SEGELFLUG

Baupraxis: E-Nachrüstung ASW 20 von Hangar 9


Die ASW 20 von Hangar 9 hatte ich für den Testbericht der FMT 03/2016 als reinen Segler gebaut und war auch sehr zufrieden damit. Im Testzeitraum schleppte mich mein Freund und Kollege Christian Huber unermüdlich immer wieder auf Höhe. Doch Christian wohnt im Schwarzwald und ich in Stuttgart. Und in unserem Verein sind die Schlepper rar, vor allem, wenn es um Segler in höheren Gewichtsklassen geht. Also musste doch noch ein Antrieb in die Nase. Geht das auch nachträglich?

WERNER BAUMEISTER

Aber ja, kann ich da nur sagen. Sogar ohne Probleme, denn die ASW ist ja auch optional für den Elektroantrieb vorgesehen. Ich bestellte also die empfohlenen Teile: den E-flite-60-Außenläufer mit passendem Castle-Creations-Regler, den Mitnehmer mit Spinner und ein Paar der schönen CFK-Luftschrauben, die es von Hangar 9 gibt. Einen 6s-LiPo mit 5.000 mAh hatte ich schon von anderen Modellen. Passte also perfekt.

Der Spant, der den Nasenballast des reinen Seglers hält und das Schleppkupplungsservo werden für den Elektro-Umbau entfernt.

Welle nach vorne

Zunächst muss man den E-flite-Motor etwas modifizieren. Die Welle muss nämlich durchgeschoben werden, damit der Klemmkonus vorne befestigt werden kann. Das geht nicht ganz so einfach, wie es in der Anleitung beschrieben ist, denn die Welle sitzt auch nach dem Lösen der Schrauben sehr satt. Hat man den Stellring und die Madenschrauben vorne entfernt (ganz herausschrauben), gibt man ein, zwei sanfte Schläge mit dem Hämmerchen exakt gerade auf die Welle. Dann spanne ich sie im Akkuschrauber fest ein und drehe mit dem Bohrfutter als Hebel die Welle und ziehe gleichzeitig. Noch ein paar gefühlvolle Hammerschläge und die Welle ist hinten bündig mit dem Kugellager. Dadurch ist die Welle vorne auch so positioniert, dass der Stellring wieder genau auf der inneren Flachstelle der Welle zu liegen kommt und dort befestigt werden kann (den kleinen Distanzring nicht vergessen!). Ganz wichtig: Welle so hindrehen, dass zumindest eine Made genau senkrecht darauf sitzt. Bitte alle Madenschrauben mit Schraubensicherung fixieren.

Motor in den Rumpf

Der zweiteilige Motorspant, der mit der ASW stets mitgeliefert ist, wird zusammengeklebt und der Rand schräg geschliffen. Und zwar solange, bis der Spant im Rumpf so weit vorgeschoben werden kann, dass höchsten 3 mm des Rumpfs überstehen (den Rumpf innen auf Unebenheiten, Nähte etc. prüfen und wenn vorhanden wegschleifen). Dann wird der Spant auf den Motor geschraubt. Das Ganze schiebt man jetzt probeweise ein – und wenn alles passt, wird der Spantrand am besten mit Uhu Plus Endfest 300 eingestrichen. Nun alles satt vorschieben, den Luftschraubenmitnehmer fest aufsetzen, verschrauben und den Spinner ebenfalls. Er muss jetzt rundherum sauber und fest am Rumpf anliegen. Eine dritte Hand, die den Motor beim Festziehen der Spannzange nach vorne drückt, hilft hier sehr. So bleibt alles in Position, bis der Kleber ausgehärtet ist.

Alles hat sein Plätzchen

Jetzt geht es um die Platzierung von Regler, Akku und Stromversorgung für den Empfänger. In der Anleitung wird empfohlen, alles ganz nach vorne zu packen, die Empfängerakkus sogar über den Flugakku. Ich habe natürlich eine Probe gemacht und festgestellt, dass bei mir die Empfängerakkus weit nach hinten auf das Rumpfbrett müssen. Schuld ist vermutlich mein Pilot. Das ist aber gut so, denn dann ist das Ganze besser zugänglich.

