PORTRÄT

Der Name der A330 „Chäserrugg“ hat nichts mit Käse zu tun. Die Maschine wurde nach einem Berg in der Ostschweiz benannt.

EDELWEISS


Eigenbau Airbus A330-300 von Andreas Gfeller

„Hallo Beat, hörst du mich? Ich sitze gerade in einem Kleinflugzeug und der Motor läuft bereits. In wenigen Augenblicken rolle ich mit meinem Flugschüler zum Start für einen Schulungsflug.“ Mit diesen Worten meldete sich Andreas Gfeller aus Stans am Handy, als ich mit ihm einen Termin zur Besichtigung seiner gigantischen Airbus A330-300 vereinbaren wollte. So beginnt die Geschichte über einen begnadeten Modellbauer und sein phantastisches Unikat. Seit seiner Kindheit trägt Andreas den „Virus Aviatikus“ in sich. Mit dem Bau des A330-300 hat er den Olymp der Elektrojetfliegerei erklommen.

FOTOS: ANDREAS GFELLER, BEAT EICHENBERGER

TEXT: BEAT EICHENBERGER

Nun sitze ich an einem Tisch im Baulokal der Segelfluggruppe Nidwalden auf dem Flugplatz in Buochs. Mir gegenüber Andreas Gfeller, mit dem ich folgendes Gespräch führen darf.

Eine Auswahl der Schneideschablonen für den Flügel und den Rumpf.

FMT: Andreas, wie bist du zur Aviatik gekommen?

Andreas Gfeller: Ich wurde im Jahre 1943 in Sumiswald geboren und war bereits in meiner Schulzeit vom Modellflug fasziniert. Dieser steckte damals aber noch in den Kinderschuhen. Es gab noch keine Baukästen, die käuflich zu erwerben waren. Deshalb baute ich mir Freiflugmodelle aus Karton und Holz. Mit dem ersten Taschengeld erwarb ich dann meine erste Fernsteuerung von Metz, damals noch eine TipTip-Anlage. Begeistert habe ich mich für alle Sparten der Modellfliegerei, wobei der Scale-Modellbau von Großmodellen eine besondere Faszination auf mich ausübt. 1976 habe ich eine DC-9-30 mit Propeller-Verbrennerantrieb gebaut und 1985 eine MD80 mit zwei Verbrenner-Impellern, welche damals aufkamen. Beruflich habe ich eine Lehre als Feinmechaniker gemacht und bin durch anschließende Weiterbildungen bis zum Leiter eines in der Luftfahrtbranche tätigen Unternehmens aufgestiegen. Dies hat dazu geführt, dass ich nun schon seit vielen Jahren in Stans wohne. Seit 55 Jahren besitze ich das Flugbrevet (Pilotenschein) für Segelund Motorflug und bin auch als Fluglehrer für Motorflugzeuge tätig. Dank meiner guten Gesundheit darf ich auch nach meiner Pensionierung meine Passion Aviatik immer noch in vollen Zügen genießen.

FMT: Was hat dich bewogen, das Projekt Airbus A330-300 in Angriff zu nehmen?

Andreas Gfeller: Nachdem die Zeit der Verbrenner-Impeller vorbei war, baute ich ab 1994 mehrere Eigenbauturbinen. Da ich 1976 und 1985 schon Teile von Norbert Rauch für meine DC-9 und MD-80 erworben hatte, kontaktierte ich ihn 2002 wieder, mit der Bitte, mir eine GFK-Rumpfnase und das Heckteil für eine A330 zu schicken.

Die untere Balsabeplankung der Flügel mit vorbereiteten CFK-Verstärkungen.

Der Erbauer des A330-300 Andreas Gfeller hat ein Faible für Airliner.

FMT: Wie ging es dann weiter?

Andreas Gfeller: Außer den erwähnten Teilen von Norbert Rauch plante ich, alles selbst herzustellen. Der Plan sah vor, dass die Flügel, die Rumpfröhre und die Höhenleitwerke in Styro-Balsabauweise erstellt werden. Die pneumatischen Fahrwerke sollten ebenfalls komplett in Eigenregie hergestellt werden. Dessen Bewegungsabläufe mussten berechnet werden und, und, und... Die ganze Planungsphase von so einem komplexen Modell, das noch möglichst scale sein soll, ist gewaltig.

Die Flügelsegmente wurden vor dem Beplanken zusammengeklebt.

FMT: Hattest du Originalunterlagen zur Verfügung?

