TEST

UPDATE

Extreme Flight Laser V2 60“ von Lindinger


Nachbauten der Laser 200 haben ihren festen Platz in der Modellflugwelt. Extreme Flight passte dieses Flugzeug aerodynamisch schon vor einiger Zeit an die heutigen Ansprüche im Kunstflug an und brachte es in verschiedenen Größen auf den Markt. Die 60“-Version (1.528 mm Spannweite) erhielt jetzt ein Update – und ich war gespannt, wie sich diese neue V2-Version präsentiert. Auch diese gibt es in zwei Finishvarianten, wobei die Testmaschine den klassischen Budweiser-Look zeigt

Das Flugvideo zum Test finden Sie unter: www.fmt-rc.de

UWE GRENDA, BILDER: GEORG RODENBECK, FILMAUFNAHMEN: MATTHIAS FÖRSTER

Vergleich und Aufbau

Glücklicherweise besitzt Modellflugkollege Daniel Segebarth aus Hannover die 60“-V1-Version – und so konnten wir messen und vergleichen. Beide Maschinen sind komplett als folienbespanntes Holzmodell konstruiert. Die Flächenhälften haben das gleiche Profil und die mit Vlies angeschlagenen Querruderklappen die gleichen Maße. Hier hat man alles so belassen, wie es war. Ebenso weisen die folienbespannten Seiten- und Höhenruder die gleichen Maße auf. Beim Höhenruder ist die erste Neuerung zu verzeichnen: Bei der Vorgänger-Version war für das einteilige Höhenruder nur die Öffnung im Rumpf vorhanden, was natürlich das Ausrichten aufwendig gestaltete. Bei der Version V2 ist eine Führungsschiene im Mittelbereich des Höhenruders angebaut, mit dem passenden Gegenstück im Rumpfende. Das Ausrichten wird so zum Kinderspiel. Es muss keine Folie mehr entfernt werden, also nur noch: Einschieben, nachmessen und dann mit Sekundenkleber befestigen.

Neu konstruierter Rumpf

Überhaupt präsentiert sich der Rumpf als komplette Neukonstruktion. Zunächst einmal sind alle Holzteile mit einer dünnen Kohlefaserauflage beschichtet. Natürlich müssten für eine Verstärkung beide Seiten beschichtet sein, aber da die ursprüngliche Konstruktion frei von Schwächen war, ist dies höchstwahrscheinlich nicht das Hauptkriterium für die Beschichtung gewesen. Erstens schaut es wirklich toll aus und zweitens haben die Holzteile eine enorme Oberflächenhärte erhalten. Es drückt nichts ein und das Holz franst auch nach Vielgebrauch nicht aus. Konstruktiv sind in der V2 mehr Kohlefaserstäbe als Längsstringer eingebaut und die Spanten haben andere Ausfräsungen. Wie schon bei der ersten Version sind viele Arbeiten schon vom Hersteller erledigt. In allen Rudern sind die Schlitze für die Ruderhörner und für die Vliesscharniere vorbereitet. Ich habe übrigens alle Ruderspalte noch mal von unten mit einem Streifen Tesafilm verschlossen.

Für die Höhenruder-Montage im Rumpf ist eine Führungsschiene zur besseren Lagerung eingearbeitet.

Im Motordom…

… sind die Befestigungslöcher für den Brushless-Motor gebohrt und in dem kohlefaserbeschichteten Motorspant sind schon M4-Einschlagmuttern eingearbeitet. Der Aufbau wird so zur kurzweiligen Angelegenheit. Alle Servoschächte sind schon von der Folie befreit, auch die Einschlagmuttern für das CFK-Fahrwerk und die Tragflächensicherung sind vom Hersteller fix und fertig montiert. Lediglich die Löcher für die Motorhaubenmontage und jene für die Verdrehsicherung der Radschuhe müssen noch vom zukünftigen Piloten selbst gebohrt werden.

Die Vliesscharniere werden mit dünnflüssigem Sekundenkleber am Ruder bei Vollausschlag verklebt.