Für den Regler habe ich ein kleines Brettchen mit Einschlagmuttern an die Rumpfseite geklebt, der Flugakku wird vorne und hinten durch einen gepolsterten Anschlag gehalten. Klettband und Klettschlaufen sichern ihn auf dem Rumpfbrett. Die Empfängerakkus werden ebenfalls mit Klettband und Klettschlaufen gesichert. Die komplette Aktion hat kaum vier Abende in Anspruch genommen. Und wirklich verändert werden musste an den Einbauten praktisch nichts.

Power genug?

Auf der diesjährigen Messe in Sinsheim habe ich gesehen, wie ein richtig großer Fox mit Elektroantrieb aus der Hand gestartet wurde. Alle waren überrascht, aber es funktionierte trotz wenig Gegenwind. Dennoch, das traut sich der schon etwas altersgeschwächte Ex-Sportler dann doch nicht. Also wurde der erste Start mit der Flitsche vorgenommen. Hier genügt dank dem vorhandenen Rad ein Strang des Scale-Gummi von EMC-Vega. Das Gummi wird gut gespannt, das Modell auf den Boden gelegt (natürlich mit ausgefahrenem Rad) – und wenn man loslässt (Helfer erwünscht, geht aber notfalls auch ohne) geht die Post ab. Das jetzt genau neun Kilogramm schwere Modell rast los und steigt locker auf etwa 10 m Höhe, was natürlich bequem reicht, um an die Knüppel und den Motorschalter zu kommen. Der E-flite-60-Motor zieht gewaltig, schluckt dabei aber auch 74 Ampere. Das reicht für etwa sechs bis acht Steigflüge auf rund 200 m. Selbst fast ohne Thermik sind damit fast 40 Minuten Flugzeit möglich.

Schlepper ade!

Seglerschlepp ist toll, aber eben nicht immer verfügbar. Die ASW 20 von Hangar 9 ist jedoch ein Modell, das man oft fliegen will, weil es einfach völlig unproblematisch ist. Da lohnt sich ein Antriebseinbau schon, um auf ordentlich Flugstunden zu kommen. Egal, ob man nun mit Flitschenunterstützung oder mit einem Startwagen startet oder kräftige Kerle per Handstart loslegen. Ich würde es jedenfalls wieder tun.

Diese kleine Holzkonstruktion habe ich zur sicheren Befestigung des Akkus gebaut. Das kleine Brettchen dient der Fixierung des Reglers an der Rumpfseitenwand.

Gewichtsbilanz nach dem Umbau

Durch das entfernte Blei und das ebenfalls unnötig gewordene Schleppkupplungsservo wird die ASW 20 um gut 1 kg entlastet. Motor, Regler und Flug-Akku wiegen zusammen 1.216 g. Dazu kommt noch ein bisschen an Kabeln etc. Das wird aber kompensiert, denn anstatt den (absichtlich) viel zu großen beiden 3.100er Empfängerakkus der Seglerversion kommen jetzt hier 2 × 2.100er Akkus zum Zuge. Spart wieder gut 80 g. Am Ende steht der E-Segler bei 9.000 g, kaum mehr als 130 g schwerer als die Seglervariante! Das hätte mir mal vor 20 Jahren einer sagen sollen.

Der Flugakku kommt direkt vor dem Motor zum Liegen. Daher muss ein kleiner Ausschnitt in die Cockpitwanne (siehe Bild rechts) geschnitten werden.

TESTDATENBLATT | ASW 20 4.7 m

Verwendungszweck: Scale-Großsegler 
Modelltyp: ARF-Modell 
Hersteller/Vertrieb: Hangar 9/Horizon Hobby Fachhandel, Infos bei 
Bezug und Info: www.horizonhobby.de, Tel.: 04121 2655100 
UVP: 999,99 € 
Lieferumfang: Fertig gebauter Rumpf und Flächen, Instrumentenpilz und Scale-Cockpithaube, Kleinteile- und Dekorset 
Erforderl. Zubehör:  Fernsteuerung, Servos, Ein-ziehfahrwerk, Störklappen,Stromversorgung 
Bau- u. Betriebsanleitung: 68 Seiten, viersprachig, 197 Schwarzweißfotos und -zeichnungen