Andreas Gfeller: Ja, sowohl die Fluggesellschaft Edelweiss als auch Swiss haben mich unterstützt, wo sie nur konnten. Nebst Planunterlagen, vielen Detailbeschreibungen bis hin zu den RAL-Nummern der Originalfarben wurde mir alles zur Verfügung gestellt. Die Edelweiss-Bemalung habe ich übrigens gewählt, weil ich mit dieser Maschine in die Ferien flog und ich etwas Spezielles wollte.

Funktionstest der Bremsklappen im Rohbauzustand.

FMT: Wann hast du mit dem eigentlichen Bau begonnen?

Andreas Gfeller: Mit den Fahrwerken, die doch sehr komplex sind, habe ich in der Zeit, als ich noch im Berufsleben stand, angefangen. Diese Arbeiten kamen aber eher schleppend voran, da mich mein Beruf und mein anderes Hobby als Fluglehrer und Schlepppilot stark forderten. Der eigentliche Startschuss fiel vor drei Jahren, als ich mir sagte, jetzt oder nie. Glücklicherweise konnte ich für den Bau des Modells auf die Werkstatt der Segelfluggruppe Nidwalden zurückgreifen. Hier sind alle notwendigen Maschinen vorhanden und auch der Platz für den Zusammenbau ist ausreichend.

Fahrwerkseinbau: Sichtbar ist der Radschacht im Mittelteil. Man beachte die hängende Position der Hauptfahrwerksbeine, die pneumatisch vor dem Einfahren waagerecht aufgerichtet werden.

FMT: Kannst du mir etwas über die Konstruktion erzählen. Beginnen wir mit dem Rumpf.

Andreas Gfeller: Wie schon eingangs erwähnt, habe ich vor vielen Jahren die Rumpfnase und das Rumpfheck von Norbert Rauch gekauft. Diese Teile waren also gegeben. Der Mittelrumpf besteht aus einer beplankten Styroporröhre. Um diese zu schneiden, habe ich ganz konventionell zuerst Schneideschablonen hergestellt. Glücklicherweise durfte ich zum Schneiden der Styroporteile auf die Unterstützung meines Modellflugkollegen Walter Schocher zählen, der immer wenn Not am Mann war, geholfen hat. Die ausgeschnittene Rumpfröhre wurde innen und außen mit Balsa beplankt, wobei ich an stark belasteten Stellen zusätzliche CFK-Verstärkungen anbrachte. Alle Verklebungen wurden mit R&G-Luftfahrtharz vorgenommen. Gepresst habe ich diese Teile nicht etwa mit Vakuum, sondern ganz einfach mit mehreren Schraubzwingen. Nachdem die Röhre fertig war, wurde diese mit der Rumpfnase und dem Heckteil verheiratet. Die Konstruktion der Flügelaufnahme war sehr herausfordernd. Im Nachhinein würde ich dieses heute allerdings anders lösen. Dort wo der Flügel platziert ist, habe ich ein Mittelteil gebaut, welches einerseits mit dem Rumpf verschraubt wird und andererseits als Aufnahme für die Flügelbefestigung dient. Gleichzeitig wurden auch die beiden Regler dort untergebracht und auch die Radschächte inklusive der Hauptfahrwerksklappen befinden sich dort. Ebenfalls Aufnahme finden die Rohre für die Flügelsteckung und diverse elektrische und pneumatische Leitungen. Das Ganze ist relativ schwierig zu beschreiben, aber ich glaube die Bilder sind selbsterklärend.

Der Einbau und das Ausrichten der Fahrwerke erfolgten mit großer Präzision. In den offenen Schächten im Vordergrund werden später die Regler platziert.

Das Mittelteil von unten mit den geöffneten Radschächten, den Hauptfahrwerksklappen mit den entsprechenden Zylindern. Die Reglerschächte werden später mit einem Kühlungsgitter verschlossen.

Erster Zusammenbau! Das manntragende Segelflugzeug links lässt die Größe der A330-300 erahnen.

FMT: Deine Schilderungen sind sehr beeindruckend. Eine immense Arbeit. Wie hast du die Flügel konstruiert?