Eine weitere Neuerung betrifft die Kühlluftführungen der seitlichen Intakes. Sie bestehen aus durchsichtigem Kunststoff. Des Weiteren liegt noch ein sogenannter Turbospinner bei. Dieser hat Ausfräsungen in der Spinnerkappe und in der Spinnerplatte, die für eine Luftzuführung zum Motor sorgen. Da ich einen Hacker A50-14 XS V4 statt dem empfohlenen 5s-LiPo mit einem 6s betreiben wollte, war etwas mehr Kühlung auf jeden Fall von Vorteil. Ein bisschen Nacharbeit erforderte auch die Montage der MKS-HV-9767-Servos, da sie auf einer Seite ein abgerundetes Gehäuse haben. Wie schon das Vorgängermodell, ist auch die neue Laser V2 an zwei Nachmittagen fürs Einfliegen fertig aufgebaut.

Meine eigene Ausstattung

Den beiliegenden Dekorbogen habe ich an JR-Folien-Design geschickt, worauf mir Jörg Redl eine geplottete Ausführung erstellte. Geplottete Aufkleber sehen meiner Meinung nach besser aus als die selbst ausgeschnittenen. Auch ein Pilot musste her – und da fiel meine Wahl auf den Acro Klaus mittlerer Größe aus dem Graupner-Programm. Mit ein paar Pinselstrichen haucht man diesem EPP-Piloten relativ schnell Leben ein. Um den 1,52 m großen Kunstflug-Boliden auch bei stärkeren Windverhältnissen einsetzen zu können, bekam die Laser noch einen Cortex-Gyro zwischen Empfänger und Servos angeschlossen.

Damit das Querruderkabel nicht in die Fläche rutschen kann, ist eine Halterung vorgesehen.

Einstellen…

Abschließend wird auf der Waage der größte Unterschied zur ersten Version deutlich. Trotz eines ähnlichen Antriebs- und Akkugewichts, aber plus Pilot und Gyro, nimmt die V2 mit ihren 2.813 g Abfluggewicht gute 250 g weniger mit in die Luft als der Vorgänger.

Die Bauanleitung gibt für die Ruderausschläge drei verschiedene Werte in Grad und die dazu passenden Expo-Größen in Prozent an. Da ich einen Handsender mit den Daumen auf den Sticks fliege, gebe ich immer noch 10% dazu. Bis auf die sehr hohe Expo-Empfehlung für das Seitenruder (60 bis 70%) passten die Einstellungen sehr gut. Auf dem Seitenruder stellte ich 40% Expo ein. Der Schwerpunkt soll im Bereich des Steckungsrohres liegen und er ist mit dem SLS-Quantum-6s-LiPo mit 3.500 mAh und 30C ohne Bleizugabe einzuhalten. Am Graupner-Regler habe ich noch die Motorpräferenzen und eine Bordspannung von 8 V eingestellt. Einen Warnton programmierte ich auch, er gibt mir Bescheid, wenn ich aus dem LiPo 2.500 mAh entnommen habe.

… und Einfliegen

Auf dem Flugplatz angekommen, ist die Laser flott aufgebaut. Die Tragflächenhälften werden mit einem 15-mm-Kohlefaserrohr an den Rumpf gesteckt und mit je einer M3-Schraube gegen Verrutschen gesichert. Die Side Force Generatoren befestigt man an den Flächenenden mit je zwei M3-Rändelschrauben.

Als Erstes habe ich alle Ruder kontrolliert und dann die Reichweite getestet. Danach erfolgte ein Probelauf des Antriebs; es offenbarte sich eine Stromaufnahme im Stand von 95,2 A bei einem geradezu brutalen Standschub. Also war ein moderater Umgang mit dem Gasknüppel angeraten.

Auf der Hartbahn gegen den Wind hob die Maschine mit Drittel-Gas schon nach wenigen Metern ab. Es waren zwei Klicks Querrudertrimm nötig, damit sie die Flächen gerade hielt. Etwas nervös auf dem Höhenruder, landete ich aber sofort wieder und schob den Akku einen Zentimeter weiter nach vorn. Ich hatte den Schwerpunkt auf die hintere Seite des Steckungsrohres gelegt. Ich korrigierte ihn danach auf die vordere Seite. Wieder in der Luft, fühlte sich die Laser deutlich angenehmer an. Ein Klick auf dem Höhenruder war aber jetzt für den Geradeausflug nötig. Nach einer gemütlichen Runde mit Halbgas habe ich auf die großen Ausschläge umgeschaltet und die Laser flog immer noch sauber, ohne zappelig zu werden.

