würde.

Also habe ich die Brille, deren Tragegefühl übrigens durch die Polsterung absolut in Ordnung ist, aufgesetzt und langsam Gas gegeben. Es ist tatsächlich etwas merkwürdig, wenn man nicht von außen auf den Copter sieht, sondern sich nur anhand des Kamerabilds orientieren kann. Vor allem leichtes Wegdriften, was durch den Lagemodus ja vorkommen kann, erkennt man zunächst eher schwierig. Nach etwas Eingewöhnung kam ich aber ganz gut damit zurecht und konnte den Copter gut an Hindernissen vorbei manövrieren. Besonders imposant ist es dabei, wenn man wirklich tief fliegt. Dann kommt einem sogar die eher überschaubare Geschwindigkeit dieses kleinen Quads sehr flott vor. Auch auf sich zuzufliegen und sich selbst eher apathisch in der Ecke sitzen zu sehen, ist ein interessantes Erlebnis. Gerade zum Landen kann ich das übrigens nur empfehlen. Durch die eigenen Füße erhält man einen ganz guten Bezugspunkt, wo man wirklich aufsetzt, und kann sich auch nicht selbst anfliegen.

Fotos und Videos

Wie bereits genannt, verfügt dieser Copter auch über die Option, auf einer eingesetzten SD-Karte Fotos und Videos aufzuzeichnen. Die Qualität ist dabei ganz gut, aber gerade bei Fotos durch die Auflösung von 1.280×720 Pixeln stark limitiert. Um Details auf einem Bild zu erkennen, muss man schon sehr nah an das Motiv herangehen. Ein Arbeitskollege fragte mich, ob man damit mal sein Haus von oben fotografieren könnte. Ja – kann man, aber das Bild kann dann nicht ansatzweise mit dem reiner Fotodrohnen mithalten. Trotzdem ist es ein nettes Zusatz-Feature und man kann so auch mal seinen Freunden einen Flug aus Pilotenperspektive präsentieren.

Mein Fazit

Alles in allem macht dieser Copter wirklich Spaß. Gerade gemessen am Preis erhält man ein gutes Komplettpaket, um in die FPV-Thematik reinzuschnuppern, ohne sich großartig mit der Technik befassen zu müssen. Frischgebackene Piloten werden sich dabei gewiss leichter (mit dem Lagemodus) tun als eingefleischte Modellflieger. Mich hat die Udi Racing Drohne jedenfalls angefixt.

Udi FPV Racing Drohne

Abmessungen (L×B×H): 199×183×43 mm 
Propellerdurchmesser: 66 mm 
Gewicht: 88,5 g 
Senderfrequenz: 2,4 GHz 
Videosignal: 5,8 GHz 
Kameraauflösung: 1280×720 Pixel 
Framerate: 30 fps 
FPV-Auflösung: 800×480 Pixel

Bildschirmdiagonale FPV-Monitor: 5 Zoll 
Flugakku: 2s-LiPo 350 mAh 
Monitorakku: 1s-LiPo 500 mAh 
Hersteller/ Vertrieb: Udi/Ripmax 
Bezug und Info: Fachhandel, Infos unter www. ripmax.de, Tel.: 07231 469410 
Lieferumfang: Racecopter, LiPo-Flugakku, USB-Ladegerät, Udi-Sender, FPV-Bildschirm und -Brille, Propeller-Set, deutsche Bedienungsanleitung, Kleinwerkzeuge 
UVP: 199,- €

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FMT 12.18

FMT 12.18

2018-11-21

PORTRAT

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Neustart

l Modellbau Bichler mit ORFA-Seglern

Den meisten FMT-Lesern dürfte Modellbau Bichler noch gut bekannt sein: 1995 gegründet, ist aus einem regional bekannten Modellbaufachgeschäft bald ein weit über die Grenzen Deutschlands tätiger Versandspezialist für Modellbauartikel entstanden. Durch Martin Bichlers Kontakte ins benachbarte östliche Ausland hat er sich seinerzeit auch zu „dem“ Direktimporteur mit der größten Produktpalette aus diesem Raum entwickelt.