Andreas Gfeller: Never change a winning team – auch hier bin ich meiner erprobten Styro-Balsa-Bauweise treu geblieben. Da der einzelne Flügel aus vier Segmenten aufgebaut wurde, musste ich verschiedene Schneiderippen anfertigen. Als Profil wurde das Origi-nal-Airbus-Profil verwendet, wobei kleinere Anpassungen in der Profildicke wegen des Fahrwerks nötig waren. Die Herstellung der Flächenkerne war sehr herausfordernd, musste doch bereits auch die Flügelschränkung dabei berücksichtigt werden und die ist nicht ohne. Sie verläuft von der inneren Rippe mit +5,7° nach außen auf -3,0°. Nachdem die diversen Schneidevorgänge zu meiner vollsten Zufriedenheit vollbracht waren, wurden die einzelnen Segmente zusammengeklebt und anschließend wieder mit Balsaholz – und CFK-Verstärkungen an stark belasteten Stellen – verklebt. Zum Pressen kam wieder die „Schraubzwingen-Methode“ zur Anwendung. Bevor die Flügel definitiv beplankt wurden, wurden natürlich die elektrischen und pneumatischen Leitungen gelegt und auch die Klappen und die Servopositionen fixiert und entsprechend vorbereitet. Nach der Herstellung der großen Teile sah man bald, was für ein Riesenvogel hier am Entstehen ist. Aber bekanntlich liegt der Teufel im Detail.

Der Rohbau wurde vollständig grundiert. Was folgt, ist spachteln, schleifen und wieder von vorne... Diese Fleißarbeit wird später mit einer perfekten Oberfläche belohnt.

FMT: Genau, und hier möchte ich einhaken. Du hast vorher erwähnt, wie herausfordernd die Flügelkonstruktion war. Kannst du noch etwas ins Detail gehen?

Andreas Gfeller: Die beiden einzelnen Flügel werden über zwei Kohlerohre am Mittelteil des Rumpfes angesteckt. Mehrere elektrische und pneumatische Kabelbäume werden an der Flügelwurzel mittels Stecker verbunden. Die beiden Triebwerksgondeln sind mit einem 20×2-mm-Kohlefaserrohrzapfen und mit M5-Schrauben fix am Flügel montiert. Wie schon erwähnt, habe ich die pneumatischen Fahrwerksmechaniken und die Beine selber angefertigt. Natürlich sind auch pneumatische Bremsen eingebaut. Wie wir alle schon beim Original gesehen haben, sind die Hauptfahrwerke vor der Landung nach hinten unten geneigt. Dies habe ich natürlich auch bewerkstelligt. Diese Bewegung wird mit pneumatischen Zylindern gemacht. Nach dem Start werden die Fahrwerke in die Waagrechte gestellt und nachher eingezogen und die Klappen geschlossen.

Die Bugradsteuerung erfolgt mittels Seilzügen.

Detailansicht des Bugfahrwerksbeines. Alles wurde selbst hergestellt. Die Landescheinwerfer sind voll funktionsfähig.

Auch die Hauptfahrwerke wurden selbst gebaut. Die Bremsen wirken auf die beiden Hauptfahrwerke und sind pneumatisch.

FMT: Stichwort Klappen. Wie hast du das gelöst?

Andreas Gfeller: Auch hier habe ich mich an die Originalunterlagen gehalten. Mit Ausnahme der Vorflügel – auf diese habe ich verzichtet. Irgendwo musste ich ja einen Punkt setzten. Also habe ich „nur“ die inneren und äußeren Landeklappen, die Bremsklappen und natürlich die Querrruder eingebaut. Als Servos wurden für die Lande- und Bremsklappen CHOCOmotion FOX HV 15/15 und für die Querruder KST X10 digital verwendet. Die Bewegungen der inneren und äußeren Landeklappen erfolgen zeitlich verzögert. Zuerst fährt die Innere nach unten und eine Sekunde später folgt die Äußere nach.

FMT: Noch etwas zu den Antrieben. Weshalb hast du dich für den Einbau von Elektroimpellern entschieden?