AUFBAU

Rumpf: GFK, mit CFK verstärkt 
Tragfläche: Styro/Abachi 
Leitwerk: Styro/Abachi 
Kabinenhaube: klare Kabinenhaube, Rahmen, Cockpitwanne


TECHNISCHE DATEN

Spannweite: 4.700 mm 
Länge: 2.240 mm 
Spannweite HLW: 720 mm 
Flächentiefe an der Wurzel: 305 mm 
Flächentiefe am Randbogen: 130 mm 
Tragflächeninhalt: 104,7 dm² 
Flächenbelastung: 84,7 g/dm² 
Tragflächenprofil Wurzel: HQ Mod. 12% 
Tragflächenprofil Rand: HQ Mod. 12% 
Profil des HLW: k.A. 
Gewicht/Herstellerangabe: 8.800 g (Segler) 
Fluggewicht Testmodell o. Flugakku: 8.462 g (Segler) 
mit 2 × 2s-3.100-mAh-LiFe: 8.877 g (Segler) 
mit 2 × 2s-2.100-mAh-LiFe und6s-5.00mAh-LiPo:9.000 g (Elektro) 


ANTRIEB IM TESTMODELL EINGEBAUT

Motor: E-flite 60B Außenläufer mit 470 kV 
Regler: Castle Creations Phoenix Edge 100 A Opto 
Antriebsakku: 6s-5.000-mAh-LiPo 
Luftschraube: CFK-Klapppropeller 16×1“ von Hangar 9 
Spinner: 45-mm-Aluminium-Spinner von E-flite


RC-FUNKTIONEN UND KOMPONENTEN

Höhe: Savöx SV-1250MG 
Querruder: 2 × Savöx SV-1250MG 
Seitenruder: Savöx SV-1250MG 
Wölbklappen: 2 × Savöx SV-1250MG 
Störklappen: 2 × E-flite elektrisch 
Wölbklappen: 2 × Savöx SV-1250MG 
Einziehfahrwerk: 1 × E-flite EZFW elektrisch 
Verwendete Mischer: Störklappen/Höhenruder (Bremse), Quer-Wölbklappen/ ruder/Wölbklappen 
Empf.-Akku:  2 x LiFe 2s 2.100 mAh + Doppelstromversorgung DPSI-Micro Dual Batt

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FMT 08.16

FMT 08.16

2016-07-15

Magazin

Cover

l Toni Clark: Ein persönlicher Abschied

Toni Clark war eine der großen Persönlichkeiten der Modellbau-Branche. Am Morgen des 25. Juni 2016 starb er im Alter von 81 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Sein Name wird jedoch für immer weiterleben in der Toni Clark practical scale GmbH, die Gerhard Reinsch wie gewohnt fortführt. In einem persönlichen Nachruf erinnert sich FMT-Autor Thomas Stürznickel an seine Begegnungen mit Toni Clark und an dessen Erzählungen.


Cover

l 65 Jahre FMT: Anzeigen als Spiegel der Entwicklung

Ganz von Anfang an mit dabei war die Firma UHU. Das Unternehmen aus Bühl/Baden unterstützte Alfred Ledertheil beim Aufbau der Zeitschrift sehr intensiv. Der Verlagsgründer revanchierte sich, indem er zum Beispiel auch das UHU-Zelt – was aber nur ein kleines Zweimannzelt war – mit auf Wettbewerbe…


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Die Legende wird 25

l Porträt: 25 Jahre Elektroflug-Meeting in Aspach

„Elektrisch fliegen? Wie soll das denn gehen? Wo wollt ihr die Motoren herbekommen? Und dann braucht ihr ja auch noch Batterien – oder habt ihr eine lange Leitung?“ So klang es noch 1990.


Cover

l Report: Bauplan- und Eigenbautreffen Huttwil 2016

Es lag wohl an der Zahl 13, dass sich das sommerliche Hoch mit Temperaturen mit über 30°C ausgerechnet in der Freitagnacht mit heftigen Gewittern und intensiven Regenfällen verabschiedete und einem Tief Platz machen musste. Kurze Hosen und T-Shirts sah man am Samstagmorgen beim Briefing keine mehr. Gummistiefel und Regenjacken bei den Piloten sowie Planen als Schutz für die wertvollen Modelle waren Trumpf am Wochenende des 25./26. Juni in Huttwil.


