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EDITORIAL

Uwe Puchtinger, 
Chefredakteur FMT

Liebe Leserinnen und Leser,

die geplante Novellierung der Luftverkehrsordnung (LVO) ist derzeit das dominierende Gesprächsthema unter Modellfliegern und kaum eine Woche vergeht, ohne neue Nachrichten dazu. Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die Pressemitteilung des DMFV, dass eine Arbeitsgruppe nun direkte Formulierungsvorschläge für die Neuregelung der LVO erarbeitet hat, die sowohl das Regulierungsinteresse des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wie auch die Interessen der Modellflieger berücksichtigen. Auch wenn noch keine konkreten Inhalte benannt werden können, klingt die Meldung vielversprechend und kann als Erfolg gewertet werden. Es ist besser, in diesem Stadium Einfluss zu nehmen, als sich am Ende mit fertigen Vorschlägen auseinandersetzen zu müssen.

Auch der DAeC nutzt seine Kontakte intensiv, um Einfluss auf die Neuregelung zu nehmen. Rückendeckung erhält er dabei von der FAI, die ihrerseits das Thema ebenfalls im Fokus hat, denn auch auf europäischer Ebene ist geplant, die Nutzung von Fluggeräten unter 150 Kilogramm weitgehend neu zu regeln. Und dies würde uns Modellflieger auch betreffen. Bleibt zu hoffen, dass eine deutsche Regulierung der geplanten europäischen inhaltlich Rechnung trägt. Auch eine aktuelle Aussage des Bundesministeriums, dass die Modellflieger durch die notwendige Neuregelung bei ihrem Hobby oder Sport auf den Modellflugplätzen nicht eingeschränkt werden sollen, gibt Anlass zur Hoffnung. Die in diesem Zusammenhang zudem geäußerte geplante Kennzeichnungspflicht und ein Flugverbot privater Drohnen über Fernstraßen, Eisenbahnlinien, Industrieanlagen, Unglücksorten oder Einsatzgebieten der Polizei sind sogar zu begrüßen. Damit die Diskussion ein gutes Ende für uns Modellflieger nimmt, müssen unsere Verbände und wir selbst jede Möglichkeit nutzen, auf unsere Interessen hinzuweisen – ruhig und sachlich. Wünschenswert wäre dabei ein gemeinsames Vorgehen unserer Verbände.

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