Andreas Gfeller: Wegen der Herausforderung! Es wäre sicher einfacher gewesen, zwei Turbinen einzubauen. Von denen hätte ich noch mehrere „im Lager“. Im Weiteren sieht der Elektroimpellerantrieb in den Gondeln viel besser aus. Ich hatte während meiner Modellfluglaufbahn schon immer eine große Leidenschaft für Airliner. Zuerst solche mit Propellerantrieb, dann diejenigen mit Verbrennerimpeller, anschließend kam die Zeit der Turbinen und jetzt ganz zeitgemäß der Elektroantrieb. Zuerst habe ich mir natürlich selber Gedanken und Berechnungen gemacht, ob ein solcher Riesenvogel überhaupt elektrisch fliegen kann. Nachdem ich festgestellt hatte, dass das Projekt machbar ist, wandte ich mich an die Firma Schübeler, welche mir in jeglicher Hinsicht tolle Unterstützung bot. An dieser Stelle herzlichen Dank an Christian Wileschek. Seiner Empfehlung folgend, wurden zwei DS 94 DIA HST mit den Motoren DSM 6740-650 und den beiden Reglern MGM 25063-3X Series verwendet. Jeder Antrieb bezieht die Energie aus 14 LiPo-Zellen mit 6.000 mAh. Nebst den Antrieben lieferte mir Schübeler auch die beiden Triebwerksgondeln, welche perfekt zu den Impellern passen. Aus Platzgründen konnten die Regler nicht direkt bei den Impellern platziert werden. Diese finden Aufnahme im Flügelmittelteil.

Die Neigung der Hauptfahrwerksbeine wird ebenfalls mit pneumatischen Zylindern hergestellt. Geneigt in der Landekonfiguration und waagrecht in der Einzugsposition.

Der Fahrwerksschacht befindet sich im Mittelteil. Die Klappe wird pneumatisch betätigt. Sogar die Beschriftungen im Schachtinnern wurden angebracht. Sichtbar sind auch die elektrischen und pneumatischen Steckverbindungen.

Insgesamt vier Klappen befinden sich am Flügel: innere und äußere Landeklappen, die Bremsklappe und das Querruder.

FMT: Kommen wir zum Höhenleitwerk. Gibt es hier etwas Spezielles zu berichten?

Andreas Gfeller: Als Profil kam hier ein laminares NACA-Profil zur Anwendung. Die beiden Höhenleitwerke sind demontierbar mit dem Rumpf verbunden. Diese können im Gegensatz zum Original, welches zu Trimmzwecken verstellt wird, nicht bewegt werden. Die EWD ist fix 3,22°. Die beiden Servos KST MS-3509HV digital für die Ruderanlenkung wurden im Rumpf eingebaut. Über kräftige Umlenkhebel werden die Ruderflächen unsichtbar angelenkt.

Als Regler werden zwei MGM 25063-3X-Series verwendet. Diese sind im Mittelteil untergebracht, da sie aufgrund der Profilhöhe im Flügel keinen Platz finden.

Zur Anlenkung der Höhenruder werden KST MS-3509HV-Digitalservos eingesetzt. Zwei kräftige Hebel und kurze Gestänge sorgen für eine spielfreie Anlenkung.

Im vorderen Teil der Rumpfröhre sind zwei miteinander verbundene Lufttanks untergebracht. Die beiden Akkupacks finden unterhalb der beiden Lufttanks Platz.

FMT: Mich hat die Oberfläche am ganzen Modell beeindruckt. An Perfektion kaum zu überbieten. Keine Delle oder Unebenheit, absolut nichts. Wie hast du dies hinbekommen?

Andreas Gfeller: Hier gibt es kein Geheimnis. Das ganze Rohbaumodell wurde mit dünnem Glasgewebe und Harz überzogen. Anschließend folgt reine Fleißarbeit. Spachteln, schleifen, spachteln und wieder schleifen usw., bis es perfekt ist. Die Lorbeeren für die Spritzarbeiten möchte ich allerdings an die Lackier-Abteilung der Firma Paint Styling in Dallenwil weitergeben. Ein solch großes Modell kann man nicht in der „Bastelbude“ spritzen, dafür braucht es eine Spritzkabine, in welcher profimäßig gearbeitet werden kann. Auch gilt es die Vorschriften für die Gesundheit und die Umwelt einzuhalten. Diese Firma hat für den A330 die Originalfarben Weiss, Rot und Grau verwendet.

FMT: Die Bemalung in den Farben der Fluggesellschaft von Edelweiss ist sehr edel und sicher auch sehr aufwändig. Kannst du etwas dazu sagen?

Andreas Gfeller: Ja, das Aufbringen der Decals war herausfordernd und zeitintensiv. Ich hatte die Möglichkeit, das Original genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch erhielt ich von der Fluggesellschaft perfekte Unterlagen. Die große Schwierigkeit war, dass die Proportionen und die Positionen zueinander stimmen mussten. Die hergestellten Klebefolien mussten Millimetergenau platziert werden, damit diese mit dem Original übereinstimmten. Auch jedes Fenster wurde einzeln genauestens aufgebracht. Dies ist aus meiner Sicht gut gelungen. Die Beschriftungen habe ich alle mit Frau Gasser, von Gasser-Reklamen in Alpnach entwickelt.