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Bronzemedaille in der Klasse F2B

l Report: Fesselflug-WM 2016 in Perth/Australien

Die FAI-Fesselflug-Weltmeisterschaft F2 startete für die deutsche National mannschaft am Montag, den 2. Mai 2016 mit dem Abflug am Düsseldorfer Flughafen. Unsere Mannschaft war in diesem Jahr mit den Kunstflugpiloten Christoph Holtermann und Richard Kornmeier (Weltmeister 2010, Vize-Weltmeister 2014) sowie Klaus Kosmalla als F2B-Punktichter vertreten. Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft nahmen 197 Teilnehmer in den Klassen Speed F2A, Aerobatic F2B, Team-Race F2C und Combat F2D aus 32 Nationen teil.

SEGELFLUG

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Need for Speed

l Test: Hawk III Revolution von Staufenbiel

„Rise of the Legend“, so kündigt Staufenbiel den neuen Hawk III Revolution an. Die Vorgängerversionen Hawk und Hawk V2 gibt es schon seit einiger Zeit und dieser Hotliner konnte über die Jahre eine große Fangemeinde um sich scharen. Umso mehr stellt sich natürlich die Frage, ob man Gutes noch besser machen kann und ob der Neue seinen Vorgängern auch gerecht wird.


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KOHLE-FASER-MEISTERSTÜCK

l Test: Flitzebogen von Yakovlev/Reuter

Die Segelflugmodelle der Wettbewerbsklasse F3K sind mit ihren 150 cm Spannweite schon sehr spezielle und hochwertige Sportgeräte. Sie müssen beim Schleuderstart auf gut 60 m Höhe so einiges aushalten, schließlich liegt die erreichbare Abwurfgeschwindigkeit bei deutlich über 150 km/h. Die Flügelprofile müssen im Gleitflug maximalen Auftrieb liefern, aber auch bei den hohen Startgeschwindigkeiten funktionieren. Die Anpassungen werden über unterschiedliche Wölbklappenstellungen vorgenommen.


Cover

l Baupraxis: E-Nachrüstung ASW 20 von Hangar 9

Die ASW 20 von Hangar 9 hatte ich für den Testbericht der FMT 03/2016 als reinen Segler gebaut und war auch sehr zufrieden damit. Im Testzeitraum schleppte mich mein Freund und Kollege Christian Huber unermüdlich immer wieder auf Höhe. Doch Christian wohnt im Schwarzwald und ich in Stuttgart. Und in unserem Verein sind die Schlepper rar, vor allem, wenn es um Segler in höheren Gewichtsklassen geht. Also musste doch noch ein Antrieb in die Nase. Geht das auch nachträglich?


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Großsegler-Abnahme

l Porträt: Abnahme der DG-1000 von Paritech 

Manchmal ist es schon hart, das Dasein eines DAeC-Prüfers von Großmodellen. Da hat man immer wieder mit den schönsten Modellen zu tun, darf sie auf Herz und Nieren prüfen, ganz ins Innere schauen und den Piloten auch noch sagen, was und wie sie fliegen sollen. Irgendwann ist dann aber genau das Modell dabei, von dem man schon immer geträumt hat und es führt kein Weg mehr daran vorbei, man muss es haben. In meinem Fall ist das die DG-1000 – und zwar die große im Maßstab 1:2,25 von Paritech. Nach einigen Telefonaten mit Matthias Paul wusste ich dann (fast) genau, was ich will.

MOTORFLUG

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Ein wandlungsfähiges Elektro-Modell

l FMT-Bauplanbeilage: Modula von Christian Forrer

Einfach zu bauen, geringe Flächenbelastung, leicht zu fliegen, stabil im Aufbau und mit veränderbaren Flugeigenschaften zum Entspannen oder auch zum Turnen – das waren die Vorgaben für den Modula. Sozusagen eine „Eierlegende Wollmilchsau“. Ein besonderes Modell, das ohne großen Aufwand in den verschiedensten Konfigurationen zu fliegen ist. Modular ist hierzu das passende Wort, darum auch der Name Modula.