Für die Kühlung des Motors habe ich Kühlluftführungen in die seitlichen Intakes geklebt.

Der Rumpf der Laser V2 60“ ist eine komplette Neukonstruktion...

... was im direkten Vergleich mit dem V1-Modell deutlich wird.

Ab Werk sind die M4-Einschlagmuttern schon in den kohlefaserbeschichteten Motorspant eingearbeitet.

Ab geht‘s

Auf etwas Höhe angekommen, habe ich das Gas rausgenommen und das Höhenruder voll durchgezogen. Die Maschine nahm die Nase leicht runter und ging in einen Sackflug über, ohne über die Fläche abzuschmieren. Weiter unten zog ich sie in die Senkrechte – und gab das erste Mal Vollgas. Die Steigleistung war enorm und drei Sekunden später war sie auf einer Höhe, um die Nase senkrecht nach unten zu nehmen, linkes Querruder, Gas rein, linkes Seitenruder mit vollem Tiefenruder und sie ging in ein brutales Messerflugtrudeln über. Den Seitenruderausschlag zurückgenommen, drehte sie weiter mit irrsinniger Geschwindigkeit um die Querachse. Also Gas raus, dann Seitenruder rechts und die Laser ging in das Rückenflachtrudeln über. Die Flachtrudel-Drehung hält man am besten an, indem man zu einem Gasstoß gleichzeitig einmal kurz Quer und Seite gegensinnig gibt.

Die Radschuhe haben eine Verdrehsicherung und sitzen perfekt.

Die Rollrate ist je nach Fluggeschwindigkeit enorm und eignet sich hervorragend für die bei den jungen 3D-Jockeys beliebten Rifle Rolls. Das sind sehr schnell geflogene Rollen, mit Loopings und Richtungswechseln. Ich beherrsche dies nur auf kurzen Streckenabschnitten – und war von der Maschine einfach nur begeistert.

Nach knapp sieben Minuten warnte mich der Sender, dass 2.500 mAh aus dem Akku entnommen waren und die Laser kam brav zur Landung rein. Bei der weiteren Flugerprobung stellte ich fest, dass die Laser im Messerflug keine Mischer benötigt. Sie ist aerodynamisch so ausgelegt, dass in der Messerflugphase nur Seitenruder gegeben werden muss. Je nach Fluggeschwindigkeit ist der Ausschlag natürlich anzupassen. Mit den kleinen Ruderausschlägen ist sie sehr präzise im Standardkunstflug zu pilotieren. Den Cortex-Kreisel habe ich auf 23% Dämpfungsmodus eingestellt, was die Maschine sehr windunempfindlich macht. Die Agilität bleibt dabei aber voll erhalten.

Gelungenes Update?

Auf jeden Fall. Der Rumpf der V2 ist mit dem gezielten Austausch der Holzstringer durch Kohlefaserrohre noch torsionssteifer geworden als die erste Version. Dazu werden über 250 g beim Abfluggewicht eingespart. Die neue Maschine fliegt mit den verbauten Servos sehr exakt, der Antrieb ist mit dem 6s-LiPo bärenstark. Fliegerische Grenzen kennt die Laser dabei nicht. Für sichere Starts und Landungen genügt ihr eine gepflegte Rasenpiste, zum Transport nimmt sie mit abgenommenen Tragflächen nicht viel Platz im Kofferraum ein.