FMT: Nicht nur aus deiner Sicht! Du hast hier ein Unikat geschaffen, das seinesgleichen sucht. Gibt es sonst noch etwas zu sagen?

Andreas Gfeller: Die Beleuchtung. Auch hier habe ich alle Positionslichter, Scheinwerfer usw. eingebaut. Als Fernsteuerung kommt die Futaba FX-36 zum Einsatz. Alle Einstellungen wurden zuerst außerhalb auf einer Testanlage gemacht und nachher aufs Modell übertragen. Zurzeit lasse ich von einem Kollegen noch die Festigkeit der Kohlerohre für die Flügelsteckung nachrechnen. Sicher ist sicher. Den Roll out hatte die fertige Maschine im Herbst 2018. Es ist geplant, dass ein Modellflugkollege für mich den Erstflug durchführen wird.

FMT: Wie geht es weiter? Wann ist der Erstflug geplant?

Andreas Gfeller: Das Gewicht meines Modells beträgt fast 29 kg und liegt knapp innerhalb des Schweizer Limits, in welchem es noch als Modellflugzeug gilt. Sicherheit ist mein größtes Anliegen und deshalb möchte ich, dass die amtliche Behörde das Modell überprüft. Dann weiß ich, dass auch Profis mir grünes Licht für das Fliegen erteilt haben. Da dies das erste Mal ist, dass ich so etwas beantrage, dauert es eben. Ich bin derzeit dabei, den ganzen Papierkram zu erledigen. Anschließend folgt die eigentliche Abnahme. Ich bin sehr zuversichtlich, dass meine A330300 diese Prüfung bestehen wird. Und dann heißt es „up, up and away“.

Perfekte Reihe: Jedes Fenster wurde einzeln aufgeklebt und selbstverständlich stimmt auch deren Anzahl.

FMT: Andreas, ganz herzlichen Dank für dieses ausführliche Interview und herzliche Gratulation zu diesem einzigartigen Modell.

Du hast in meinen Augen eine Goldmedaille für diese Leistung verdient. Ich freue mich sehr, wenn ich beim Erstflug dabei sein darf und unseren FMT-Lesern von einem geglückten Abschluss deines Megaprojekts berichten kann.

Die Elektroimpeller passen perfekt zum Gesamtbild der A330-300.

A330-300 Edelweiss HB-JHR „Chäserrugg“

Maßstab: 1:16 
pannweite: 3.778 mm 
Rumpflänge: 3.998 mm 
Gewicht: 28,95 kg, inkl. 5,2 kg für 2 × 14s 6.000 mAh LiPo-Akkus 
Antrieb: 2 × Elektroimpeller Schübeler DS 94 DIA HST 
Motoren: 2 × DSM 6740-650 
Regler: 2 × MGM 25063-3 X-Series 
Fertigteile: GFK-Rumpfnase und -Heck von Norbert Rauch (2002) 
Pneumatische Eigenbau mit HAWE-Hauptfahr-
Fahrwerke: werkszylindern 
Fernsteuerung: Futaba FX 36, Mercury PowerBox 
Bauzeit: über 10 Jahre

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FMT 10.19

2019-09-18

EDITORIAL

Cover

l EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, Spaß muss sein, auch beim Modellfliegen! Ein freches Modell braucht einen ebenso frechen Namen! Worum es geht? Um unsere Bauplanbeilage, einen kompakten, kecken Doppeldecker. Da er sich – durchaus gewollt – etwas am legendären Zaunkönig orientiert, sollte es natürlich…

Verbände & Veranstaltungen

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FPV Fixed Wing – der neue Sport

l DAeC-News

Wie bei vielen anderen Sportarten zuvor, kommt aus Amerika ein neuer Trend zu uns: Fixed Wings mit FPV-Ausrüstung. Nurflügel gibt es freilich seit Langem. Dort eine Videoübertragung zum Piloten zu integrieren, ist aber recht neu. Der Pilot empfängt das Videobild in Echtzeit über einen Monitor oder eine Videobrille mit eingebautem Videoempfänger (also FPV, First Person View).