Cover
EIN KLASSIkeR aus Übersee

l Test: Noorduyn Norseman von Pichler

Im Original sind nur noch wenige Exemplare des Oldtimers als Transportflugzeuge besonders auf den Seen in Kanada aber auch in den USA zu finden. Das vorliegende Modell in ARF-Ausführung ist ganz aus Holz aufgebaut und wird mit nur wenigen Kunststoffteilen vervollständigt. Mit einer Spannweite von 1,84 m hat die Firma Pichler einen nicht alltäglichen, deshalb aber vielleicht besonders interessanten Hochdecker vorgestellt, der den Charme dieser gedrungenen und bulligen Flugzeuge widerspiegelt.


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Benzin-Glühzünder

l Motor-Test: O.S. Max GGT 10 von Graupner

Als japanischer Traditionshersteller für feinmechanische Produkte hat O.S. seit Jahrzehnten eine marktbeherrschende Stellung im Bereich der kleinen Methanol-Motoren inne. Da liegt es nahe, sich auch auf dem sich entwickelnden Markt für kleine Benzinmotoren als Ersatz für die bisher eingesetzten Methanoler zu positionieren.


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HEAVY DUTY

l PAF-Trainer 300 als Schleppmodell, Teil 3

Bis hier her ist ein PAF-300 entstanden, der für den harten Schleppbetrieb optimiert und einen bärenstarken Antrieb vorbereitet ist. Den gilt es jetzt einzubauen und optimal auf die besonderen Betriebsbedingungen des Schleppalltags anzupassen.


Cover

l Kolumne: Hier riecht’s nach Sprit

Neulich habe ich in der FMT über den Lagerumbau eines ZG 62 berichtet, den unser Schweizer Freund René Bartlomé vorgenommen hatte. Dabei wurde auch der Rundlauf diverser Bauteile geprüft, u.a. der Kurbelwelle. Dadurch angeregt schrieb FMT-Leser Rolf Müller aus Niederdorfelden in der Nähe von…


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AKRO-Action

l Test: Extra 330SC 60E von Hangar 9

Auf der Suche nach einem vorbildähnlichen Kunstflugmodell mit rund 1,7 m Spannweite und für den E-Antrieb ausgelegt? Dann gehört die neue Extra 330SC 60E von Hangar 9 zum Kandidatenkreis. Der Hersteller verspricht neben kompromisslosen 3D-Flugeigenschaften auch ein präzises Handling im klassischen Kunstflug. Ob das so ist und wie sich das Modell in Verbindung mit einem Spektrum-AS3X-3-Achs-Kreisel-System fliegt, wird im Folgenden näher beleuchtet.

FOAMIE

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KOPF SAcHE

l Baupraxis: Pilotenbüsten „Acro Klaus“ von Graupner

Dass man aus Hartschaum tolle und mittlerweile sehr ausgereifte Modelle fertigen kann, dürfte jedem bekannt sein. Doch ist das alles? Graupner ist da anderer Meinung und fertigt sogar Pilotenbüsten aus Solidpor-Hartschaum. Welchen Vorteil hat das? Ich habe mir die drei erhältlichen, unterschiedlich großen Pilotenbüsten einmal näher angesehen.


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Meisterwerk

l Eigenbau: Jürgen Schönles Bf-109 mit 19,75 g

Was macht man, wenn man einen toll ausgestatteten und schönen Warbird haben möchte, aber weder den großen Platz zur Lagerung hat noch großen finanziellen Aufwand betreiben will? Richtig, man baut das Ganze im Kleinen! So oder so ähnlich waren meine Gedanken, als ich mich zu meinem Bf-109-Projekt entschlossen habe.


Cover
Wasser & Luft

l Downloadplan: Dornier Do 14 von Jörg Pfister

Während eines längeren und größeren Bauprojektes wurde es Zeit für eine kleine Auflockerung. Es sollte ein langsam fliegendes Modell mit unter einem Meter Spannweite sein, einmotorig und mit wenig Zeitaufwand unkompliziert zu bauen. Da ich ein Liebhaber von Dornier-Flugzeugen bin, habe ich einfach die Archive nach einmotorigen Dornier-Flugbooten durchsucht – und bin dabei auf die Do 14 gestoßen.