KOLUMNE

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Grundlegende Gedanken

l Jugendarbeit im Verein

Ich möchte Ihnen heute Jochen vorstellen. Mit 13 Jahren wurde er durch Schulfreunde und einen Tag der offenen Tür unserer Jugendwerkstatt auf uns aufmerksam. Kurz darauf trat er in den Verein ein und hat begonnen, sein erstes Flugmodell zu bauen. Ihn möchte ich in dieser Berichtsreihe während seines ersten Jahres im Verein begleiten und Ihnen damit die Jugendarbeit der Flugmodellgruppe Nördlingen vorstellen. PS: Die Vornamens-Gleichheit ist rein zufällig.


Cover

l Hier riecht’s nach Sprit

Neulich durfte ich mich um einen etwas unwilligen ZG 26 kümmern. Ein Vereinskollege hatte den Motor zusammen mit einem Modell gebraucht gekauft. Der Vorbesitzer hatte eine Vergaserumlenkung montiert, so wie sie bei Toni Clark für diesen Motortyp erhältlich…

REPORT

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REKORD-MESSE

l 17. Faszination Modellbau in Friedrichshafen

Rekord: Mit 53.000 Besuchern fand vom 1. bis 4. November 2018 die bislang erfolgreichste Faszination Modellbau in Friedrichshafen statt. Damit hat dieser Mega-Event im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz seinem Ruf als Europas bedeutendster Modellbau-Messe erneut alle Ehre gemacht.


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FMT-Indoor-Action in Friedrichshafen

l BESUCHERMAGNET

Die FMT-Indoor-Action war wieder einer der Besuchermagnete der Faszination Modellbau Friedrichshafen. Ein Team aus FMT-Autoren und langjährigen Stammpiloten hat in diesem Jahr die Organisation der Show übernommen. Als neue Moderatoren konnten wir die FMT-Autoren Uwe Grenda und Jörg Pfister begrüßen.


Cover
Neuheiten der Messe

l Zur richtigen Zeit

Der Trend war absehbar, ist jetzt aber überdeutlich: Nach dem Bedeutungsverlust der Nürnberger Spielwarenmesse und dem Wegfall der Sinsheimer Messe wird die Faszination Modellbau Friedrichshafen für die Vorstellung neuer Produkte immer bedeutsamer. Sie liegt zeitlich am Ende der aktuellen Flugsaison und vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. Und sie markiert den anstehenden Übergang ins neue Jahr. Sie ist also für die Hersteller und Händler der ideale Ort, um einen Ausblick auf ihre 2019er Neuheiten zu geben. Nicht zu vergessen: Mit der dunklen Jahreszeit ist die Hallenflug- und Bausaison eröffnet – auch hier können wir uns über ganz viel Neues freuen.

PORTRÄT

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Rückblick: Die F3A-Weltmeisterschaft 1985

l Hanno Prettner und seine Supra Fly

Hanno Prettner habe ich – als 16-Jähriger – zum ersten Mal 1976 beim Flugtag in Harsewinkel gesehen und war begeistert von der Präzision, mit der er geflogen ist. Er war es, der mich zum Kunstflug gebracht hat, eine Faszination, die mich seither nicht mehr losgelassen hat.


Cover
Meine neu gebaute Graupner Floride

l 60er Revival

Retromodelle sind in. Doch schon bevor diese Welle richtig ins Rollen kam, ist mir vor einigen Jahren beim Durchstöbern eines meiner uralten Fotoalben ein Schwarz-Weiß-Foto begegnet: Es zeigt eine Graupner Floride aus den 1960er Jahren. Dieses Flugzeug wurde damals von der Jugendgruppe meines Heimatortes – in der auch ich Mitglied war – gebaut. Ich kann mich noch gut erinnern, wie stolz wir damals darauf waren, obwohl wir das Modell nie richtig zum Fliegen gebracht hatten.