Laser V2 60“

Verwendungszweck: (3D-)Kunstflug 
Modelltyp: Holzbausatz 
Hersteller/Vertrieb: Extreme Flight/Lindinger 
Bezug und Info: direkt bei www.lindinger.at, Tel. +43 (0)7582 813130 
Preis: 383,18 € 
Lieferumfang: Fertig aufgebautes Modell ohne Antriebs- und RC-Komponenten 
Erforderl. Zu- behör: RC-Komponenten, Antrieb undAkkus 
Bau- u. Betriebsanleitung: Englisch, 28 Seiten mit vielen Bildern, Sicherheitshinweise, Einstellungen und Einflugtipps

Aufbau

Rumpf: folienbespannter Holzbau mit Kohlefaserverstärkungen 
Tragfläche: bau mit 15-mm-Kohlefaserstezweiteilig, folienbespannter Holzckungsrohr 
Leitwerk: einteilig, folienbespannte Holzkonstruktion 
Motorhaube: GFK, lackiert
Kabinenhaube: Kunststoff, durchsichtig teillackiert 
Motoreinbau: CFK-verstärkter Holzmotordom 
Einbau Flug-akku: im Vorderrumpf mit Klettschlau fenband

Technische Daten

Spannweite: 1.528 mm (ohne SFGs) 
Länge: 1.555 mm (mit Spinner) 
Spannweite HLW: 644 mm 
Flächentiefe an der Wurzel: 396 mm 
Flächentiefe am Randbogen: 224 mm 
Tragflächeninhalt: 47,3 dm² 
Flächenbelastung: 59,5 g pro dm² 
Tragflächenprofil Wurzel: vollsymmetrisch, 10% 
Tragflächenprofil Rand: vollsymmetrisch, 11% 
Profil des HLW: vollsymmetrisch, 10% 
Gewicht/Herstellerangabe: ca. 2.700 g 
Fluggewicht Testmodell o. 2.249 g 
Flugakku: mit SLS-Quan-tum-6s-3.500- mAh-30C-LiPo: 2.813 g 

Antrieb vom Hersteller empfohlen

Motor: Torque 4016T/500MKII 
Regler: Airboss Elite 80 A 
Propeller: 16×7“ 
Akku: 6s-LiPo mit 3.300 bis 4.000 mAh

Antrieb im Testmodell verwendet

Motor: Hacker A50-14 XS V4 
Regler: Graupner Brushless Control +T100 HV G6 
Propeller: 15×8“ Xoar 
Akku: SLS Quantum 6s-LiPo 3.500 mAh 30C

RC-Funktionen und Komponenten

Höhenruder: MKS HV9767 
Seitenruder: MKS HV9767 
Querruder: 2 × MKS HV9767 
Verwendete Mischer: Seite/Höhe, Seite/Quer 
Empfänger: Graupner HoTT GR-16 
Empf.-Akku: BEC (8 V)

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FMT 04.19

2019-03-21

EDITORIAL

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l EDITORIAL 

Liebe Leserinnen und Leser, jetzt ist es soweit: Neben den neuen europäischen Regeln zur Nutzung des Luftraumes, die zunächst mal auf dem Papier definiert wurden und noch etwas Zeit bis zur genauen Interpretation und Umsetzung haben, gibt es nun von der EU auch Regeln für den genderkonformen…

Verbände & Veranstaltungen

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l VERBÄNDE & VERANSTALTUNGEN

www.fmt-rc.de EU-Kommission entscheidet zugunsten der Modellflieger Die EU-Kommission hat am 28. Februar 2019 eine neue EU-Verordnung verabschiedet, die unter anderem den Betrieb von Flugmodellen europaweit regeln soll. Nach Monaten der Ungewissheit ist damit eine Entscheidung zugunsten der…

VERBÄNDE & MELDUNGEN

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DAeC-News

l Neue EU-Regelungen

Die neuen EU-Regelungen für Flugmodelle werden erst drei Jahre nach Inkrafttreten der Durchführungsverordnung Anwendung finden – also erst ab Juni 2022. Bis dahin kann auf der Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen weiter geflogen werden. Allerdings setzt schon nach einem Jahr – also ab Juni 2020 – für alle Betreiber von unbemannten Luftfahrzeugen eine neue Registrierungspflicht ein. Im Wesentlichen enthalten die neuen EU-Regelungen zwei Optionen, wie zukünftig Flugmodelle betrieben werden können: 1) Im Rahmen von Modellflugclubs oder -verbänden oder 2) nach den Regelungen der sogenannten Open Category.