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25 Jahre

l Jeti Model Meeting

Nachdem der tschechische Elektronikspezialist Jeti Model im letzten Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern konnte, blickt nun auch das Jeti Model Meeting auf eine ebenso lange Tradition zurück. Als Schirmherr der Veranstaltung feierten Jeti Model gemeinsam mit Teilnehmern, Team-Piloten und Geschäftspartnern am 24.08.2019 auf dem Modellfluggelände Czech Heaven in Ivančice, etwa 30 km westlich von Brno (Brünn), das 25-jährige Jubiläum des Jeti Model Meetings.


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Jubiläum mit FMT-Bauplan-Wettbewerb

l 25 Jahre Flying Circus

Vom 25. bis 28. Juni 2020 feiern wir 25 Jahre Flying Circus, ein viertel Jahrhundert Faszination Alpinflug auf 2.500 m Seehöhe. Und nachdem der Konstruktionswettbewerb 2019 ein voller Erfolg war, gibt es 2020 zusätzlich einen FMT-Bauplanwettbewerb. Jeder kann mit einem Modell aus dem umfangreichen Fundus der FMT-Baupläne mitmachen. Und der Fundus ist riesig. Also: Man muss nichts konstruieren, sondern nur nach Plan bauen. Hat doch was, oder? Zwei Kategorien stehen zur Auswahl: 1. Scale-Modelle, 2. Zweck-Modelle.


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Einsteiger-Workshop und Fun-Wettbewerb Wing-Golf

l SPORT-WING-SPASS

Nachdem der Vertrieb des Sport-Wing und aller weiteren Flugmodelle von ideecon im Frühjahr 2019 an Lindinger übertragen wurde, ist die Zeit gekommen, die Wing-Golf-Idee nach einjähriger Pause neu zu starten. Wir (Stephan zu Hohenlohe und Klaus Conzelmann) freuen uns, dass wir im neu umgebauten Alpengasthof Tannenalm dafür eine tolle Location anbieten können.

VORBERICHT

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Stars des Jahres bei der Faszination Modellbau

l TOP-ZUSAGEN

Die besten Piloten des Jahres. Dafür steht die FMT-Airshow Stars des Jahres, die 2019 an allen drei Messetagen – 1. bis 3. November – der Faszination Modellbau in Friedrichshafen stattfindet. Bei schönstem Wetter und Blick auf die Alpen (beides ist bestellt) erwarten wir die Elite der Szene. Die Zusagen haben es in sich.

KOLUMNE

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Was mache ich nach dem Einstieg?

l Schritt für Schritt

Nach dem Einstieg in das Hobby stellt sich irgendwann die Frage, wie es nach dem ersten Modell weiter geht. Oft sind Motivation und Ambitionen größer als Durchhaltevermögen und Möglichkeiten der Jugendlichen, was leider häufig trotz bester Absichten zu unvollendeten Projekten und Bauruinen in der Vereinswerkstatt führt. Dass es auch trotz Rückschlägen anders gehen kann, zeigt die Geschichte, die Jonathan erzählt. Ihm gefallen vor allem moderne Jets, die aber auch mit Impellerantrieben sehr schnell das Budget eines Jugendlichen übersteigen können.


Cover

l Hier riecht’s nach Sprit

Während der drei Tage, die ich in diesem Jahr bei der ProWing verbracht habe, war ich bestimmt nicht der beste Kunde für die Aussteller. Aber ich war ein sehr aufmerksamer Beobachter. Ich nenne das „mit den Augen stehlen“. Das hört sich nicht so besonders fein an, gemeint ist damit, dass man eine…

INTERVIEW & REPORT

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FMT-Interview zum Horizon Airmeet mit Chris Dickerson und Jake Ambrose

l „Es ist nicht immer leicht, die Zukunft vorherzusehen”

Horizon Hobby war und ist einer der großen Taktgeber und Innovationsquellen der Modellbaubranche. Das diesjährige Airmeet (17./18. August 2019) stand ganz im Zeichen der Erinnerung an den Anfang des Jahres überraschend verstorbenen, visionären Horizon-Präsidenten Joe Ambrose. Wie wird die Zukunft aussehen, welche Pläne und Entwicklungen gibt es für die vielen erfolgreichen Marken, für das Airmeet und den europäischen Markt? Über diese Fragen haben wir in Donauwörth-Genderkingen mit Präsident Chris Dickerson und dem Vorstand Jake Ambrose gesprochen.