Cover
Alleskönner

l Test: Pilatus PC-6 von robbe/AvioTiger

Die schweizerische Pilatus PC-6 Turbo Porter ist ein Typ für alle Fälle. Sie hat außerordentliche Kurzstart- und Landeeigenschaften, fliegt als Transport-, Sanitäts-, Landwirt-schafts-, Fallschirmabsetz- und F-Schleppflugzeug. Sie wird privat, aber in vielen Ländern auch militärisch eingesetzt. Das 1,70 m große Modell von robbe/AvioTiger hat ganz ähnliche Eigenschaften und ist ab Werk sogar mit einem Abwurfschacht und einer Schleppkupplung ausgerüstet.


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RENO-RACER

l Test: Nemesis NXT von Staufenbiel

„Perfomance: Breathtakingly fast!” So beschreibt Jon Sharp auf seiner Homepage die von ihm entworfene originale Nemesis NXT. Homebuilt-Flugzeuge sind in den USA sehr beliebt, doch während sich die Mehrheit der dortigen privaten Flugzeugbauer auf eher gemütliche Flugzeugtypen konzentrieren, haben Patricia und Jon Sharp ein etwas flotteres Gerät konstruiert. Kein geringeres Ziel als die 400 mph (643,7 km/h) hatten die Sharps im Visier. Und sie haben es erreicht. Die Maschine gewann 16 Weltrekorde und wird in der Sportklasse der alljährlichen Air Races in Reno sehr erfolgreich eingesetzt.

JET

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TOP-GUN-Feeling

l Test: F-14 Tomcat von Freewing

Durch Kinofilme wie „Der letzte Countdown“ oder „Top Gun“ wurde die Tomcat zu einem Helden meiner Jugend. Technisch in die Jahre gekommen, ist sie jedoch mittlerweile bei der US Navy ausgemustert und durch die F-18 Hornet ersetzt. Für uns Modellflieger hat sie aber nichts von ihrem Reiz verloren. Umso spannender ist die neue F-14 von Freewing mit Elektroimpellern und funktionierenden Schwenkflügeln.

COPTER

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ÜBERALL zuhause

l Test: Blade Nano QX FPV 2 von Horizon Hobby

Es ist noch gar nicht so lange her, da präsentierte Horizon Hobby mit dem Nano QX FPV seinen ersten FPV-Copter im Mikroformat. Nun steht bereits der Nachfolger in den Startlöchern, der nicht nur leicht gewachsen ist, sondern durch leichte Veränderungen des Rahmens auch ein komplett neues Design erhalten hat.


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Einfach, billig, gut

l Baupraxis: Quadrocopter aus Baumarkt-Teilen

„Einfach, billig, gut.“ Das war mein Motto für mein neues Projekt. Ich wollte mir einen Quadrocopter bauen, der einfach aufgebaut und günstig ist. Zudem sollte er leicht in einem Rucksack zu verstauen sein und eine handelsübliche Kamera tragen können. So fing ich an und überlegte mir, wie ich diese Ziele erreichen könnte. Schnell wurde mir klar, dass sich die Transportfreundlichkeit nur durch Wegklappen der Quadrocopterarme erreichen lässt. Freilich sollten diese beim Flug fest sitzen und nicht wackeln oder vibrieren.

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l EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, dieses Editorial zu schreiben, fällt mir nicht leicht, denn diesmal geht es nicht um die vorliegende Ausgabe. Es ist vielmehr Zeit, Abschied von zwei Persönlichkeiten zu nehmen, die uns in den letzten Tagen verlassen haben. Mit Toni Clark verliert die Modellbauszene einen…


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l MARKT UND MELDUNGEN

Segelflug Steinhardt Bei Modellbau Steinhardt gibt es ein neues Rumpfset für das dynamische Nurflügelmodell Piranja. Eine Ausrüstung mit E-Antrieb ist möglich. Techn. Daten: Rumpflänge 850 mm, Profilanformung E 182, für Spw. von ca. 2,2 m. Das Rumpfset besteht aus Rumpf, Haubenabdeckung und…


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l Veranstaltungen

Vorschlag des DMFV in Luftrechtsdiskussion Die drohende allgemeine Flughöhenbeschränkung auf 100 m schwebt wie ein Damoklesschwert über den Modellfliegern. Jetzt hat der DMFV einen ersten Kompromissvorschlag vom Ministerium unterbreitet bekommen. Dieser weist erkennbare Ansatzpunkte für…