Cover

l Show-Acts stehen fest ProWing International 2019

Der Countdown läuft! Nur noch wenige Tage sind es bis zur 10. ProWing International (3. bis 5. Mai 2019) auf dem Flugplatz Soest/ Bad Sassendorf. Die Planungen sind schon weit fortgeschritten, jetzt stehen auch die Show-Flugacts fest.

REPORT

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Genderdiskussion und Modellflug

l Liebe Modellfliegende*

Bestimmt haben auch Sie schon gerätselt, ob Modellflugzeuge eigentlich eher weiblich, männlich, oder – heute aktueller denn je – womöglich von unbestimmtem (divers) Geschlecht sind. Wie so oft haben wir auch in der Redaktion diskutiert, wie man zum Beispiel das Grunau Baby in einem Testbericht nennt. Denn eines ist klar, ein Baby ist natürlich nicht geschlechtslos, wenn es auf die Welt kommt.


Cover

l Roadshow 2019 in Sindelfingen

Nachdem sich die Messelandschaft – ganz besonders für Fachhändler – gravierend verändert hat, brachte airshow-events.com im letzten Jahr eine neue Form der Händlerinformation ins Spiel: die Roadshow. Die Idee dahinter: Mehrere Hersteller präsentieren sich gemeinsam den Fachhändlern. Und da diese nicht durch halb Deutschland reisen wollen und können, werden mehrere Roadshows in verschiedenen Teilen der Bundesrepublik durchgeführt.

PORTRÄT

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Umbau der CARF-Spitfire zur Version LF MK IX

l CLIPPED WING

La Ferté Alais Airshow Anfang der Neunziger Jahre, der bekannte Warbird-Pilot Stephen Grey donnert im Tiefflug mit seiner Spitfire vorbei und zieht sie am Ende der Piste hoch. Was für ein Sound und Flugbild. Und die Spitfire hatte Clipped Wings, gekürzte Tragflächen. Welcher Modellbauer kennt das nicht, das Bild geht nicht mehr aus dem Kopf. Doch es sollten einige Jahre vergehen bis zur Modell-Realisierung.


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Alfons Wester und seine AW 40

l Ein halbes Jahrhundert Modellflug

Alfons Wester, heute 87 Jahre alt, war einer der erfolgreichsten Wettbewerbspiloten in der noch jungen Bundesrepublik. Vor 50 Jahren flog er mit seinen Eigenkonstruktionen die Konkurrenz in Grund und Boden und wurde mit der legendären AW 40 Weltmeister im RC1-Kunstflug. Genau ein halbes Jahrhundert später fliegt er immer noch – und auch sein Modell ist dasselbe, die Weltmeistermaschine von 1969.


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Neu aufgebauter Filou von Graupner

l RETRO-VOGEL

Mein erstes Segelflugmodell im Alter von 13 Jahren war der Filou von Graupner: 1,27 m Spannweite, Trapezflügel, dazu ein jetähnliches Seitenleitwerk, eine starke V-Form sowie ein tragendes Höhenleitwerk. Mehrere Jahre hatte ich dieses Modell ohne Fernsteuerung am Seil hochgeschleppt und war glücklich damit. Dieser Vogel hat mein Gehirn nie mehr verlassen. Jetzt bin ich im Pensionsalter – und rund 80 Flugzeuge später erinnere ich mich wieder an ihn: Ich will ihn nochmals bauen!


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Training in der Halle

l DAS BRINGT‘S

In vielen Vereinen wird aktiv indoor geflogen, in anderen gibt es eine Winterpause. Indoorfliegen ist aber meist nicht teuer und kann in der Gruppe sehr viel Spaß machen. Im folgenden Artikel wollen wir klären, was sich indoortechnisch in den letzten Jahren verändert hat, wie es einen fliegerisch weiterbringt und was den Reiz am Indoorfliegen ausmacht.