PORTRÄT

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l EDELWEISS

„Hallo Beat, hörst du mich? Ich sitze gerade in einem Kleinflugzeug und der Motor läuft bereits. In wenigen Augenblicken rolle ich mit meinem Flugschüler zum Start für einen Schulungsflug.“ Mit diesen Worten meldete sich Andreas Gfeller aus Stans am Handy, als ich mit ihm einen Termin zur Besichtigung seiner gigantischen Airbus A330-300 vereinbaren wollte. So beginnt die Geschichte über einen begnadeten Modellbauer und sein phantastisches Unikat. Seit seiner Kindheit trägt Andreas den „Virus Aviatikus“ in sich. Mit dem Bau des A330-300 hat er den Olymp der Elektrojetfliegerei erklommen.

REPORT

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Air Cargo Challenge 2019 in Böblingen

l LASTENFLIEGER

Aus meiner Sicht dürfen schnelle Kunstflugsegler durchaus ein ordentliches Gewicht haben. Schließlich sollen die Dinger laufen. Wenn man aber an relativ zart gebaute Modelle mutwillig absurde Gewichte hängt, schrillen bei mir die Alarmglocken. Aber nichts anderes machen die Teams bei der Air Cargo Challenge. Und das seit Jahren.


Cover
F3A-Weltmeisterschaft in Calcinatello/Italien

l GEOMETRIE AM HIMMEL

In zweijährigem Rhythmus wechseln sich in der Welt des Präzisionssportes F3A die Kontinental- und Weltmeisterschaften ab. Bei über 30°C fanden sich vom 3 bis 10. August diesen Jahres 111 Piloten aus 38 Nationen in der Nähe des Gardasees ein – um nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft im November 2017 in Argentinien (siehe den Report in der FMT 01/2018) zum 31. Mal den Weltmeistertitel in der Senioren-, Junioren- und Teamwertung auszufliegen. Erstmalig durfte auch ein Team aus dem Iran begrüßt werden.


Cover
Modellhubschrauber-WM in Ballenstedt

l Wettkampf der Besten

Die Weltmeisterschaft im Kunstflug der Modellhubschrauber (Klassen F3C und F3N) fand vom 3. bis 10. August 2019 in Ballenstedt im schönen Ostharz statt. Als Organisator lagen viele Monate Organisation und Planung hinter mir. Aber, um es schon mal vorweg zu nehmen: Es war eine rundum gelungene WM, die ihrem Anspruch gerecht wurde.

TEST

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Fokker D.VII von Hangar 9/Horizon Hobby

l FÜRS HERZ UND AUGE

Das Angebot von Militärflugzeugen oder auf neudeutsch ausgedrückt Warbirds, ist im Vergleich zum Angebot von Sport- und Kunstflugzeugen deutlich geringer. Bevorzugt man dann noch ein Modell in ARF-Bauweise, wird die Auswahl noch enger – ganz besonders bei Flugzeugmustern aus der WWI-Ära. Hier sind dann allenfalls kleinere oder mittlere Größen im Angebot. Wer ein Großmodell favorisiert, ist auf das Bauen nach Bauplan oder Baukasten angewiesen. Und genau in diese Lücke stößt Horizon mit ihrer neuen Fokker D.VII, denn dieses Modell ist wahrlich „giant scale“.


Cover
Jeti DS-12 von Hepf Modellbau

l LEICHT GEWICHT

Lange mussten wir warten, nun ist sie endlich lieferbar: die neue Jeti DS-12. Der Hersteller will sich mit diesem Sender nun auch im preislichen Mittelfeld platzieren und bietet wie bereits bei der DS-14 die Möglichkeit an, den Sender durch Updates an die Bedürfnisse des Piloten anzupassen. Wir haben einen der ersten Sender von Hepf Modellbau bekommen und ihn uns im Detail angesehen.


Cover
FMS Ranger von D-Power

l TRAUM VON TRAINER

Combo-Vollausstattung inklusive cleverem Stabilisierungssystem, klasse Cessna-Look, kaum Bauzeit, noch ein Schwimmerset obendrauf und als Krönung ein Antrieb, der den Schäumling mal locker in die Senkrechte zieht. FMS und D-Power zeigen, wo der Hammer hängt im Trainersegment. Wir testen, ob der Ranger zum Hit 2019 taugt.


Cover
rock4K von rs-aero.com

l HOLZ GEHT AB

Der rock4K ist die Weiterentwicklung des rock_it (vgl. FMT 11/2018). Rein optisch hat sich nicht viel verändert. Wer aber vermutet, dass nur eine Wölbklappe dazu kam, täuscht sich. Denn die Weiterentwicklung geht viel tiefer.