Cover
Interview mit dem Erbauer Rainer Mattle

l Eigenbau-Projekt Antonow An-22

Als die An-22 im Februar 1965 zu ihrem ersten Flug startete, war sie das größte Serienflugzeug der Welt. Noch bis heute kann sie für sich verbuchen, das größte je in Serie gebaute Propellerflugzeug zu sein. Solche Superlative reizen uns Modellbauer immer wieder, einen Nachbau zu wagen. Rainer Mattle, bekannt für seine außergewöhnlichen und exzellenten Modelle, hat sich die An-22 als Vorbild für sein neuestes Modell ausgewählt.

TEST

Cover
Supra Fly 60 von Pichler

l Die Neue

Pichler Modellbau bringt in Kooperation mit Hanno Prettner das 1985er Weltmeistermodell in einer ARF-Ausführung auf den Markt. Wie ist sie aufgebaut, was gilt es zu beachten? Und wie fliegt die Neuauflage?


Cover
Joker von CARF-Models

l SUPER SPORTLER

Voll-GFK-Jetmodelle haben oft den Ruf, dass sie einige Erfahrung und Fertigkeiten beim Erbauer voraussetzen. Dass es auch anders geht, will CARF mit dem Joker beweisen: Denn der handliche Sportjet kommt extrem weit vorgefertigt beim Kunden an, so dass fast nur noch reine…


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Udi Racing Drohne von Ripmax

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Futaba T12K von Ripmax

l Eine Kleine ganz groß

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal eine Futaba-Fernsteuerung in den Händen hielt, konnte ich mich für deren Menüführung und Programmierfreundlichkeit nicht sonderlich erwärmen. Und weil der Mensch zu Vorurteilen neigt, ging ich bei dem jetzt neuen Sender T12K erst einmal mit „spitzen Fingern“ und Skepsis ans Werk. Doch ich sollte angenehm überrascht werden.


Cover
Orlice von Schmierer Modellbau

l MARKANTER OLDIE

Die Orlice ist mit ihrem großen V-Leitwerk und der voluminösen Kabinenhaube eine markante Erscheinung. Schmierer Modellbau bietet das selten nachgebaute Muster in zwei Größen an: im Maßstab 1:4 mit 3,75 m Spannweite und in einer 5-m-Version im Maßstab 1:3. Mit der 3,75-m-Version befassen wir uns im Test.


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WingFix Black Edition von Teil-Q

l MIT SYSTEM

Natürlich gibt es bereits Montageständer für Flugmodelle auf dem Markt. Der WingFix geht aber deutlich weiter: Bei diesem Konzept wird nicht nur das Modell gut und sicher fixiert, sondern alles, was man auf dem Platz zum Fliegen braucht. Als Bausatz Nach kurzer…


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Diana 2 von Baudis

l ATHLETIN

Meine Wunschliste für einen neuen Segler sah so aus: Maßstab 1:3, zeitgemäß in Sachen Vorbild, profilmäßige Auslegung, Herstellungsmaterialien und Equipment. Und da ich die Eigenstartfähigkeit sehr schätze und Nasenantrieb bestens funktioniert, sollte auch das erfüllt sein. Dass meine Wahl nach etwas Recherche recht schnell auf die Diana 2 von Baudis fiel, kann ich gut begründen.


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E-flite Cherokee 1.3m von Horizon Hobby

l ZIVILER KLASSIKER

Als Liebhaber ziviler Flugzeuge sollte man zumindest zwei Muster im Hangar haben: Piper Cub und Cherokee. Beide sind quasi Synonyme für die Marke Piper und echte Klassiker. Die bei Flugschulen und Privatpiloten beliebte Piper PA-28 Cherokee wurde ab 1960 in Florida produziert und ist eines der meistgebauten Zivilflugzeuge. Das Original ist für seine robuste Konstruktion und hervorragende Flugeigenschaften bekannt. Konnte E-flite diese Merkmale auf das Modell übertragen?