KOLUMNE

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l Hier riecht’s nach Sprit

Wenn diese Ausgabe der FMT erscheint, ist der Termin für die diesjährige ProWing ganz nahe. Ich freue mich schon wieder darauf. Besonders freue ich mich natürlich auf das, was auch in diesem Jahr wieder in der Aktionsfläche über die Bühne geht. Da riecht es dann ganz deutlich und dauerhaft nach…


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Jugendarbeit im Verein – Teil 5

l Was machen wir denn jetzt mit unseren Neuen?

Wie in den letzten Monaten dargestellt, sind wir in der FMG Nördlingen in der glücklichen Lage, eine breite Basis an jugendlichen Modellfliegern im Verein zu haben. Das muss nicht so bleiben – da muss man dranbleiben und übers ganze Jahr einiges dafür tun. Die bisherigen Ausführungen waren – das gebe ich zu – etwas Werkstatt-lastig. Das Vereinsleben spielt sich aber natürlich nicht nur an einem Bastelabend pro Woche ab, sondern betrifft zumindest auch die Wochenenden auf dem Flugplatz oder weitere Aktionen.

BAUPRAXIS

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Aviatik Berg D.I von Adolf Matonoha, Teil 2

l SCALE-LECKERBISSEN

Die von meinem auf Bali lebenden Freund Alfred Neugebauer hergestellte Aviatik Berg D.I im Maßstab 1:4 ist zweifellos ein Scale-Flugmodell der Superlative. Nachdem wir es in der letzten Ausgabe vorgestellt und seinen Auslieferungszustand unter die Lupe genommen haben, geht es im nachfolgenden Bericht um die sehr aufwendige Lackierung.

TEST

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Futaba CGY 760R von Ripmax

l INTEGRIERT

Fünf Jahre nach Erscheinen des Futaba CGY 750E erwartet uns für den Helipiloten etwas Neues: Im CGY 760R wurde das Flybarless-System zusammen mit einem FASS-Test-Empfänger in einer Box vereint. Dabei gibt es den CGY 760R mit und ohne separate Programmierbox zu kaufen. Das macht Sinn, denn im Gegensatz zum Vorgänger wird hier die Box nur zum Programmieren eingesteckt und fliegt nicht mehr mit.


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CORE von PowerBox Systems

l SPITZENSPORTLER

In FMT 09/18 wurde das neue RC-System CORE erstmals ausführlicher vorgestellt. In diesem Beitrag ging es überwiegend um die Vorstellung der Hardware und Fertigungsqualität. Über die Philosophie der Bedienung und Programmierung des Senders und wie er sich in der Praxis bewährt – hier vor allem seine Software – lesen Sie hier.


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robbe Limit Pro von Lindinger

l RENNLEGENDE

Der Limit ist kein gänzlich Unbekannter. Schon ab 1995 gab es ein Modell mit diesem Namen im Programm der damaligen Firma robbe. Es war ein reinrassiger Hotliner in Voll-GFK, mit dem Urs Leodolter 1994 an der F5B-WM in Australien teilnahm, damals noch angetrieben mit einem Getriebe-Bürstenmotor und 27 NiCd-Zellen. Der heutige Limit Pro ist also quasi ein Nachfahre dieses legendären Modells, natürlich technisch weiterentwickelt, mit einem deutlich bunteren Outfit und ausgelegt für einen modernen Brushless-Antrieb.


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Fortuna F5J von Valenta/Schmierer

l THERMIK FOREVER

Fortuna heißt Glück. Wenn ein Modellflugzeug Fortuna genannt wird, gibt einem das schon zu denken: Glück gehabt, wenn es wieder heil runterkommt, Glück gehabt, Thermik gefunden zu haben… Die Liste könnte man beliebig verlängern. Aber mit Glück hat dieser Flieger nichts zu tun, außer, man bezeichnet es als Glück, einen sein Eigen nennen zu dürfen.


Cover
FMS Piper PA-18 Super Cub von D-Power

l DER BERG RUFT

Die neue FMS Piper Super Cub ist eine Ansage: für das vorbildähnliche Modellfliegen auf groben und unbefestigten Untergründen – und optional Wasserfliegen. Beworben wird die Piper vom Hersteller mit STOL-Eigenschaften (Short Take-Off and Landing), auf die auch die großen Landeklappen hindeuten. Wie gut sich das relativ große Modell auf kleinem Raum und unbefestigter Lande- und Startbahn fliegen lässt, wird sich im Test zeigen.