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Plus X von Vladimir’s Model/Mahmoudi

l SECHSY

Über die Saison 2018 hinweg waren die ersten Prototypen des aus dem Plus hervorgegangenen Plus X bereits im Wettbewerbseinsatz – und konnten mit sehenswerten Platzierungen überzeugen. Seit 2019 befindet sich das neue F5J-Flaggschiff von Vladimir’s Model/Mahmoudi nun in Serienproduktion. Ich konnte es kaum erwarten, eines der ersten Modelle für diesen Test in Händen zu halten.

BAUPRAXIS

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WACO SRE von Sterling Models

l Gelagert bis zur Spitzenreife

Jeder kennt das: Man fängt irgendein Projekt an und dann liegt es und liegt es und liegt es… So ging es auch einem Baukasten, den ich vor über 25 Jahren (!) in den USA als Schnäppchen gekauft hatte.


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Der fliegende Rochen

l STINGRAY

Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass Jugendliche möglichst viele verschiedene Flugmodelle fliegen und auch bauen. So entstand die Idee, einen fliegenden Rochen aus Schaum zu bauen, nach dem von Lutz Näkel konstruierten Downloadplan, aber um 25% vergrößert.


Cover
Colibri MB-2 aus Depron

l BUNTE SCHAR

Bereits vor einigen Jahren haben wir RC-Teile von „verbrauchten“ Mikro-Modellen verwertet: Die Empfängerbausteine Spektrum 6400 inklusive zweier Servos fanden in kleinen Modellen vom Typ Piper J-3 Platz. Diese Nachbauten wurden nach einem Plan aus gespaltenem Depron aufgebaut. Bei uns in der Modellfluggruppe Münchenbuchsee stehen sie für genüssliches (Hallen-) Fliegen und sind äußerst beliebt.


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Lasercut vs. Fräsen Inside F5J vs. Friendly F5J

l KAMPF DER (HOLZ-)KO NZEPTE

Willkommen im Land derer, die sich mit Macht dem ARF-Trend entgegenstemmen, dem klassischen Modellbau huldigen und durch eigene Farb- und Folienwahl ein Unikat mit dreiteiliger Fläche erstellen. Egal, ob in Lasercutoder Fräs-Technik. Und schon sind wir beim Knackpunkt, denn wenngleich beides Holzbausätze sind, könnten sie nicht unterschiedlicher sein – Fräsen gegen Lasercut eben.


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Reparatur eines Schalenleitwerks

l VERFLIXT & ZUGENÄHT

Er passiert immer dann, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann: ein saudummer Unfall! Während der Erprobung eines Testmusters verhakte sich bei einem Start die linke Höhenleitwerkshälfte am Startwagen und wurde beschädigt. Die Tests waren aber noch nicht abgeschlossen, also was tun?

BAUPLAN 3201510

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Jetzt wird’s schmutzig

l DRECK SPATZ

Mit der Zeit sammelt sich so einiges an in der Werkstatt. Motoren, Regler, vielleicht ein paar Servos, die gerade nicht gebraucht werden – und oft auch jede Menge Holz, das man nicht wegwerfen möchte. Als ich in meinen Beständen einen neuwertigen Hacker A10 mit passendem Regler fand und gerade eine Forums-Diskussion zum legendären Zaunkönig verfolgte, stand das Konzept schnell fest: Ein kleiner Doppeldecker, schnell zu bauen, aber mit einem breiten Spektrum an Flugeigenschaften.

BAUPLAN 3200991

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VTH-Bauplanmodell Roter Milan

l NATUR NAH

Vogelähnliche Segler haben schon immer eine ganz eigene Faszination auf mich und viele andere Modellflieger ausgeübt. Da wurden bereits Möwen, Störche, Bussarde, Adler oder Geier gebaut, nur um dem uralten Traum der Menschheit, wie ein Vogel zu fliegen, nahezukommen. Seit letztem Jahr habe ich an meinem Haushang immer wieder einen Milan in der Thermik fliegen sehen. Der musste erst vor Kurzem zugewandert sein. Da kam mir der VTH-Bauplan Roter Milan gerade recht.

Uncategorized

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www.fmt-rc.de

l Markt und Meldungen

Foamies D-Power Der FMS Flash von D-Power ist ein Speed-Modell für den fortgeschrittenen Piloten. Das aus EPO gefertigte und flugfertig ausgestattete PNP-Modell soll mit dem eingebautem 3536-KV1750-Brushless-Motor und einem 7×5“-Druckpropeller…