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FMS Piper J3 Cub V3 von D-Power

l ALPENVOGEL

Piper kann es nie genug geben! Das Original wurde schon zur Zeit des Zweiten Weltkrieges als leichtes und preisgünstiges STOL-Flugzeug eingesetzt, fliegt bis heute in großer Zahl und ist als unkompliziertes und gutmütiges Muster hochgeschätzt. Wie detailliert, robust und alltagstauglich ist das neue FMS-Modell dieses berühmten Vorbilds?

BAUPLAN 3201501

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Wirbelwind EDF, Teil 2

l FAUCHENDER MOTORSEGLER

Der Wirbelwind, das ist ein ganz besonderer Motorsegler: Ein eigentlich gutmütiger Kerl, der aber ordentlich fauchen kann. In der letzten Ausgabe haben wir seine ungewöhnliche Konstruktion vorgestellt, die Antriebsauslegung besprochen und mit dem Bau der Fläche begonnen. Jetzt geht’s weiter!

BAUPRAXIS

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Bauen mit Graupner Vector Boards, Teil 2

l KREATIV-STOFF

In meinem letzten Artikel (vgl. FMT 10/2018) bin ich auf die grundlegenden Eigenschaften des Vector Boards sowie auf die einfache Verwendung der Vector Units eigegangen. Nun möchte ich anhand einiger Beispiele zeigen, welche Möglichkeiten darüber hinaus das Material sowie die Vector Units bieten.

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Cover

l EDITORIAL 

Die Freude über die gelungenen Aktionen und die Rekordbesucherzahl kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Flugmodellbranche nach wie vor unter Druck steht und sich dies auch in der Messelandschaft bemerkbar macht. Wir haben auch kritische Stimmen gehört und sind ebenfalls in Sorge um die Zukunft – und gerade deshalb wollen wir die positiven Aspekte in den Vordergrund stellen, mit gutem Beispiel voran gehen und im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür sorgen, dass der Besuch der Faszination Modellbau immer wieder aus Neue ein Erlebnis ist und sein wird.


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l Markt und Meldungen

Motorflug arkai/Renus ☎ 02054 8603802,  www.arkai-shop.de arkai stellt zu Beginn der Indoor-Saison eine Reihe neuer Modelle vor, die auch outdoor eine gute Figur machen sollen. Die Mini Sopwith Camel hat 378 mm Spannweite, 280 mm Länge und ein Gewicht von 42 bis 50 g. Preis: 39,90 €. Der Micro…


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DAeC-News

l Kein Kenntnisnachweis auf Modellfluggeländen? Oder jetzt doch?

Bekanntlich ist es seit dem Inkrafttreten der neuen Luftverkehrsordnung (LuftVO) verboten, unter anderem Flugmodelle in Flughöhen über 100 m über Grund zu betreiben. Dieses allgemeine und in Deutschland flächendeckend geltende Verbot kann in § 21b Abs. 1 Nr. 8 LuftVO nachgelesen werden.


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Neuauflage des Tansania-Geiers

l BALSA STATT BAMBUS

Im Jahr 1983 weilte ich drei Monate in Tansania, auf Einladung des damaligen afrikanischen Propstes (kirchlicher Leiter) Jonam Tweve, der prüfen wollte, ob ich als Mitarbeiter in seinem Kirchenkreis Lupila geeignet wäre. Er hatte herausbekommen, dass ich vor meiner theologischen Ausbildung Karosseriebau gelernt hatte und wollte mich in dieser Doppelfunktion in seinen Kirchenkreis holen. Ich habe mich in Lupila willkommen und wie zuhause gefühlt.