Cover
Challenger Indoor Edition von Multiplex

l INFLUENCER

Die neue Challenger von Multiplex hat sich nach ihrer furiosen Vorstellung auf der letzten Faszination Modellbau als höchst infektiös dargestellt. In der Indoor-3D-Szene erflog sich der schnittige Doppeldecker rasend schnell seinen Platz – ich kenne kaum noch einen ambitionierten 3D-Piloten, der keine Multiplex-Challenger besitzt. Das Modell stammt aus der Feder des bekannten Showpiloten Tobias Warzecha und trägt ein Finish von Mirco Pecorari/AircraftStudioDesign, der unter anderem für Extra Aicraft arbeitet.

CAD

Cover
O.S. Wankel im 3D-Druck – Teil 1

l WIEDERAUFERSTEHUNG

Auslöser dieses Berichts ist mein Hang zu Vintage-Modellen, d.h. die Flugmodelle, die ich als Jugendlicher gerne gehabt hätte und mir nicht leisten konnte. Darunter zählen die Graupner-Modelle Kwik Fly und Middle Stick. Leider sind diese Modelle gebraucht nahezu nicht erhältlich und wenn doch, dann in einem miserablen Zustand oder zu horrenden Konditionen. Also heißt die einzig praktikable Lösung, Baupläne besorgen und nachbauen.

REPORTAGE

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Abnahme der XXXL F-104 von Airworld Modellbau

l Triple X

Für den Erstflug suchen Sie sich am besten eine leicht geneigte Wiese…, so stand es jedenfalls in der Baubeschreibung meiner ersten Flugmodelle Ende der 60er Jahre. Ob Hans-Dieter Reisert und Thomas Gleißner von Airworld Modellbau wohl ähnliche Gedanken hatten, als es um den Erstflug und dann um die Einzelstückzulassung ihrer großen F-104 im Maßstab 1:3 ging? Sie haben sich letzten Endes für den Flugplatz Auerbach im Vogtland entschieden. Die großzügige Halle und Werkstatt sowie 800 m Asphaltpiste – und natürlich die offizielle Zulassung des Platzes für Flüge im Rahmen der Muster- u. Einzelstückzulassung mit Modellen bis 150 kg – waren wohl gute Argumente für den Flugplatz Auerbach. Hinzu kommt, dass die Modelle und ihre Piloten auch von Seiten des Fliegerklubs und der Flugplatzleitung immer herzlich willkommen sind.

BAUPLAN 3201506

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(Elektro-)Segler Thermy 4, Teil 2

l Wechsel-Nase

In der letzten Ausgabe haben wir das Konzept und die Konstruktion des neuen Viermeterseglers Thermy 4 (mit seiner Wechselnase!) vorgestellt und die möglichen Antriebsoptionen diskutiert. Jetzt geht’s ran ans Holz, wir bauen los...

EIGENBAU

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Pilatus PC-24 als 180-g-Depron-Eigenbau

l SUPER VERSATILE JET

Es war vor etwas mehr als einem Jahr, als die Einladung zum Indoorfliegen der IGMA nach Goldau in der Schweiz den Anstoß zu einem neuen Projekt gab. Parallel zum Indoorfliegen veranstaltete der Verein nämlich noch eine Ausstellung zum Thema Pilatus. Und dazu wollte ich ein Projekt angehen, das mir schon länger im Kopf herumschwirrte, nämlich den brandneuen Businessjet PC-24 als Indoormodell umzusetzen.

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l Foamies

arkai/Renus ☎ 02054 8603802, www.arkai-shop.de Die Fly Cat von arkai soll über 200 km/h im Flug erreichen. Das Modell wird per Querund Höhenruder gesteuert und inklusive 55-mm-Impeller und Brushless-Motor ausgeliefert. Technische Daten: Spannweite 767 mm, Länge 650 mm, Fluggewicht 315 bis 440 g.…